Sonderwettbewerb Soziale Natur

Garten der Begegnung - Begegnen. Lernen. Wachsen.

Der Garten der Begegnung bietet unterschiedliche Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches sowie Nischen zum Lernen und für persönliches Wachstum:

Er dient als grüne Oase für biologische Vielfalt in einer von Wohngebäuden geprägten Großsiedlung, als Treffpunkt für die umliegende Nachbarschaft, Ort der Erholung sowie als Lernort sowohl für Mitmachende als auch für die umliegenden Bildungseinrichtungen zu den Themen biologische Vielfalt, nachhaltige Ressourcennutzung und nachhaltiges Bauen (Lehmbau).

Eine vielfältige Pflanzenwelt, ein grünes Klassenzimmer und ein neu angelegter Teich regen an, zu lernen, zu forschen und die Themen biologische Vielfalt, Umwelt und nachhaltige Ressourcennutzung in all seinen Facetten zu beleuchten. Hierbei fließt nicht nur das Know-how von soulgardenberlin sondern auch das Wissen der aktiven Gärtnerinnen und Gärtner ein.

Um den Garten bis Ende 2021 von einer geförderten in eine sich selbst tragende Struktur zu überführen, braucht es kreative Ideen, ein hohes Maß an Engagement unterschiedlicher Nutzergruppen und die Einbindung und Stärkung Ehrenamtlicher aus der Nachbarschaft des Stadtteils. Der Garten lädt daher Interessierte ein, sich mit seinen Fähigkeiten und Kenntnissen auf unterschiedliche Weise einzubringen und in seiner Rolle zu wachsen. So werden der Erhalt und die Förderung biologischer Vielfalt im Garten der Begegnung Schritt für Schritt zur Gemeinschaftsaufgabe im Garten.

Begegnen. Lernen. Wachsen. Ein Projektvorschlag für einen Garten mit Zukunft.

Der Garten der Begegnung bietet zahlreiche Elemente, um die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern. Neben den Nutzerbeeten gibt es Kräuterspiralen, ausgedehnte Bienenweiden, die mit selbst geerntetem Saatgut herangezogen werden, einen neu angelegten Teich mit Schilf und anderen Wasserpflanzen. Auf dem Grundstück finden sich zahlreiche Obstgehölze, darunter auch einige Raritäten, z. B. die Apfelsorte „Roter Herbstkalvill“. Der Garten der Begegnung bietet auch Platz für tierische Bewohner. Eine reiche Vogelwelt und Insekten (Wildbienen, Hummeln usw.) runden das Gartenbuffet ab.

Um die biologische Vielfalt auf den Beeten und Gemeinschaftsflächen langfristig zu erhalten, ist das Engagement unterschiedlicher Nutzergruppen gefragt. Viele Nachbarn haben ein Beet gemietet, ebenso wie Bewohner*innen der nahe gelegenen Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete oder aus betreuten Wohngruppen. Eine Kindergruppe, die von einem Ehrenamtlichen betreut wird, gärtnert wöchentlich im Garten. Beetnutzer*innen übernehmen zunehmend Verantwortung für die an biologischer Vielfalt reichhaltigen Gemeinschaftsflächen.

Das grüne Klassenzimmer wird vom gegenüberliegenden Gymnasium und anderen Schulen des Stadtteils genutzt. Hier können praktische und aktivierende Lehreinheiten und Workshops zu unterschiedlichen Themen rund um die Themenkomplexe biologische Vielfalt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stattfinden. Verschiedene Schulen planen weiterhin, nachhaltige Projekttage oder -wochen im Garten durchzuführen. soulgardenberlin ist aktives Mitglied des Umweltbildungsnetzwerkes Marzahn-Hellersdorf und lässt neue Anregungen und Erkenntnisse direkt in die Gartenarbeit einfließen (z. B. zum Thema Gärtnern im Klimawandel). In einem Lehrvideo „Gärtnerische Tipps zum Wasser sparen “, das soulgardenberlin in Kooperation mit der Grünen Liga Berlin im Garten der Begegnung produziert hat, wird u. a. die biologische Vielfalt trockenresistenter Pflanzen im Garten vorgestellt.

