Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas

Im Rahmen des Projektes „Kita-NaturbotschafterInnen“ bildet der NABU in den drei Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen Menschen in der nachberuflichen Phase zu Kita-Naturbotschafterinnen und -botschaftern aus, damit sie in einer Patenkita Bildungsangebote und Praxisprojekte zum Thema "Biologische Vielfalt" anbieten. Insgesamt sollen während der Projektlaufzeit bis zu 350 Kita-Naturbotschafterinnen und -botschafter ausgebildet werden. Diese werden bereits während der Ausbildung in der Kita aktiv und vermitteln den Kindern spielerisch und altersgerecht das Thema „Biologische Vielfalt“. Im Sinne einer umsetzungsorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung werden konkrete Praxisprojekte in den Einrichtungen bzw. deren Außengelände initiiert und umgesetzt. Durch enge Zusammenarbeit mit den Kita-Teams, der Elternschaft und den jeweiligen Trägern der Einrichtungen soll das Thema "Biologische Vielfalt" im Lebensumfeld von Kindern in weite Bevölkerungskreise transportiert werden. Das Projekt wird von 2019 bis 2025 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

In insgesamt sieben Regionen werden in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und im Saarland Seniorinnen und Senioren für ein Engagement in Kitas gesucht. Diese sollen – teilweise zusammen mit Eltern - Projekte zur Förderung der biologischen Vielfalt in den Kitas umsetzen. Diese Projekte helfen heimischen Arten und leisten einen Beitrag zur biologischen Vielfalt, denn hier werden gemeinsam Wildblumenbeete, Wildbienen-Lebensräume, Hecken, Schmetterlingsbeete oder Vogel-Oasen angelegt. Über Infomaterialien und Eltern-Kind-Aktionen soll das Projekt auch in die Familien der Kita-Kinder wirken und eine naturnähere Gestaltung ihres Wohnumfelds mit sich bringen.
Interessierte Menschen in der nachberuflichen Phase werden in acht, jeweils 6-stündigen Workshops im ersten Jahr (Februar bis November), drei Erfahrungsaustauschen im zweiten Jahr und einer begleiteten Praxisübung in der jeweiligen „Patenkita“ ausgebildet. Die Workshops bestehen zum großen Teil aus praktischen Aktionen und der beispielhaften Umsetzung von kleinen Naturschutzprojekten, die von den Teilnehmenden vorbereitet und mit Unterstützung der anderen Teilnehmenden und den Umweltpädagoginnen und -pädagogen durchgeführt werden. Inputs in Form von naturschutzfachlichen Grundlagen, umweltpädagogischen Arbeitsweisen, rechtlichen und organisatorischen Tipps durch die Workshop-Leitungen runden die Veranstaltungen ab. Das gemeinsame Tun und das voneinander Lernen stehen dabei im Mittelpunkt.
Am Ende der Ausbildung soll in jeder „Patenkita“ von den Kita-Naturbotschafterinnen und -botschaftern eine Vielzahl von Projekten zur Förderung der biologischen Vielfalt realisiert worden sein.

Ziel ist es, dass die ausgebildeten Kita-Naturbotschafterinnen und -botschafter weit über den Ausbildungszeitraum hinaus in der jeweiligen Kita aktiv sind und Projekte zum Schutz der biologischen Vielfalt realisieren.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Der Bezug zum Schutz der biologischen Vielfalt ist im Projekt Kita-NaturbotschafterInnen durch zahlreiche Aspekte gegeben. Die wichtigsten Ziele sind die Umsetzung und Realisierung von kleinen, praktischen Naturschutzprojekten in der Kita, das Kennenlernen der biologischen Vielfalt (Arten, Lebensräume etc.), Schaffen von Naturerlebnismöglichkeiten, Sensibilisierung für ihren Schutz, Förderung der biologischen Vielfalt im Siedlungsbereich, letztlich also die Umsetzung und Realisierung von kleinen, praktischen Naturschutzprojekten in der Kita. Diese sollen zusammen mit Kindern, Eltern und ErzieherInnen durchgeführt werden.
Ausgehend von den Projekten sind auch Eltern-Kind-Aktionen angedacht, die dazu dienen sollen, dass der Schutz der biologischen Vielfalt auch in die Elternhäuser der Kita-Kinder getragen wird.
Außerdem wird damit gerechnet, dass sich auf lokaler Ebene zahlreiche Kooperationen zum Schutz der biologischen Vielfalt ergeben. Denkbar sind hier z.B. die Zusammenarbeit mit Kommunen, Vereinen und Kirchen bei der Umgestaltung von Flächen in der Nähe der Kitas.


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Dokumente

Faltblatt Kita-NaturbotschafterInnen

 

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NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen

An den Rheinwiesen 5
55411 Bingen

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr

Herr Robert Egeling
Tel.:06721-14367
kontakt@NABU-Rheinauen.de
http://www.kita-naturbotschafter.de

 

Weitere Infos

Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas Projekt zur frühkindlichen Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Schwerpunkt Biologische Vielfalt
Bingen

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