Naturgartenprojekt

Der Schulgarten ist ca. 800 m2 groß und liegt direkt neben der Schule. Eine Hälfte wurde als Streuobstwiese mit drei Bienenvölkern angelegt, die andere Hälfte beherbergt ein Feuchtbiotop, eine Kräuterspirale, eine Weidenhecke, zwei Insektenhotels, eine Lehmwand, einen Totholzhaufen und einen Komposter. Jedes Jahr kommt ein neuer Lebensraum für Tiere hinzu.

Die Naturgarten-Ag existiert bereits 10 Jahre. Die Wiese wurde ausgemagert und verschiedene Projekte realisiert, wie das Gartenhaus künstlerisch gestalten, eine Kräuterspirale anlegen, die Weidenhecke pflanzen, Komposthaufen anlegen usw.
Seit 2018 hat das Projekt Fahrt aufgenommen. Wir konnten die Größe des Gartens verdoppeln. Dort wurde dann eine Streuobstwiese mit alten Obstbaumarten und Einsaat von einer Wildwiese angelegt. Dabei haben wir mit der Biostation Euskirchen und dem Streuobstwiesennetzwerk zusammengearbeitet, das den Schülern gezeigt hat, wie man Obstbäume pflanzt. In diesem Jahr wurde auch ein Bienenvolk aufgestellt. In der Zwischenzeit sind daraus 3 Wirtschafts- und zwei Jungvölker geworden. Dort ernten wir jetzt jährlich mit den Schülern unseren Schulhonig. Zwei Biologielehrerinnen sind Imkerinnen und Wespenberaterinnen, sodass wir die Imkerei mit den Schülern zusammen betreiben können. Auch mehrere Insektenhotels wurden seitdem gebaut und die Universität Freiburg hat kleine Insektenhotels zur Auswertung bei uns, was schon gute Ergebnisse gezeigt hat. Eine Sandkiste soll der Sandbiene Lebensraum bieten. Vogelnistkästen im Naturgarten und auf dem Schulgelände, die in Zusammenarbeit mit dem Nabu aufgehängt wurden, bieten verschiedenen Vogelarten Nistmöglichkeiten. Unser Staudenbeet ist für Schmetterlinge und die Bienen eine zusätzliche Nahrungsquelle. Der Totholzhaufen bietet vielen Insekten und dem Igel Lebensraum.
Der Schulgarten ist bewusst als Naturgarten angelegt. Er soll möglichst vielen Pflanzen-und Tierarten ein Lebensraum sein und damit die biologische Vielfalt in unserer Stadt verbessern. So können die Schüler lernen, was biologische Vielfalt ist und wie man im eigenen Garten etwas dafür tun kann. Im Herbst pressen wir mit Schülern Apfelsaft und mähen die Naturwiese mit Balkenmäher und Handsense. Das Heu wird auf Heuböcken getrocknet. Am Tag der offenen Tür verkaufen die Schüler den Apfelsaft und selbstgeernteten Honig. Im Teich leben die Larven vieler Insekten sowie Amphibien, sodass hier Gewässeruntersuchungen durchgeführt werden können. Dies sowie die Wiese selbst können im Unterricht in verschiedenen Themenbereichen verwendet werden. Auch eine Foto-Ag wurde dort schon kreativ.
Das Projekt ist langfristig angelegt, da ein Naturgarten ja auch viel Zeit braucht um zu entstehen. Wir hoffen, dass die Naturgarten-Ag mit ihren vielfältigen Projekten und Möglichkeiten im Unterricht möglichst lange bestehen bleibt. Die Größe der Ag mit über 20 Schülern zeigt, dass es ein lohnenswertes Projekt ist.
Auch Schüler in Grundschulen der Umgebung werden durch unser Wildwiesenprojekt bereits auf unser Anliegen hingewiesen. Jedes Jahr fährt ein Kollege mit Schülern aus der Tierforscher-Ag in Grundschulen und untersucht mit den Kindern die dortigen Wildwiesen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Vielfalt an Lebensräumen in unserem Naturgarten soll die biologische Vielfalt fördern und Schülern wie auch Spaziergängen zeigen, was man für die biologische Vielfalt tun kann. Ein Schaukasten informiert über unsere Zielsetzung.


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