Piepenbrock-Azubis fördern biologische Vielfalt im Forst Rheinshagen

2. Weiterentwicklung:

Die Piepenbrock Azubi-Projekttage fanden erstmals 2012 statt und haben sich als jährliche Veranstaltung etabliert. Schon 2015 befreiten Auszubildende aus den insgesamt 70 deutschlandweiten Niederlassungen die acht Hektar große Sandheidefläche erstmals vollständig von Gehölzanflug. „Was früher Waldbrände erledigten, muss heute vom Menschen künstlich erhalten werden“, erklärte Piepenbrock Wildmeister Rüdiger Cours die Bedeutung der Aktion. Im selben Jahr wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturpark mehrere Niströhren für die Ansiedlung des Wiedehopfs in der Heidefläche aufgehängt. Das Projekt hat seit seinem Beginn den Zustand der Fläche nachhaltig verbessert, sodass heute neben bedrohten Tierarten wie der geschützten Zauneidechse und der Glattnatter auch Großschmetterlinge wie der Argus-Bläuling im Naturpark einen Lebensraum finden. Typisch für die Sandheidelandschaft sind Pflanzen wie die Besenheide, Becherflechten, Silbergras, Rentiermoos oder Wacholder. Zum fünfjährigen Jubiläum der Azubi-Projekttage 2016 pflanzten 13 Auszubildende zusätzlich 50 Bäume. Sie stehen symbolisch für die 50 bisherigen Teilnehmer. Gemeinsam mit Herrn Arnulf Piepenbrock enthüllten die Auszubildenden eine Tafel, die über die Bedeutung des seltenen Lebensraums und die Aktion berichtet. Die Azubi-Projekttage sollen auch in den nächsten Jahren regelmäßig stattfinden, um die weitere Pflege des geschützten Lebensraumes dauerhaft sicherzustellen.

Weiterentwicklung:

Die Piepenbrock Azubi-Projekttage fanden erstmals 2012 statt und haben sich als jährliche Veranstaltung etabliert. Schon 2015 befreiten Auszubildende aus den insgesamt 70 deutschlandweiten Niederlassungen die acht Hektar große Sandheidefläche erstmals vollständig von Gehölzanflug. „Was früher Waldbrände erledigten, muss heute vom Menschen künstlich erhalten werden“, erklärte Piepenbrock Wildmeister Rüdiger Cours die Bedeutung der Aktion. Im selben Jahr wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturpark mehrere Niströhren für die Ansiedlung des Wiedehopfs in der Heidefläche aufgehängt. Das Projekt hat seit seinem Beginn den Zustand der Fläche nachhaltig verbessert, sodass heute neben bedrohten Tierarten wie der geschützten Zauneidechse und der Glattnatter auch Großschmetterlinge wie der Argus-Bläuling im Naturpark einen Lebensraum finden. Typisch für die Sandheidelandschaft sind Pflanzen wie die Besenheide, Becherflechten, Silbergras, Rentiermoos oder Wacholder. Zum fünfjährigen Jubiläum der Azubi-Projekttage 2016 pflanzten 13 Auszubildende zusätzlich 50 Bäume. Sie stehen symbolisch für die 50 bisherigen Teilnehmer. Gemeinsam mit Herrn Arnulf Piepenbrock enthüllten die Auszubildenden eine Tafel, die über die Bedeutung des seltenen Lebensraums und die Aktion berichtet. Die Azubi-Projekttage sollen auch in den nächsten Jahren regelmäßig stattfinden, um die weitere Pflege des geschützten Lebensraumes dauerhaft sicherzustellen.

Ursprüngliche Bewerbung:

Die Piepenbrock Unternehmensgruppe unterhält im brandenburgischen Naturpark Stechlin-Ruppiner Land den 2200 Hektar großen Forst Rheinshagen. Im Rahmen der Aktion „Wachstum“ pflanzt das Unternehmen dort gemeinsam mit seinen Kunden für jeden Neuauftrag Bäume. Seit 2010 wurden bislang mehr als 45000 Bäume gepflanzt. Seit August 2012 besucht jedes Jahr eine Gruppe von bis zu zehn Auszubildenden des Unternehmens im Zuge der „Azubi-Projekttage“ den Piepenbrock Forst, um die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens kennenzulernen und selbst aktiv zu unterstützen.

