Sonderwettbewerb Soziale Natur

Waldtreff Handschuhsheim

Der Waldtreff Handschuhsheim bietet naturpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren an. Er gehört zur offenen Kinder- und Jugendarbeit in Heidelberg. Die Schwerpunkte des Treffs liegen auf den Bereichen Umweltbildung und Erlebnispädagogik. Es gibt Naturferienprogramme, Walderlebnistage, Gartenprojekte und offene Spielaktionen für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren. An Wochenenden finden Bau- und Werkelangebote für die ganze Familie statt. Die Ferienangebote sind thematisch bunt gemischt und für verschiedene Altersgruppen ausgelegt. So haben Kinder die Möglichkeit z.B. fünf Tage in das Leben von Robin Hood einzutauchen. Für ältere Teilnehmer ab 10 Jahren gibt es eine Übernachtungsfreizeit. Die außerschulischen Lernorte sind der an den Stadtteil angrenzende Wald, zwei Gartengrundstücke im Handschuhsheimer Feld sowie ein großer Park im Stadtteil, wo Stadtnatur erlebt werden kann.

Den Kindern soll ein ganzheitliches Erleben und Lernen im Lebensraum Wald bzw. Garten ermöglicht werden. Vorrangiges Ziel ist einerseits das Kennenlernen und ein zunehmendes Vertraut werden der Teilnehmer mit den lokalen Tier- und Pflanzenarten. Über die direkte Naturbegegnung wird ein lebendiges Lernen und Verstehen und ein spielerisches Begreifen des Waldes mit all seinen Funktionen und seiner biologischen Vielfalt erreicht. Die Kinder und Jugendlichen werden damit für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und der Ehrfurcht vor allem Lebendigen sensibilisiert.
Andererseits nutzt der Waldtreff die Natur als Erlebnis- und Erfahrungsraum für soziales Lernen. Die Teilnehmer können in dynamischen Gruppenprozessen soziale Fähigkeiten entwickeln und gleichzeitig in der Natur Erholung und Ausgleich zum Alltag finden. Dabei wird das Bewusstsein für einen konstruktiven eigenen Beitrag sowohl zum Gruppengeschehen als auch zur Entwicklung des eigenen Lebensraumes gestärkt.

Bei unseren Waldangeboten haben die Kinder genügend Zeit eigene Ideen selbständig umzusetzen. Dabei geht es sowohl um das Erlernen von Fachkompetenzen, als auch um das Fördern von Sozial- und Gestaltungskompetenzen. Beispielsweise können die Kinder mit Kescher, Lupe und Eimern ausgestattet verschiedene Boden- und Wassertiere einfangen, beobachten, bestimmen und sie anschließend wieder frei lassen. Im Winter werden die verschiedenen Überwinterungsstrategien der heimischen Waldtiere besprochen und mit unterschiedlichen Spielen veranschaulicht. Dachs- und Fuchsbauten werden beobachtet und auf frische Spuren untersucht. In den Gartenfreizeiten erfahren die Kinder etwas über den regionalen Gemüseanbau und lernen die unterschiedlichen Pflanzen und ihre Strategien kennen. Gemeinsam wird das Mittagessen aus den geernteten Leckereien zubereitet. Im Herbst steht Einkochen auf dem Programm, um das Geerntete für den Winter haltbar zu machen.
Durch diverse Kooperations- und Bewegungsspiele wird das soziale Miteinander in der Gruppe gestärkt und die Kinder lernen Verantwortung für sich und die anderen Teilnehmer zu übernehmen. Ein Blindparcours durch den Wald fordert alle Sinne und stärkt das Vertrauen untereinander.
Eine Methode, um die Gestaltungskompetenzen der Kinder zu fördern, stellt Landart dar. Die Teilnehmer arbeiten mit Lehm, Erde und anderen Materialien, erlangen einen Blick für die kleinen Dinge und erschaffen Kunstwerke aus und mit der Natur.

Zusammengefasst kann man sagen, dass durch unsere Angebote in der Natur alle Sinne gefördert, die Phantasie angeregt, eigene praktische Erfahrungen und ein selbstbestimmtes Lernen ermöglicht, vielfältige Bewegungsmöglichkeiten geboten und ein soziales Miteinander gefördert wird.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Kinder und Jugendliche erfahren im Waldtreff auf spielerische Weise wie wertvoll und komplex unser Ökosystem ist. Sie begreifen den Wald und die Natur mit allen Sinnen und sind so sensibilisiert für einen respektvollen Umgang mit allem Lebendigen. Der Wald, aber auch der Gemeinschaftsgarten wildwuchs e.V. sind Orte an denen die Teilnehmer die biologische Vielfalt und die Zusammenhänge in der Natur hautnah erleben können. Sie verstehen die Kreisläufe, wissen um den lebenswichtigen Nutzen von Bäumen und Pflanzen für den Menschen und beschäftigen sich mit dem Schutz unserer Natur. Die Kinder beobachten Insekten, Wassertiere und untersuchen den Pilzteppich unter der Laubschicht. So erkennen sie die Wichtigkeit und Funktion jedes noch so kleinen Lebewesens und sind bemüht die Artenvielfalt in unserem Ökosystem zu schützen.


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