BLÜHENDES SÜDHESSEN - Eine Aktion für mehr biologische Vielfalt

Anlässlich eines Treffens mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Region Südhessen wurde im Dezember 2019 das Förderprojekt „Blühendes Südhessen“ vorgestellt. Mit diesem Projekt möchte die gemeinnützige ENTEGA NATURpur Institut gGmbH gemeinsam mit den Kommunen in Südhessen die biologische Vielfalt erhalten und fördern. Die Ziele des Projektes sind: Natur zurück in den urbanen Raum holen. Artenreiche Lebensräume schaffen und langfristig sichern. Die Bevölkerung für das Thema Artenschutz sensibilisieren und zum Nachahmen anregen. Das Projekt ist auf mindestens zwei Jahre angelegt (2020 – 2021). Kommunen, die sich derzeit noch in der Entscheidungsfindung befinden, könne bei Interesse die Maßnahmen auch im Jahr 2022 umsetzen.

Teilnehmende Kommunen legen mit fachlicher Unterstützung von Dr. Eva Distler, Biologin und Naturgartenplanerin, auf ausgewählten Flächen Wildblumenwiesen, -säume und -beete sowie Heckenstreifen an. Eine gute Anleitung der kommunalen Mitarbeiter und eine nachsorgende Projektbetreuung sichern den langfristigen Erfolg der Maßnahmen. Die ENTEGA NATURpur Institut gGmbH finanziert die Planungs- und Beratungsleistung und gewährt einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für Pflanzen und Saatgut. Außerdem erhalten die Kommunen eine Insektennisthilfe sowie Infotafeln, um die Bevölkerung auf die Aktion aufmerksam zu mache. Im Gegenzug stellen die Kommunen die Flächen langfristig zur Verfügung, bereiten die Flächen vor und pflegen die Pflanzungen. Die Aktion wird durch eine kontinuierliche Pressearbeit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Großes Interesse der Kommunen
Bislang haben sich 21 Kommunen für das Projekt angemeldet. In 13 Kommunen wurden die Flächen bereits angelegt. 8 Kommunen befinden sich in der Planung bzw. in der Vorbereitung. Bis dato wurden über 15.000 qm Flächen angelegt - weitere rund 5.000 qm werden noch Ende 2020 bzw. im Jahr 2021 angelegt. In Summe werden somit durch das Projekt Blühendes Südhessen mindestens 20.000 qm naturnahe Wildblumenwiesen, -säume und -beete in den Kommunen angelegt. (Stand November 2020). Wir rechnen allerdings damit, dass weitere Kommunen hinzukommen, die sich derzeit noch in der Entscheidungsfindung befinden.

Anleitung und Schulung der kommunalen Mitarbeiter
Eine gute Bodenvorbereitung und die fachgerechte Pflege der Flächen sind von großer Bedeutung für den langfristigen Erfolg des Projektes. Deshalb werden die Maßnahmen in den Kommunen immer mit den Menschen umgesetzt, die später auch die Pflege übernehmen. Während des Projektes erhalten die kommunalen Mitarbeiter eine praktische Schulung und bekommen zum Abschluss alle wichtigen Informationen auf Papier. Nach einem Jahr findet zur Erfolgskontrolle und zur weiteren Anleitung eine erneute Begehung der Flächen mit Frau Dr. Distler statt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Einsatz heimischer Wildpflanzen
Um die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren besonders zu fördern, werden im Projekt nur gebietsheimische Wildblumen und Sträucher gesät bzw. gepflanzt. Schmetterlinge, Wildbienen und Vögel haben sich Jahrtausende lang daran angepasst. So brauchen viele Wildbienen eine ganz bestimmte heimische Wildpflanzenarten, um Pollen für ihren Nachwuchs zu sammeln. Gibt es diese Pflanze nicht, gibt es diese Biene nicht. Ähnliches gilt für Schmetterlinge und Vögel. In Gartencentern findet man aber oft nur Exoten oder hochgezüchtete Sorten, die für Insekten und Vögel keine Nahrung bieten.


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