Die Azubi-Projekttage beginnen mit Vorträgen über die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens, die Pflanzen- und Tierwelt im Forst sowie einem Einführungsvortrag über den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Ziel der praktischen Naturschutzarbeit ist es, die etwa acht Hektar große Sandheidefläche am Zechower Berg im Naturschutz- und gleichnamigen Fauna-Flora-Habitat Rheinsberger Rhin und Hellberge in ihrer biologischen Vielfalt zu bewahren.

Um den seltenen Naturraum zu erhalten, entfernen die Auszubildenden jedes Jahr den Aufwuchs von Kiefern und Birken auf einer Fläche von ungefähr drei Hektar. Mitarbeiter und Ranger des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land sowie das Team des Piepenbrock Forstbetriebs unterstützen die Aktionen. Im Jahr 2015 wird die gesamte Fläche zum ersten Mal vollständig von Gehölzanflug befreit worden sein.

Dr. Mario Schrumpf, Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, erklärt vor jedem Arbeitsgang dem Einsatzteam den Zweck der Aktion: „Die Beseitigung des Gehölzanfluges ist wichtig, damit die für eine Heide typische biologische Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt. Ursprünglich entstanden solche Heideflächen nach Waldbränden – doch gibt es diese in Mitteleuropa kaum noch. Die seltenen Naturräume müssen deshalb künstlich frei gehalten werden“, erläutert der Agrarwissenschaftler.

Die Heidefläche stellt dabei einen wichtigen Trittstein zwischen der Kyritz-Ruppiner Heide und weiteren Heideflächen in der Umgebung dar. „Wenn Flächen nur isoliert stehen, kann es Probleme aufgrund des begrenzten Genpools geben. Deshalb ist es förderlich, wenn in einem Biotopverbund mehrere solcher Trittsteine vorhanden sind“, so Schrumpf. Ein Beispiel ist der Wiedehopf, der in der nahen Kyritz-Ruppiner Heide brütet und zuletzt häufiger auf der Piepenbrock-Heide nachgewiesenermaßen beobachtet wurde. Daher werden während der Azubi-Projekttage 2015 in Zusammenarbeit mit dem Naturpark zwei bis drei Niströhren für die Ansiedlung des Wiedehopfs in der Heidefläche aufgehängt. Zudem finden bedrohte Tierarten, wie die streng geschützte Zauneidechse, die blauflüglige Ödlandschrecke oder die Glattnatter ein Refugium. Typisch für die Sandheidelandschaft sind Pflanzen wie die Besenheide, Becherflechten, Silbergras, Rentiermoos oder Wacholder.

Die Azubi-Projekttage sollen auch in den nächsten Jahren regelmäßig stattfinden, um die weitere Pflege des europaweit geschützten Lebensraumes dauerhaft sicherzustellen. Wie wichtig dies ist, machte Schrumpf noch einmal deutlich: „Würde der Kiefernanflug nicht entfernt, entstünde hier auf längere Sicht ein Wald und die auf den extrem trockenen Lebensraum Sandheide spezialisierten Tiere und Pflanzenarten würden verdrängt.“

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Mit ihrem Einsatz während der Azubi-Projekttage leisten Piepenbrocks Auszubildende mit der Entfernung des Gehölzanfluges einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der etwa acht Hektar großen Zechower Heide. Dieser Lebensraumtyp ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU europaweit geschützt. Die Heide beherbergt zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten, wie die Zauneidechse, den Wiedehopf, seltene Heuschreckenarten oder die Becherflechte und das so genannte Rentiermoos. Ohne den Einsatz der Auszubildenden könnte die Heidelandschaft nicht offen gehalten werden, sodass auch die Vielfalt der dort beheimateten Tier- und Pflanzenarten langfristig ihren Lebensraum verlieren würden. Piepenbrocks Auszubildende leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.

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Dokumente

2017-22-piepenbrock-azubi-projekttage.pdf

 

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