Vielfalt fördern in Kommunen

Entente Florale ist ein bundesweiter Wettbewerb, der seit 2001 dafür wirbt, dass Städte und Gemeinden in eine ausgewogene Grünentwicklung investieren und ihr Stadtbild grüner werden lassen. Dabei geht es um die Bewusstseinsbildung für eine gesunde und natürliche Umwelt, um die Schaffung und Sicherung von ökologisch wertvollem Lebensraum für Flora und Fauna aber auch um eine damit einhergehende Förderung der Lebensqualität für die eigenen Bewohner sowie eine Steigerung der Attraktivität der Orte für Besucher.

Entente Florale hat im Jahr 2010 die Förderung der biologischen Vielfalt mit in die Bewertungskriterien des Wettbewerbs aufgenommen. Das Wettbewerbsjahr 2011/2012 stand unter dem Schwerpunktthema „Biologische Vielfalt fördern“. Die teilnehmenden Kommunen dieser Wettbewerbsjahre wurden in besonderem Maße aufgefordert, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, dafür wurden sie mit Infomaterial versorgt (Themenblatt „Biologische Vielfalt“, Broschüre „Natur in der Stadt“). Zwei Veranstaltungen von Entente Florale selbst fanden in 2012 zu diesem Thema statt: eine Tagung „Biologische Vielfalt fördern in Kommunen“ sowie ein Aktionstag für Kinder an Berliner Gartenschulen zum selbst Gärtnern, -direkt am UN-Tag der Biodiversität. Auch in den Wettbewerbsjahren nach 2011 bleibt „Biologische Vielfalt“ als ein Bewertungskriterium dauerhaft erhalten.
Die nun folgenden beiden Wettbewerbsjahre (2013 und 2014) knüpfen thematisch an diesen Anspruch an und werben unter dem neuen Schwerpunktthema „Reiche Blüte – reiche Ernte“ weiter für gesunde und vielfältige Lebenswelten und nachhaltiges Handeln. Urbanes und gemeinsames Gärtnern soll gefördert werden, Nahrungsmittelpflanzen ins Bewusstsein zurückgebracht und auch als Pflanzen für öffentliches Grün befördert werden. Ein hervorragendes Beispiel eines ganzheitlichen Ansatzes zeigt die Entente Florale-Teilnehmerstadt Andernach (Teilnahme in 2010 und 2012) mit ihrer Idee „Die essbare Stadt", die solche Pflanzen seither in großem Maße in das öffentliche Grün mit einbindet und einen Permagarten in das Stadtbild integriert. Dieser durch den Wettbewerb ausgelöste Ansatz hat bundesweit für Aufsehen und höchste Anerkennung gesorgt.
Eine Besonderheit des Wettbewerbs Entente Florale ist, dass er alle Akteure einer Stadt animiert, sich dieser Aufgabe zu widmen und sich gemeinsam für eine gesunde und vielfältige Lebensumwelt einzusetzen; - und auch selbst dafür aktiv zu werden!
Während der Wettbewerbsjahre 2011-2013 haben auf diese Weise 38 Kommunen großen Einsatz gezeigt bzw. zeigen ihn noch, damit Vielfalt und Nachhaltigkeit bei ihnen - in der Verwaltung aber auch bei den einzelnen Bewohnern groß geschrieben wird. Hervorragende Projekte, die Biologische Vielfalt fördern, wurden von den Kommunen der Jury Entente Florale vorgestellt. Traunstein (Teilnahme 2012) in Bayern organisierte ein große Ausstellung "Biologische Vielfalt", Muggensturm (2010) pflegte und öffnete ein Naturschutzgebiet, dass sich durch einen sehr hohen Amphibienbestand auszeichnete, Teltow (2010) wurde besonders für ihre Nistkasten-Aktion gelobt (2011). Die Liste wäre mit Projekten zum Schutz von Rote-Listen-Arten, der Beheimatung von Vögeln (Störchen, Kranichen) oder Amphibien und vielen weiterem fortzusetzen. Sehr viele Kommunen haben ihre Erfahrungen mit Wildblumenmischungen und artenreichen Staudenpflanzungen im Wettbewerb vorstellen können.
Durch den Ansatz des Wettbewerbs, gemeinsames Handeln zu fördern, rücken die Menschen über das Thema Grün und Naturschutz zusammen. Geschärft wird das Bewusstsein für die eigenen Naturschönheiten, die es zu sichern und bewahren gilt. Da auch Bildungsarbeit ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs ist, wird Großen und Kleinen Naturverständnis und nachhaltiges Handeln im Rahmen des Wettbewerbsjahres in besonderer Weise nahe gebracht. Vereine, Initiativen oder auch Einzelpersonen widmen sich in den Kommunen der Aufgabe, die Naturschönheiten anderen Menschen nahe zu bringen und für ihren Erhalt zu kämpfen. Auch in diesem Bereich zeichnet Entente Florale regelmäßig solche Akteure mit einem Sonderpreis für besonderes Engagement aus, wie im Wettbewerbsjahr den Gartenbauverein in Pfarrkirchen, der die Jury durch sein großes Engagement, den persönlichen Einsatz einzelner Personen und vielfältige Projekte überzeugt hat.
Viele der Kommunen, die im Wettbewerb waren, setzen ihre Bemühungen über das eigentliche Wettbewerbsjahr hinaus fort (z.B. aktuell Ettenheim, gemäß Pressemeldung vom 26.3.2013). Fast 30% der Teilnehmerkommunen wiederholen die Wettbewerbsteilnahme und sorgen damit für fortgesetztes nachhaltiges Handeln.
Der Wettbewerb Entente Florale wird getragen vom Zentralverband Gartenbau, Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Tourismusverband. Der Sitz der Geschäftsstelle liegt beim Zentralverband Gartenbau.
Die drei Bundesministerien BMU, BMVBS und BMELV unterstützen in den letzten Jahren den Wettbewerb jeweils mit einem Sonderpreis.


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Entente Florale

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