Sonderwettbewerb Soziale Natur

Kleine Bienenretter

Unter dem Motto: "Kleine Bienenretter" wurde durch Rolf Koch, 1. Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe Westerwald e.V. die Aktion im März/April 2019 als Umweltprojekt der Lebenshilfe Westerwald e.V. ins Leben gerufen. Anfangs nur für die Kinder der integrativen Kindestagestätte Sonnenblumental gedacht, entwickelte sich ein Projekt, das weit über die Grenzen des Westerwaldkreises seinen Zuspruch fand. So wurden 2019 1001 und 2020 über 600 Blumensamentüten (100-200gr. Natursamen von Heimischen Blumen und Kräutern) gepackt und an Schulen, Kita und Jugendgruppen von Vereinen mit dem Auftrag verteilt, Bienenweiden beim spazieren gehen mit den Eltern und Großeltern in der Natur auszubringen. Ein Schwerpunkt war dabei Inklusion zu leben, sprich es wurden viele Kinder mit Einschränkungen in das Projekt integriert. Durch Covid-19 war die Aktion "Kleine Bienenretter 2020" in Gefahr, da Schulen und Kindergärten geschlossen waren. Deshalb wurde durch Rolf Koch ein Konzept entwickelt das Projekt an die Kinder daheim zu bringen, um sie zu beschäftigen (als kleine Hausaufgabe), die Familie etwas zusammen machen zu lassen (als Spaziergang zur Aussaat) um damit vielleicht auch häusliche Gewalt zu verhindern. Mit Hilfe von Kitas, Vereinen und der Stadt Westerburg sowie durch Unterstützung der Stiftung Naturschutz Rheinland-Pfalz und „Pro Biene“ konnte so die Aktion in diesem Jahr stattfinden. Auch für 2021 wurde schon deren Unterstützung zugesagt.

Als Ehrenamtlicher Beauftragter für Umwelt- und Naturschutz im Westerwaldkreis und als Chef der Lebenshilfe Westerwald habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, jeden Monat ein Projekt aus dem Bereich der biologischen Vielfalt mit Kinder der integrativen Kindertagesstätte in Höhn durchzuführen. Das beinhaltet alle Themen aus dem Bereich der "Heimischen Natur" von der Bachuntersuchung über Entdeckungsreisen Wiese/Wald/Biotop hin bis zum Projekten, wo gelebte Inklusion der Schwerpunkt ist.
Eins dieser Projekte war die Aktion "Kleine Bienenretter". Der Ursprungsgedanke war, mit den Kindern etwas Produktives gegen das Insektensterben zu tun. Das Ziel war ursprünglich 100 Kinder mit und ohne Einschränkung mit ihren Eltern und Großeltern in die Natur zu schicken und an verschiedene Stellen kleine Bienenweiden auszubringen. Das machte im Westerwald schnell die Runde und ich bekam sehr viele Anfragen von anderen Kitas, Schulen und Vereinen, ob man bei der Aktion "Kleine Bienenretter" mitmachen könnte. Gesagt getan: Über die Osterfeiertage habe ich 1001 Samentüten gepackt. Die Publikationen bekam ich kostenlos von der Stiftung Naturschutz Rheinland-Pfalz und dem Aktionskreis "Pro-Biene", die auch 200 Tüten Bienenweide gestiftet hatten. Das meiste Saatgut habe ich aber selbst gesammelt und große Mengen auf eigene Kosten gekauft. Für "Kleine Bienenretter 2021" habe ich dieses Jahr bereits die Publikationen zugesagt bekommen und 3 Kg Saatgut von 2019/2020 gesammelt. Für die Restmenge Saatgut bin ich um Sponsoren bemüht. Durch Covid-19 war die Aktion "Kleine Bienenretter 2020" in Gefahr, da Schulen und Kindergärten geschlossen waren. Deshalb entwickelte ich ein Konzept das Projekt an die Kinder daheim zu bringen, um sie zu beschäftigen (als kleine Hausaufgabe), die Familie etwas zusammen machen zu lassen (als Spaziergang zur Aussaat) um damit vielleicht auch häusliche Gewalt zu verhindern. Mit Hilfe von Kitas, Vereinen und der Stadt Westerburg sowie durch Unterstützung der Stiftung Naturschutz Rheinland-Pfalz und „Pro Biene“ konnte so die Aktion in diesem Jahr stattfinden. Auch für 2021 wurde schon deren Unterstützung zugesagt. So erhielten dieses Jahr viele Kinder ihre Blumensamen im Rathaus vom Bürgermeister, von der Tourist-Info am Wiesensee oder als Hausaufgabe per Post. Die Aktion "Kleine Bienenretter " soll zum dauerhaften Projekt im Hohen Westerwald werden. Unterstützt wurde ich bei der Öffentlichkeitsarbeit von der NaJu Rennerod, die mit ihrer Leiterin Christina Schneider bei Veranstaltungen (z.B. Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr in Rennerod) selbst vor Ort für die Aktion tatkräftig mit unterstützte.
Zusätzlich wurde dieses Jahr auch ein Wettbewerb in Kooperation mit der Stadt Westerburg ins Leben gerufen mit dem Ziel, Kinder dazu anzuspornen, eine Blumeninsel auszusäen und das Ergebnis auf einem Foto festzuhalten. Die Ergebnisse waren phantastisch und die 5 schönsten Blumeninseln wurden prämiert.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Ich bin in der Natur groß geworden und es hat sich eine regelrechte Liebe daraus entwickelt. Als einer der ersten Pioniere habe ich die Verbände der Angler (VDSF) und Jäger (LJV) bei der Gründung der Umweltverbände vertreten. Ich habe mit Bundeswehrsoldaten ein Naturschutzgebiet (Haderaue/Königsklinger Aue zwischen Mainz und Wiesbaden) renaturiert, mit der damaligen Umweltministerin Martini am Europaprojekt Rhein "Blaues Band" mitgewirkt. Dafür wurde ich 1993 durch den Verband Deutscher Sportfischer mit einem Umweltpreis (Geländewagen mit Labor) ausgezeichnet. Weiterhin wurde ich 1994 mit dem Titel "Umweltschützer des Jahres" durch Loki Schmidt (Frau des Altkanzlers Helmut Schmidt) ausgezeichnet. Ich war im Landespflegebeirat der Stadt Mainz, bin ehrenamtlicher Umweltbeauftragter der Verbandsgemeinde Westerburg und Naturschutzbeauftragter im Westerwald mit dem Naturschutzgebiet Seebachtal am Wiesensee. Als Chef der Lebenshilfe Westerwald sehe ich es als sehr wichtig an, Menschen mit Einschränkungen einen Bezug zur biologischen Vielfalt zu vermitteln. Frau Umweltministerin Höfken konnte sich 2019 davon ein Bild machen, als sie "mein" Naturschutzgebiet am Wiesensee besuchte.


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Westerwaldkreis, Seebachtal am Wiesensee, Kita Sonnenblumental in Höhn

Im Boden 6
56459 Weltersburg

Öffnungszeiten: keine

Herr Rolf Koch
Tel.:0170/4629025
eisvogel.rolf.koch@web.de
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