Bienen für den Frieden

Bienen fliegen überall hin, auch über von Menschen gesetzte Grenzen, um sich zu ernähren und die blühenden Pflanzen zu bestäuben. Ohne dieses Verhalten der Bienen hätten wir kein Obst oder Gemüse und auch keine Blumen – zu wenig zu essen und ein Mangel an Schönheit. Darum ist die Arbeit dieser Tiere nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unzählige andere Lebewesen essentiell. Schon deshalb müssen wir sie schützen. Dadurch dass die Bienen sich an unseren Grenzen nicht stören, können sie auch als Friedensbotschafterinnen betrachtet werden: Unsere Religionen und humanistische Traditionen fordern uns zu Nächstenliebe, Mäßigung und der Bewahrung der Natur auf. Dennoch scheitern wir als Menschen daran, eine Welt ohne Diskriminierung, Krieg und die Ausbeutung der Erde zu schaffen. Wir halten uns an unseren Grenzen fest, obwohl wir zuallererst Menschen sind, die von dieser kostbaren Erde und ihrer Vielfalt an Lebewesen abhängig sind. Das Beispiel der Biene könnte uns aber auch ermutigen, es ihnen gleich zu tun, in dem wir (religiöse) Grenzen überwinden in der gemeinsamen Sorge um das Wohl aller. Mögen die Bienen uns ständig an Frieden und die Achtung vor dem Leben erinnern.

Dieses Projekt begann im Frühling 2018, als Vertreterinnen und Vertreter der Bahai Religion, des Buddhismus, des Christentums und des Natur- und Bienenschutzes am 21. April im Kölner Jugendwerkzentrum getroffen haben, um Hochbeete und Insektenhotels zu bauen. Dieser Aktionstag gehörte zu der 2018 interreligiösen Naturschutzwoche in Köln und Umgebung. Ziel der Woche ist eine Vernetzung zwischen religiösen Gemeinden und Engagierten im Naturschutz, um mehr Naturschutz über religiöse Gemeinden zu betreiben und durch interreligiöser Zusammenarbeit den sozialen Zusammenhalt zu fördern. „Bienen für den Frieden“ hat ähnliche Ziele, aber der Schwerpunkt liegt auf Bestäuberschutz. In der 2018 Woche gab es mehrere Veranstaltungen in Bezug auf Bienenschutz (s. angehängtes Dokument). In der 2019 Woche wurde die DITIB Zentralmoschee von Bienen für den Frieden inspiriert, um bienenfreundliche Blumen bei der Begrünung des Vorplatzes einzupflanzen. Die Imame in allen 900 DITIB Moscheegemeinden haben während des Freitagsgebets am 13. September über die muslimische Pflicht die Natur zu schützen gepredigt und haben wohl 200.000 Menschen erreicht. Insgesamt haben wir schon zwölf Veranstaltungen gehabt. Im Spätsommer 2020 werden die Mitglieder des Runden Tisches der Religionen in Marburg während des jährlichen Friedenswegs jede Mitgliedgemeinde besuchen, um miteinander Pflanzen für Bienen für den nächsten Frühling zu säen.
Dieses Projekt gehört zu dem Verein Tomorrow e.V. for Sustainability. Der Verein hat seinen Sitz in Köln und die Vorstandsmitglieder kommen aus drei verschiedenen Ländern: Deutschland, die USA und Afghanistan. Wir haben uns entschieden, uns auf dieses Projekt zu konzentrieren und möchten das Projekt in unseren Ländern umzusetzen und ein großes Netzwerk aufzubauen. Wir sind gerade dabei. eine selbstständige Webseite für dieses Projekt zu erstellen (sie soll bis Mitte April fertig sein). Da Friends of the Earth (BUND) überall ist und war schon unserer Kooperationspartner für die Interreligiöse Naturschutzwoche, wollen wir diese Organisation für eine Zusammenarbeit ins Boot holen und spätestens Ende April in Kontakt mit großen und kleinen Religionsgemeinschaften treten, um mit dem Projekt fortzusetzen. Unsere Vorschläge für Projekte nehmen Rücksicht auf die aktuelle Coronavirus Pandemie. Unserer Projektideen fördern eine Sensibilisierung in Bezug auf das Thema und die Erhaltung der Bienen, während die Teilnehmenden immer auf einen Abstand von mindestens 2 m voneinander achten.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

„Bienen für den Frieden“ ist ein Netzwerk von Futterstellen für Bienen bei religiösen Gemeinden. Diese Futterstellen bieten Blumen für Bienen und andere Insekten an. Im engeren Sinne hat dieses Projekt Bezug zur biologischen Vielfalt, in dem es versucht, Bienen und andere Bestäuber zu schützen, aber im weiteren Sinne will dieses Projekt alle Lebewesen durch Bienenschütz auch schützen, die von Bienen und derer Bestäubung abhängig sind.

Video:


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Besuchen Sie uns

Tommorow e.V.

Arnimstraße 109
50825 Köln

Öffnungszeiten: -

Frau Carrie Dohe

http://www.beesforpeace.org/

 

Weitere Infos

Tomorrow e.V.
Köln

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