Kleine Tiere mit großer Wirkung

Das Vorkommen von kleinen wirbellosen Tieren spielt für die Funktion von Ökosystemen eine zentrale Rolle. Das hat eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) im Schweizerischen Nationalpark ergeben.

Wie sich der Verlust auch kleinerer Tierarten auf die Vernetzung und das Funktionieren eines Ökosystems auswirkt, ist bisher nur wenig erforscht. Anita Hirsch und Martin Schütz von der WSL haben fünf Jahre lang unter realen Bedingungen untersucht, wie sich ein selektiver Ausschluss verschiedener Pflanzenfresser auf den Lebensraum Wiese auswirkt. Dazu haben die Forscher im Schweizerischen Nationalpark Zäune aufgestellt, durch die erst große, dann kleinere Tiere ausgeschlossen wurden.

 

Das Experiment ergab, dass nicht nur der Verlust großer Tiere negative Auswirkungen auf das Ökosystem hat, sondern auch das Fehlen der kleinen wirbellosen Tiere. Diese Erkenntnis ist deshalb so wichtig, da in der Schweiz sowie in Mitteleuropa die Zahl der Wirbellosen selbst in Naturschutzgebieten rückläufig ist. Anita Hirsch und Martin Schütz appellieren: „Wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen, wirbellose Tiere zu schützen, denn sie sind von immenser Bedeutung für die Vernetzung und Funktionalität unserer Ökosysteme.“


Ganze Meldung bei der WSL lesen

Originalpublikation in der Fachzeitschrift "Nature Communications" lesen

Wirbellose Tiere wie die Gewöhnliche Gebirgsschnecke sind wichtig für Ökosysteme. | Thomas Reich

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld