Ehrenamtliche Waldpädagogikarbeit in UNGARN

Im Sommer 1990 besuchte der Verfasser dieser Berichtes erstmalig im Rahmen einer forstlichen Studienreise mit dem Nordrhein-Westfälischen Forstverein e.V. UNGARN. Im Verlauf dieser Reise wurde auch das soeben fertig gestellte Waldkulturhaus, heute Waldschule der NEFAG Forst Zrt am Rande der Stadt Szolnok etwa 90 km östlich von Budapest besucht.

Während einer ersten Kontaktaufnahme wurde von ungarischer Seite sehr grosses Interesse am Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der Waldpädagogik geäußert und bei den deutschen Gästen um Zusammenarbeit geworben.

Bei den Teilnehmer/innen der deutschen Delegation war man daraufhin der Meingung, dass sich Roland Migende in seiner damaligen Eigenschaft als Landespatenförster der Deutschen Waldjugend e.V. von Nordrhein-Westfalen und in der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit in der Städteregion Aachen stark engagierte Forstmann und Leiter einer kommunalen Forstverwaltung, um die Kontakte verstärkt kümmern sollte.

Aus diesen Anfängen sind bis einschließlich dem Jahre 2011 16 Studienaufenthalte von Ungarischen Waldädagoginnen und Waldpädagogen, Erzieher/innen, Lehrerinnen und Lehrern und Forstleuten überwiegend in NRW getätigt worden.

Außerdem konnten bis 2011 an verschiedenen Orten in Ungarn selbst 24 Seminare, Fortbildungen, Planspiele und sogenannte Sommergespräche durchgeführt werden.

Über 500 Teilnehmer/innen haben somit diese Veranstaltungen besucht. Des weiteren ist es im Berichtszeitraum zu 26 bilaterialen Begegnungen zwischen Schlüler- und Jugendgruppen im Rahmen von Veranstaltungen der Deutschen Waldjugend e.V. und im Jugendwaldheim Obereimer des Landesbetriebes Wald und Holz NRW gekommen.

Im Rahmen von Messeveranstaltungen, im Berliner Reichstag und in Bankfilialen konnte durch Ausstellungsbeteiligung über die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ungarn auf diesem Gebiet anschaulich berichtet werden.

Drei Baumpflanzungen, davon zwei in Berlin in der Nähe von Reichstag und Kanzleramt, mit Repräsentanten beider Länder sind sichtbarer Ausdruck der erfolgreichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der

Natur-, wald- und umweltverbundenen Jugenderziehung.

Im Jahre 2000 wurde die Anregung von Migende aufgegriffen und ein offizielles Protokoll über die Absicht zur Zusammenarbeit im Bereich der Natur-, wald- und umweltverbundenen Jugenderziehung zwischen Ungarn und dem Land Nordrhein-Westfalen unterzeichnet.

In den Jahren 2006 und 2008 konnte über das UNESCO-Büro in Budapest erreicht werden, dass zwei Ungarische Waldschulen für ihre Arbeit im Sinne der UN-DEKADE-2014 -Bildung für NACHHALTIGE ENTWICKLUNG- anerkannt wurden.

Zur Zeit läuft ein Antrag auf Anerkennung für die Arbeit im Kindergarten in der Ortschaft Tiszapüspöki.

Die Finanzierung der Vorhaben und Aktivitäten konnten bisher fast nur aus der Einwerbung von Klein- und Kleinstspenden ermöglicht werden.
Fremd- und Drittmittel standen bisher nur in geringen Ausnahmefällen zur Verfügung.
Der Unterzeichnete verzichtete bisher auf Honorare jeglicher Art.





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Besuchen Sie uns

Jugendwaldheim Arnsberg-Obereimer

Herbreme 2
59821 Arnsberg

Öffnungszeiten: wenn ungarische Teilnehmer/innen anwesend sind. Für 2012 zur Zeit noch nicht definierbar.

Herr Ralf Neuheuser

 

Weitere Infos

Arnsberg

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