Sonderwettbewerb Soziale Natur

Vestgarten Recklinghausen


Wir sind eine Initiative, die seit 2016 den "Vestgarten" betreibt, einen
Gemeinschaftsgarten in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Grundschule und einem Kindergarten. Wir haben uns der ökologischen Arbeitsweise verpflichtet hat und bauen einheimische und alte Nutzsorten an und verwenden samenfestes Saatgut. Wir haben Hochbeete, Hügelbeete,ein Schlüssellochbeet, eine Kompostanlage, eine Benjeshecke, eine Kräuterspirale und einen Beerengarten in Eigenleistung angelegt.
Unser Garten ist umrahmt und durchzogen von Blühstreifen, die Insekten als Nahrungsquelle dienen.
Wir planen, arbeiten und ernten gemeinschaftlich, alle Beete werden von allen gepflegt und die Ernte wird unter den jeweils anwesenden Gärtner*innen geteilt. Überschüsse werden dem Foodsharing gespendet.
Unser Garten ohne Zaun ist offen für alle Besucher*innen, deren Fragen wir gerne beantworten. In einem Schaukasten werden unsere Termine und Projekt dargestellt. Die Pflanzen sind mit Schildern beschriftet, so dass jede/r auch Kenntnisse über die angebauten Arten erwerben kann.
Wir präsentieren den Garten bei den Recklinghäuser Komposttagen und nehmen am Tag der offenen Gartenpforte teil. Regelmäßig findet auch ein Sommerfest statt, zu dem die Öffentlichkeit eingeladen wird.

Vestgarten Recklinghausen
Der Vestgarten Recklinghausen ist ein Projekt im Rahmen der Lokalen Agenda Recklinghausen. Auf deren Website werden wir vorgestellt und dort sind auch aktuelle Informationen über den Vestgarten nachzulesen. (www.lokale-agenda21-re.de)
Der Name Vestgarten leitet sich aus dem Namen "Das Vest"ab, mit der das mittelalterliche Gogericht Recklinghausens bezeichnet wurde. Da der Name wie das Fest ausgesprochen wird, ist er gleichzeitig auch Programm:wir feiern im Garten ein Fest der biologischen Vielfalt und der ökologischen Anbauweise.
Die Initiatialzündung lieferte ein VHS-Kurs im WS 2015/2016, bei dem auch Gartenprojekte der Umgebung besucht wurden.Von den mehr als 20 Teilnehmer*innen sind noch acht aktiv, es sind neue Gärtner*innen hinzugekommen, so dass zur Zeit eine Gruppe von 12 Personen im Garten mitarbeitet.
Wir sind ein offener lockerer Verband ohne Hierarchie, jede/r kann sich seinen/ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend einbringen, neue Mitgärtner*innen sind willkommen.
Unsere wichtigsten Prinzipien sind in einer Art Satzung zusammengefasst.

Auf dem von der katholischen Kirche entgeltlos zur Verfügung gestellten Rasen-Grundstück von 1000qm entstanden in den ersten drei Jahren eine Vielzahl von Beetformen: Hügel-, Hoch-, Schlüsselloch- und Flachbeete- dazu eine Kompostecke, ein Beerengarten, eine Kräuterspirale, eine Benjeshecke und mehrere Blühstreifen. Es gibt eine Sitzgruppe, ein Gerätehaus und eine Gerätekiste.

