Wiederaufbau der Kirche Bergheim als Fledermausquartier

Weiterentwicklung:

Das stattfindene Monitoring hat inzwischen gezeigt, dass die Kirche Bergheim regelmäßig durch die große Hufeisennase angenommen wird. Eine Übertagung fand jedoch noch nicht statt. Weiterhin wird die Kirche von Zwergfledermäusen und Langohren inteniv genutzt. Als Begleitmaßnahme legt der BFB Hohenfels derzeit zwei größere Folienteiche im direkten Umfeld zu der Kirche Bergheim an, um die Wasserversorgung und das Nahrungsangebot für die Fledermäuse zu verbessern. Die Baumaßnahmen werden im Herbst 2015 abgeschlossen.

Ursprüngliche Bewerbung:

Die Kirche Bergheim auf dem Truppenübungsplatz (TÜP), Hohenfels/Oberpfalz, Bayern wurde im 11. Jahrhundert erbaut und gilt derzeit als älteste Kirche im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Die, durch eine Sprengung in den 1970er Jahren stark beschädigte, romanische Kirchruine wurde auf Initialtive des Bundesforstbetriebes Hohenfels als Wochenstubenquartier für Fledermäuse, speziell für die vom Aussterben bedrohte Große Hufeisennase (GHN) restauriert und trägt somit zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Von dieser Fledermausart ist deutschlandweit nur noch eine Wochenstube bekannt, die sich rund 8 km entfernt in Hohenburg befindet. Ein 2012 gestartetes LIFE+ -Natur-Projekt soll zudem die Jagdhabitate dieser Fledermausart verbessern (erste LIFE+ -Projekt in Deutschland auf einem aktiv genutzten TÜP). Die strukturreiche Landschaft um die Kirche Bergheim bietet für dieses Projekt eine ideale Grundlage. Die Wiederherstellung der Kirche Bergheim erfolgt im Rahmen des Artenschutzes mit Erlaubnis der US- Streitkräfte sowie maßgeblicher Unterstützung der Gemeinde Schmidmühlen und der DBU.

Für die fledermausfreundliche Gestaltung des Gebäudes sind folgende Aspekte für die große Hufeisennase besonders wichtig: der Dachboden sowie das Langschiff werden nicht weiter gekammert. Zur Temperaturdifferenzierung der Hangplätze werden zwei einfache Wärmeglocken aus Holzfaserplatten angebracht. Die Fenster werden verbrettert und mit speziellen Einflugöffnungen versehen, die von Fressfeinden nicht passiert werden können. Ein anschließendes Monitoring über Batcorder wird zeigen, wie die Kirche Bergheim, die vor ihrer Zerstörung bereits Fledermäuse im Dachstuhl beherbergte, nach ihrer Wiederherstellung erneut als Fledermausquartier dienen wird.

Am 14.11.2012 wurde die Fertigstellung des Fledermaushauses nach langjähriger Planung endlich gefeiert. Neben Herrn Kunze (Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und dem Kommandeur der US- Garnison Hohenfels nahmen Herr Dr. Wachendörfer (DBU), Herr Braun (Bürgermeister Schmidmühlen), Herr Weber (Leiter Bauamt Regensburg) und Pfarrer Sulzer (Schmidmühlen) als Ehrengäste teil.

Im 2. Jahr nach Wiederaufbau konnte das laufende Monitoring schon rege Hufeisennasenaktivitäten rund um Berghein sowie innerhalb des Kirchschiffs feststellen. Zudem wird die Kirche von Zwergfledermäusen und Langohren regelmäßig frequentiert.
Als Begleitmaßnahmen werden derzeit vom BFB Hohenfells zwei größere Folieteiche im unmittelbarem Umfeld zu Bergheim angelegt, um die Wasserversorgung sowie das Nahrungsangebot der Flederäuse in diesem Gebiet zu verbessern.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

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