Buntes Umfeld für neues Gesundheitszentrum

Der Neubau unseres Gesundheitszentrums bot erstmals die Chance eine naturnahe Begrünung im Umfeld eines Gebäudes von Grund auf zu planen und umzusetzen. In allen bisherigen Projekten wurden bereits bestehende Grünflächen umgestaltet. Neben den ebenerdigen Grünflächen wurde auch eine Dachbegrünung in Form eines Naturdaches errichtet. Bei der Gestaltung der Grünanlagen haben wir, wie bereits erfolgreich in unserem Werksteil in Rastatt umgesetzt, vor allem auch auf das Miteinander von Natur und Mensch geachtet. So haben wir eine Ruheinsel geschaffen, die Tieren – vor allem Insekten – und Menschen genügend Freiraum bieten sich zu begegnen. Zum Einsatz kamen heimische Baumaterialien und Pflanzen. Zur Information der Mitarbeiter und Gäste wurden Informationstafeln aufgestellt. Die Fläche wird zusätzlich in den neuen, digitalen Umwelterlebnispfad integriert und somit einer noch größeren Zahl von Interessierten nähergebracht.

Schon bevor das alte Verwaltungsgebäude abgerissen wurde, stellten wir uns die Frage, welche Nutzung zukünftig auf dem frei gewordenen Areal angesiedelt werden sollte. Ein Multifunktionsgebäude, bestehend aus einem neuen Gesundheitszentrum und Versammlungsräumen, wurde errichtet. Viele Besucher – Mitarbeiter und Externe, Sportler und Vortragsteilnehmer – gehen in dem Gebäude ein und aus, so dass auch das Außenareal besonders gestaltet werden sollte. Es wurden mehrere Entwürfe vorgelegt und zur Umsetzung kam ein Konzept, das für den Menschen Raum zum Spazieren und Ausspannen und gleichzeitig der Natur die Möglichkeit der Entfaltung bietet und die biologische Vielfalt steigert. Die insgesamt zur Verfügung stehende Fläche beträgt ca. 800 m² und damit etwa die Hälfte der ursprünglichen Fläche des Verwaltungsgebäudes. Um die gesamte Fläche der Natur zugänglich zu machen, wurde erstmals zusätzlich eine Dachbegrünung in Form eines Naturdachs gebaut. Hier wurden auf einem Magersubstrat mehrjährige Wildblumensaatmischungen ausgebracht, deren bunte Vielfalt erstmals im Sommer 2019 zu beobachten war. Von Besuchern geschützt kann sich hier ein Biotop entwickeln.
Neben dem Gebäude wurde ein Weg in ovaler Form ca. 50 cm tiefer gelegt und in der Mitte ein Hügel mit dem Aushub errichtet. Entlang des Weges wurden auf einer Trockenmauer Sitzgelegenheiten für Mitarbeiter und Gäste angebracht bzw. auf der wassergebundenen Decke des Weges aufgestellt. Der tiefergelegte Weg soll den Sitzbereich von den Einflüssen der nahegelegenen Straße schützen. Quer über dem Hügel verläuft ein Trockenbachlauf in Form eines Sandbettes, das vor allem Wildbienen die Möglichkeit zum Nestbau geben soll. Der Hügel wird ebenfalls von einer Trockenmauer umgeben und auf dem Hügel wurde stehendes und liegendes Totholz platziert. Bei der Auswahl aller Materialien wie Steinen, Sand und Totholz haben wir auch bei diesem Projekt auf regionale Herkunft Wert gelegt. Das gesamte Areal wurde mit heimischen Sträuchern und Wildblumensäumen sowie Wildblumenwiesen bepflanzt. Zur Abrundung wurden rund um den Weg 8 Obstbäume alter Sorten – 4 Apfel-, 2 Birnen- und 2 Kirschbäume – gepflanzt. Auch diese erfüllen zweierlei Aufgaben. So bieten sie den Mitarbeitern im Sommer Schatten und nach der Blüte Früchte für Mensch und Tier, hier vor allem für Insekten und Vögel. Aus einem Teil der Früchte wollen wir für Mitarbeiter einen Saft herstellen. Über das eigentliche Baufeld hinaus haben wir alle umliegenden nicht heimischen Sträucher und Büsche sowie Rasenflächen entfernt, diese Flächen mit Magersubstrat aufgefüllt und mit Wildblumenwiesen und Sträuchern neu bepflanzt.
Während der Bauarbeiten besuchte uns das SWR-Fernsehen und filmte einen Teil der Arbeiten im Rahmen seiner Sendung über naturnahen Gartenbau in der Sendereihe „natürlich“. Im Rahmen eines Familientages im Juli 2019 wurde von Eltern und Kindern ein Insektenhotel gebaut. Der Grundkorpus - ca. 1,8 x 1,8 m - wurde von unseren Auszubildenden vorgebaut und jede(r) BesucherIn konnte eine kleine Holzkiste mit unterschiedlichen Materialien wie Stroh, Bambus, etc. füllen und so Wohnung für Wohnung in das Hotel einbauen. Ungefähr 300 dieser Holzkistchen wurden zuvor von behinderten Mitmenschen in den Murgtalwerkstätten Gaggenau gebaut.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Der Bezug zur biologischen Vielfalt besteht vor allem in der Gestaltung der Grünflächen mit heimischem Material und der Aussaat von auf die Bedürfnisse von Insekten z.B. Wildbienen und Vögeln z.B. Distelfink abgestimmten Saatgutmischungen. Sowohl die Baumaterialien als auch die Pflanzen, Bäume und das Saatgut stammen aus der Region bzw. aus Baden-Württemberg. Bei der Auswahl der zu fördernden Tiere und Pflanzen haben wir uns erneut am 111-Arten-Korb des Landes Baden-Württemberg orientiert. Sandflächen, Trockenmauern und Totholz bieten Nistmöglichkeiten. Unterstützend haben wir zwei Insektenhotels aufgestellt.


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