Biologische Vielfalt

Die biologische Vielfalt der Erde ist die Grundlage für unsere Ernährung und unsere Gesundheit. Sie umfasst die Tier- und Pflanzenarten einschließlich der Mikroorganismen, die Lebensräume und die genetischen Unterschiede innerhalb der Arten. Alle drei Bereiche sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig: Arten sind auf bestimmte Lebensräume und andere Arten angewiesen. Die genetischen Unterschiede verbessern die Anpassungsfähigkeit an veränderte Bedingungen. Die Lebensräume wiederum sind von den jeweiligen Boden-, Klima- und Wasserverhältnissen abhängig.

Faszinierend und nützlich zugleich!

  • Bienen und andere Insekten fliegen unermüdlich von Blüte zu Blüte: Ohne ihre Bestäubungsleistung müssten wir auf viele Obst- und Gemüsesorten verzichten.

  • Der verlässlichen Arbeit unzähliger Bodenorganismen ist es zu verdanken, dass unsere Böden fruchtbar sind.

  • Wälder produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff, sind wichtig für unser Klima und liefern uns den Rohstoff Holz.

  • Feuchtgebiete wie Moore und Feuchtwiesen können große Mengen Wasser aufnehmen und zeitversetzt wieder abgeben. Sie reinigen das Grundwasser, speichern Kohlenstoff und vermindern so den Treibhauseffekt.

  • Naturnahe Flussauen sind natürliche Wasserfilter und mindern die Auswirkungen von Hochwassern.

  • Zahlreiche Medikamente stammen aus der Natur und ständig werden neue Wirkstoffe entdeckt.

  • Auch technische Innovation basiert häufig auf einem Vorbild aus der Natur.

  • Biologische Vielfalt macht Ökosysteme anpassungsfähiger, wenn sich Umweltbedingungen (Klimawandel) ändern.

 

Es gibt also viele gute Gründe, die biologische Vielfalt zu pflegen und zu erhalten.

Ungedüngte Magerwiesen weisen eine hohe Artenvielfalt auf. Foto: Biologische Station Oberberg