Wussten Sie schon, dass sogar Spinnen Veggiedays einlegen?

Vegetarische Kost steht bei Spinnen häufiger auf dem Speiseplan als bisher gedacht: Die achtbeinigen Räuber lauern nicht nur auf Insekten, sondern fressen auch Pollen, trinken Nektar oder knabbern an Blättern, wenn es sich ergibt. Das haben Wissenschaftler der Universität Basel herausgefunden.

Bisher galten Spinnen als klassische Fleischfresser: Wir können oft beobachten, wie die Tiere in ihren Netzen auf Beute lauern oder selbst auf die Jagd gehen. Die Weibchen einiger Spinnenarten, wie der Schwarzen Witwe, schrecken sogar vor Kannibalismus nicht zurück: Sie verspeisen ihre Paarungspartner nach dem Sex, wenn diese nicht rechtzeitig fliehen.

Wissenschaftler von der Universität Basel konnten nun jedoch belegen, dass Spinnen keineswegs reine Fleischfresser sind. Ganz im Gegenteil: Die Tiere integrieren in ihren Speiseplan gerne auch mal rein pflanzliche Kost wie Nektar, Pflanzensaft, Honigtau, Blattgewebe, Pollen oder Samen. Eine Auswertung bisheriger Studien und Beobachtungen hat ergeben, dass Vertreter aus immerhin zehn Spinnen-Familien regelmäßig vegetarisch essen. Und das ist gleich in doppelter Hinsicht sehr gesund für die Tiere: Der Blick über den kulinarischen Tellerrand erweitert ihre Nahrungsgrundlage und verbessert damit ihre Überlebenschance, gerade in Zeiten, in denen Insekten rar sind. Außerdem nehmen die Achtbeiner über die Gemüsebeilage mehr Nährstoffe auf, was im Kampf ums Überleben wiederum von Vorteil ist. 

Vegetarische Exkurse der Spinnen sind übrigens ein globales Phänomen: Die Forscher aus Basel stellten fest, dass dieses Fressverhalten auf allen Kontinenten außer der Antarktis vorkommt.

 

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Eine junge Springspinne der Art Baheera kiplingi frisst das fettreiche Sekret einer Akazie. | © Eric J. Scully / Harvard University

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