Smartphone-Apps rund um die biologische Vielfalt

Wir stellen Ihnen in dieser Rubrik eine Auswahl Apps aus Projekten der UN-Dekade vor, mit denen Sie die biologische Vielfalt auch virtuell entdecken können – vor Ihrer Haustür oder auf Reisen. Die Sammlung wird mit der Zeit erweitert. Es lohnt sich also, immer mal wieder hineinzuschauen.

 

 

 

©Durch die BLUME
„Actionbound“ schult Schüleraugen fürs Beobachten

"Durch die BLUME: Blütenbiologie im Unterricht – Materialien & E-Learning" ist ein biologiedidaktisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Dazu gehört eine Rallye durch den Botanischen Garten Mainz mit Tablet oder Smartphone. Mithilfe der App lösen Schüler in Kleingruppen Aufgaben, bekommen Infos und erfahren so mehr über die Biodiversität und deren Bedeutung. Mehr Infos zur App

©Biodiversität interaktiv
„Biodiversität interaktiv“ hilft Bäume und Muscheln erkennen

Die Unis Bamberg und Hannover haben mit dem Kosmos-Verlage zwei Apps zur Artbestimmung entwickelt: „Bäume und Sträucher sicher bestimmen“ (enthält Daten zu 338 Bäumen), „Muscheln und Schnecken sicher bestimmen“ (enthält Daten zu 170 Mollusken der Nord- und Ostsee). Ziel ist, mit dem Angebot vor allem Kinder und Jugendliche zu erreichen. Projektbeschreibung auf der UN-Dekade-Website.

©Flora Incognita
„Flora Incongita“ sammelt Fotomaterial für die Entwicklung einer Bestimmungs-App

Bürgerwissenschaftler und Spezialisten sind dazu aufgerufen, für das Projekt Flora Incognita Pflanzen und Pflanzenteile zu fotografieren und die Bilder via App auf den Projektserver hochzuladen. Ziel ist, eine große Bilddatenbank zum Training der Bilderkennungstechnologien aufzubauen und auf dieser Basis eine halbautomatische Pflanzenbestimmungs-App zu entwickeln. Weitere Informationen und Download.

©„Puppenstuben gesucht“
„Tagfalter Sachsen“ unterstützt beim Bestimmen von Sachsens Schmetterlingen

Das Projekt "Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ ruft dazu auf, Wiesen seltener und nur zum Teil zu mähen, damit sie als Lebensräume von Tagfaltern und anderen Insekten besser genutzt werden können. Eine kostenlose App hilft beim Bestimmen einheimischer Tagfalterarten und eignet sich auch, Beobachtungen zu melden. Die Funktionen sollen noch erweitert werden. Mehr dazu auf der Website des Projekts.

©Schulwandern
„Wander-Erlebnis-App“ mit Bezug zur biologischen Vielfalt

Die App lädt dazu ein, spannende Wandertouren zu erleben, selbst hochzuladen und Biodiversitäts-Hotspots zu erkunden. Fragen zur biologischen Vielfalt und ein ausgeklügeltes Punktesystem geben immer neue Hinweise auf interessante Touren. Die App ist Teil des UN-Dekade-Projekts „Schulwandern – Draußen erleben, Vielfalt entdecken. Menschen bewegen“. Zur Erklärungsseite der App auf schulwandern.de.

©Stefan.lefnaer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, aus Wikimedia Commons (http://bit.ly/2shcS6U)
WIPs2Go erleichtert Bürgerwissenschaftlern das Eintragen ihrer Funde

Ziel des Projekts WIPs-De ist der Aufbau eines nationalen Schutzprogramms für 15 Wildpflanzenarten, die zu den Verantwortungsarten in Deutschland gehören. Zu den Maßnahmen gehören Erhalt und Vermehrung in Botanischen Gärten, Schutz an natürlichen Standorten sowie Samen- und Sporensammlung für Gendatenbanken. Die kostenlose App erleichtert Bürgern das Erfassen von Fundorten im Sinne von Citizen Science. Weitere Infos zum Projekt

©Kirsten Thiemann für Schutzstation Wattenmeer (Lizenz: cc-by-sa 3.0)
„BeachExplorer“ sensibilisiert für die Biodiversität an Nord- und Ostsee

Mit der kostenlosen App „BeachExplorer/BalticExplorer“ können Besucher des Wattenmeeres und der Nord- und Ostseeküste Funde und Beobachtungen von Tieren, Pflanzen und anderen Besonderheiten via GPS (Global Positioning System) verorten und in eine Online-Datenbank eingeben. Alle Daten werden geprüft und in Verbreitungskarten integriert. Sie können außerdem für wissenschaftliche exportiert und ausgewertet werden. Weitere Infos auf der Website des Projekts

Bildnachweis: ©Finde Vielfalt
„Finde Vielfalt“ lässt Biodiversität spielerisch entdecken

Die Geogames von "Finde Vielfalt" richten sich an Familien mit Kindern bzw. Schulklassen der Klassenstufe 6-12. Ziel ist, die lokale Biodiversität spielerisch zu entdecken und deren Wert schätzen zu lernen – mit Hilfe zeitgemäßer Technologien auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets. Dabei gibt es verschiedene Themenfelder (z.B. Streuobstwiesen, Beweidung, Waldwirtschaft, Stadtökologie). Zur Website des Projekts.

©Naturblick
„Naturblick“ hilft beim Bestimmen von Pflanzen und Tieren

Die kostenlose App „Naturblick“ ermöglicht den Nutzern einen digitalen Zugang zur Natur ermöglichen. Bäume, Kräuter und Wildblumen, aber auch Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Vogelgesänge sollen mit ihr bestimmbar sein. Das Projekt läuft zunächst nur in Berlin. Es soll aber auf andere Städte übertragen und deutschlandweit auch von Bürgerwissenschaftlern genutzt werden. Mehr zur App beim Naturkundemuseum Berlin

©UNDINE
„UNDINE“ taucht mit den Usern ab in die Unterwasserwelt der Ostsee

„UNDINE“ steht für UNderwater DIscovery and Nature Experience. Das deutsch-dänische Projekt zum nachhaltigen Tourismus und Meeresschutz hat u. a. eine App zur Unterwasserwelt in der dänischen und deutschen Fehmarnbelt-Region entwickelt. Sie enthält Beschreibungen von über 120 Arten, Schutzgebieten, Unterwasserfilme sowie Informationen zu Tauchschulen, Umweltbildungszentren und Segelhäfen. Zur Website des Projekts.

©Weltnaturerbe Buchenwälder
„Weltnaturerbe Buchenwälder“ vermittelt biologische Vielfalt in den „Alten Buchenwäldern Deutschlands“

Die kostenlose, zweisprachige App informiert mit zahlreichen Fotos, Texten und Karten über die Besonderheiten und die Biodiversität in den einzelnen Teilgebieten. Zusätzlich gibt es Informationen zu Wanderrouten, die den Besucher zu den interessantesten Punkten der Gebiete führen. Das ist besonders praktisch, da in den geschützten Gebieten bewusst auf Wegweiser verzichtet wird. Zur Website des Weltnaturerbes und dem Download der App.

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