Die Gartenarbeit wird in der Regel an zwei Wochentagen, dienstags und freitags, erledigt. Gelegentlich wird auch ein Samstag als Arbeitstag eingeplant. Dann arbeiten die Menschen, die Zeit haben, gemeinsam an den anstehenden Aufgaben, die jeweils abgesprochen werden. Dazu kommen noch ein monatliches Plenum und eine Pflanzgruppe, die im Winter die Neubepflanzung der Beete plant. Dabei werden Fruchtfolgen und Verträglichkeiten berücksichtigt. Wir legen großen Wert auf samenfestes Saatgut von biologischen Erzeugern (Bingenheim, Dreschflegel, lokale Saatgutbörsen) und gewinnen einen Teil des Saatguts aus den reifen Früchten selbst, so dass die Kosten niedrig gehalten werden. Wir pflanzen alte und/oder selten gewordene Sorten und achten dabei auf größtmögliche Vielfalt der Gemüse- und Obstsorten. Im letzten Jahr haben wir folgende Gemüse- und Obstsorten angebaut und geerntet:
Auberginen, Baumspinat (Melde), Bete (rote, gelbe, gestreifte), Buschbohnen, Brokkoli, Erdbeeren, Fenchel, Grünkohl, Hirschhornwegerich, Knoblauch, Kartoffeln (verschiedene Sorten), Kohlrabi, Kürbis, Mairüben, Mais, Mangold, Möhren, Palmkohl, Paprika, Pepperoni, Porree, Radieschen, Salate (Feld-, Eichblatt-, Rucola, Teufelsohren) Spinat, Spitzkohl, Stangenbohnen, Steckzwiebeln, rote, grüne, gelbe, schwarze Tomaten (Kirsch-, Flaschen-),Zitronengurken, Zucchini, Zuckererbsen.
Dazu kam das Obst aus dem Beerengarten: rote und schwarze Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren.
Die Ernte wird jeweils unter den anwesenden Gärtner*innen verteilt. Überschüsse wurden in 2017 auch dem lokalen Foodsharing-Projekt zur Verfügung gestellt.

Wie verbessern den Boden durch Mulchen, Gründüngung und Kompost, den wir z.T. selbst herstellen. Wir verzichten vollständig auf Pestizide und anorganischen Dünger.

Dank einiger Spenden zu Beginn (Die Anstiftung; Bündnis 90/Die Grünen, lokale Agenda) konnte das Projekt im Frühjahr 2016 begonnen werden.
Wir nehmen an Wettbewerben teil und konnten im Jahr 2018 den Preis der lokalen Agenda gewinnen. 2020 haben wir von dem vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Geleichstellung gebilligten Heimatscheck einen Schaukasten zur Information der Besucher*innen, , eine solide Sitzgruppe, Pflanzschilder und einen Fahrradständer anschaffen können. Damit ist der Garten auch ein Lehrgarten, in dem Interessent*innen Kenntnisse über die angebauten Arten und verwendeten Methoden bekommen können. Kinder der benachbarten Grundschule und Kindertagesstätte können uns gerne besuchen.

Der Garten liegt am Rande eines Wohngebietes und wird gerne von Anwohnern besucht, die uns jederzeit willkommen sind und denen wir gerne ihre Fragen beantworten. Auch zu unserem Sommerfest werden die Recklinghäuser Bürger *innen über die Presse eingeladen. Die Besucherzahlen im Jahresverlauf gehen deutlich über 200 hinaus.Eine Kräuterführung wurde auch schon durchgeführt, an der auch 10 Externe teilnahmen.
Wir präsentieren uns regelmäßig mit einem Stand bei den Recklinghäuser Komposttagen und haben unserern Garten auch anderen lokalen Initiativen vorgestellt. Leider musste wegen der Corona-Krise der Termin am 20.03.2020 im Rahmen einer NUA(Natur- und Umwelt-Akademie)-Fortbildung in unserem Garten ausfallen.

Dringend benötigt wird eine Wasserpumpe, mit der das Regenwasser von einer benachbarten Turnhalle auf das Grundstück gepumpt werden kann.
In diesem Jahr wollen wir durch verstärktes Hacken der Trockenheit, wenn sie denn eintritt, trotzen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Wir fördern die biologische Vielfalt durch Anbau vieler und auch alter Gemüsesorten, durch Verwendung von samenfesten Saatgut aus biologischer Herstellung , durch Blühstreifen mit einheimischen Blütenpflanzen, durch ein Insektenhotel, durch fehlenden Einsatz von Pestiziden, durch schonende Bearbeitung der Böden, durch Verwendung biologischer Düngemethoden.


Bild 1
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Bild 4

Dokumente

Beetplan

 

Besuchen Sie uns

"Vestgarten" am Gemeindezentrum ARCHE

Nordseestr. 104
45665 Recklinghausen

Öffnungszeiten: Immer geöffnet, keine Pforte , kein Zaun.

Frau . .
Tel.:02361-891116
vestgarten@posteo.de
http://www.lokale-agenda21-re.de

 

Weitere Infos

Vestgarten Recklinghausen
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