AuNa

Außenstelle Natur verfolgt das Ziel Insekten zu schützen und die Biodiversität langfristig in der Region Hannover zu erhöhen sowie das Bewusstsein für die biologische Vielfalt in der Bevölkerung zu steigern. Da Insekten für den Erhalt der Biodiversität unersetzlich sind, liegt ein Hauptaugenmerkt innerhalb des Projektes auf dem Insektenschutz.

Die Strategie von Außenstelle Natur soll am Projektende aus der Modellregion Hannover auf andere Kommunen bundesweit übertragen werden können. Das Thema naturnahe und insektenfreundliche Firmengelände soll in die Kommunalverwaltung implementiert und so langfristig verstetigt werden. Dazu wird eng mit den jeweiligen Stellen in Stadt und Region zusammengearbeitet.

Des Weiteren gibt es drei Unterziele in Außenstelle Natur:

Erstens werden Firmengelände von vornehmlich kleinen und mittleren Unternehmen naturnah und insbesondere insektenfreundlich (um)gestaltet, wobei der Unternehmensablauf durch die umgestalteten Gelände nicht beeinträchtigt wird. Innerhalb der Projektlaufzeit von 5 Jahren sollen insgesamt 42 Firmengelände in der Region Hannover umgestaltet werden. Im Finanzierungsplan sind hierbei ein Saatgutzuschuss sowie eine Erstberatung durch einen Naturgärtner für die Unternehmen enthalten. Ebenfalls sind eine Beratung zur insektenfreundlichen Beleuchtung sowie ein Leuchtmittelzuschuss pro Unternehmen berücksichtigt.

Zweitens wird das Bewusstsein der Mitarbeiter*innen zum Thema Insektenschutz und Biodiversität während der (Um)gestaltung der Firmengelände durch Informations-veranstaltungen, Workshops und gegebenenfalls firmeninterne Aktionen erhöht. Zu Beginn der Umgestaltung in dem Unternehmen werden entsprechende Informationen im Eingangsbereich der Firma verbreitet und auch Ideen der Mitarbeiter aufgenommen. Des Weiteren wird ein kleiner Workshop während der Arbeitszeit stattfinden, um zu vermitteln warum das Gelände umgestaltet wird und welche Vorteile es für die Mitarbeiter*innen und die biologische Vielfalt birgt. Ebenfalls werden Tipps für den Insektenschutz im eigenen Garten oder auf dem Balkon gemeinsam erarbeitet. Je nach Interesse der Mitarbeiter*innen und des Unternehmens kann es weitere firmeninterne Aktionen geben, welche auch die Identitätsbindung mit dem Unternehmen stärken.

Drittens wird ein bundesweites Netzwerk gebildet, um Erfahrungen zwischen Akteuren aus dem Bereich der naturnahen Firmengelände auszutauschen und um ein gemeinsames Vorgehen im Bereich der naturnahen und insektenfreundlichen Gestaltung zu forcieren. Hierbei werden bundesweit Schulungen für Kommunen, potentielle Beratungsstellen und Gartenbaubetriebe angeboten.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Durch die indirekte und direkte wirtschaftliche Nutzung der Natur wird stark in diese eingegriffen. Durch Versiegelung und die oftmals vorhandene „sterile Ordnung“ (eintönige Rasenflächen sowie das Entfernen von Laub und Totholz) kommt es zu Artenrückgängen und einer Abnahme der Biodiversität. Insekten sind die Basis der biologischen Vielfalt. Viele Pflanzen vermehren sich durch Insektenbestäubung und auch viele Tierarten sind auf Insekten als Nahrungsgrundlage angewiesen. Somit führt eine Abnahme der Insekten zwangsläufig zu einem erheblichen Verlust der biologischen Vielfalt.

Die Bestandssituation für Arten in Siedlungen ist noch weit von dem gesetzten Zielwert entfernt, gleiches gilt für das Bewusstsein der Bevölkerung für die biologische Vielfalt (BMU, Indikatorbericht 2014). Die beiden Indikatoren Bewusstsein der Bevölkerung und Bestandssituation der Arten in Siedlungen stehen in einem Zusammenhang. Durch den Verlust der Natur in Siedlungsräumen findet eine Entfremdung und somit ein sinkendes Bewusstsein für selbige statt. Somit kann das Bewusstsein der Bevölkerung für die Natur nur erhöht werden, wenn diese auch wieder mehr mit der Natur in ihrer direkten Umwelt in Berührung kommt.

Das Projekt greift durch das Anlegen naturnaher Firmengelände und die Wissensvermittlung an die Firmenbelegschaft mehrere Ziele der Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt des Bundes auf.


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Dokumente

AußenstelleNatur_Flyer.pdf

 

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