Der wöchentliche gemeinsame Gartentag vereint Begegnung, Austausch und voneinander Lernen. Jeweils ein Thema steht im Mittelpunkt, z. B. der Anbau von Kräutern, die Anlage von Wildblumenwiesen, sparsames Gießen oder Obstbaumschnitt. Die Themen dieser Veranstaltungen werden von den Aktiven mitbestimmt. Wer über besondere Kenntnisse (z. B. Heilkräuter, Insekten) verfügt, gestaltet diese Tage und bringt sein Wissen ein. Zukünftig sollen die Aktivitäten des Gartens von einem Gartenrat (aus den Reihen der Nutzerinnen und Nutzer) koordiniert und begleitet werden.

Der Garten bietet eine vielfältige Kulisse für verschiedene Sport- und Bewegungsangebote und kooperiert mit einem Sportverein. So können Besucher*innen und Aktive des Gartens die Teichbepflanzung genießen und von dort zur benachbarten Tischtennisplatte wechseln.

Im Mai 2020 fand die erste „kontaktlose Pflanzentauschbörse“ am Gartenzaun statt. Sowohl Privatpersonen als auch andere Gärten, Projekte und Initiativen haben während des Aktionszeitraums Pflanzen am Gartenzaun des „Gartens der Begegnung“ abgestellt und mit einem kleinen Gruß, dem Namen der Pflanze oder kurzen Pflegehinweisen beschriftet. Im Gegenzug haben sie Jungpflanzen oder Saatgut mitgenommen. Auf diese Weise haben sich die Besucher*innen auch in der Corona-Zeit intensiv mit der Vielfalt von Kräutern, Stauden und Kulturpflanzen auseinander gesetzt. Informationen du Pflegetipps wurden am und über den Gartenzaun ausgetauscht. Die Aktion wurde von soulgardenberlin gUG in Kooperation mit dem Quartiersmanagement und BENN Mehrower Allee sowie der GRÜNEN LIGA Berlin durchgeführt und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Vor dem Hintergrund des Abschlusses des Quartiersverfahrens Mehrower Allee in Berlin soll der Garten der Begegnung von einer geförderten in eine sich selbst tragende Struktur umgewandelt werden. Seit der Gründung hat sich der Garten zu einem festen Bestandteil des Quartiers Mehrower Allee entwickelt.

Da die verbleibende Projektlaufzeit bis Ende 2019 nicht ausreicht, um den Garten auf die Verstetigung vorzubereiten und ein nachhaltiges Konzept zum dauerhaften Erhalt des Gartens zu entwickeln, wurde ein Projekt ausgeschrieben, das die Nachhaltigkeit, Kooperationen und ehrenamtliche Mitwirkung in den Mittelpunkt stellt. soulgardenberlin hat diese Ausschreibung gewonnen und unterstützt diesen Prozess mit der Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzeptes.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Der Garten weist einige Merkmale auf, die die biologische Vielfalt im Garten fördern:

Ein Teil des Gartens wird von ca. 45 Beetnutzer*innen nach Kriterien des biologischen Gartenbaus eigenverantwortlich bewirtschaftet. Pestizide, chemische Dünger und Torf kommen nicht zum Einsatz. Einzelne Nutzer*innen haben sich dazu entschieden, reine Wildkräuterbeete anzulegen.

Durch Gestaltungselemente wie Teich und Reisighaufen finden Insekten, Vögel und Igel reichlich Futter und Unterschlupf im Garten. Wildstauden sowie einheimische Sträucher und Bäume liefern ebenfalls ein riechhaltiges Nahrungsangebot für Insekten und Vögel.

Weiterhin nimmt der Garten der Begegnung an einer Studie der TU Berlin und des Museums für Naturkunde teil. Die Studie untersucht nach dem bürgerwissenschaftlichen Ansatz, wie städtische Gärten zum Schutz von Wildbienen in Berlin beitragen.


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Besuchen Sie uns

Garten der Begegnung

Ludwig-Renn-Straße 33B
12679 Berlin

Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag 10-18 Uhr

Frau Keya Choudhury
Tel.:0163-6609985
post@gartenderbegegnung.de
https://gartenderbegegnung.de

 

Weitere Infos

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Berlin

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