Sonderwettbewerb Soziale Natur

CityFarm Augsburg


Die CityFarm Augsburg ist eine Urban Farming-Projekt des Transition Town Augsburg e.V. und wurde 2011 im Norden Augsburgs gegründet. Die Farm wird rein ehrenamtlich und gemeinschaftlich von ca. 15 CityFarmer/Innen bewirtschaftet.
Auf dem Gelände werden neben Hühnern, Enten, Bienen, Kaninchen, Schafe und Ziegen artgerecht und ökologisch verträglich in naturnahen Gehegen gehalten. Die Schafe und Ziegen werden zur Landschaftspflege im gesamten innerstädischen Gebiet eingesetzt, um artenreiche Biotope zu erhalten und zu schützen.
Ein tragender Schwerpunkt ist der naturnahe, ökologisch bewirtschaftete Gemüsegarten, in dem alte Gemüsesorten angebaut und vermehrt werden. Dieses Saatgut wird auf unseren Saatgutbörsen an Interessierte weitergegeben. Zudem wird auf Führungen und Vorträge das Thema der Biologischen Vielfalt im Garten erörtert und versucht möglichst viele Menschen zu „mehr Unkraut“ im Garten zu inspirieren.
Unser Projekt ist einen Ort für Naturerfahrung und -beobachtung, für Selbermachen und Experimentieren mit den eigenen Fähigkeiten, für Miteinander und Gemeinschaft, für Weiterbildung und Erfahrungsaustausch. Über Workshops, Umweltbildung und Veranstaltungen, sowie dem monatlichen Tag der offenen Gartentür, bieten wir Interessierten die Möglichkeit die CityFarm zu erfahren, mitzumachen oder als Ort der Entspannung und Besinnung im hektischen Stadtleben zu nutzen.

Die CityFarm Augsburg ist eine Urban Farming-Projektgruppe des Transition Town Augsburg e.V. und wurde 2011 im Norden Augsburgs gegründet. Die Farm wird rein ehrenamtlich und gemeinschaftlich von ca. 15 CityFarmer/Innen bewirtschaftet.
Auf dem Gelände werden neben Hühnern, Enten, Bienen und Kaninchen artgerecht und ökologisch verträglich in naturnahen Gehegen gehalten. Besonderes Augenmerk aber liegt auf unseren 20 wolligen Sympathieträgern. Die Herde setzt sich aus drei altern Schafrassen zusammen (Ostpreußische Skudde, Krainer Steinschaf und Waliser Schwarznase), welche in der Biotoppflege sowohl für die Stadt Augsburg, die Universität Augsburg, wie auch privat Einsatz finden. Verschiedene artenreiche Biotope und Wiesen werden von den Tieren extensiv beweidet, um die Biologische Vielfalt zu erhalten und fördern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist in unser ökologisch und nachhaltig bewirtschafteter Gemüsegarten. Dort werden alte und seltene Gemüsesorten angebaut und Saatgut gewonnen, welches wir auf unseren Saatgutbörsen an Interessierte abgeben. Wir wollen neben einer hohen natürlichen Biodiversität im Garten, ebenfalls die Nutzpflanzenvielfalt fördern und den Menschen zudem das damit verbundene kulinarische Erlebnis weitergeben. Ein weiterhin wichtiger Aspekt ist, dass alte, samenfeste Sorten einen großen Genpool besitzen, der die Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen ermöglicht. Diese Resilienz ist unerlässlich, um die private Produktion von Nahrungsmittels an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. An der Nachfrage nach Saatgut und Jungpflanzen erkennen wir ein deutlich gestiegenes Interesse an alten Gemüsesorten, sodass es uns kaum mehr möglich ist den Bedarf allein zu decken. Daher vergeben wir Patensorten, die Interessierte in ihren Gärten anbauen, verkosten und vermehren.
In unserem Garten hat die Natur ihren Raum, wir arbeiten mit ihr und nicht gegen sie. Unser Slogen „Unkraut ist Leben“ spiegelt sich in einer artenreichen Flora und zugehöriger Fauna auf dem ganzen Gelände wieder. Da uns zudem der Schutz des Bodens und die Förderung des Edaphons sehr wichtig sind, betreiben wir ein intensives Mulchkonzept. Zusätzliche Düngung erfolgt über eigenen Kompost und Restschafwolle, die bei der Schur anfällt.
Die Struktur des Gartens ist kleinräumig mosaikartig und bietet zahlreiche verschiedene Lebensräume. Neben nährstoffreichen Flächen für Nutzpflanzen, bieten trockene und nährstoffarme Areale nicht nur Kräutern, sondern auch Insekten und Reptilien Lebensraum. Das „wilde“ Konzept hat sich aus gärtnerischer Sicht bewährt, da für Schädlinge schnell entsprechende Nützlinge auftreten. Wir propagieren daher ein artenreiches und gesundes Ökosystem Garten als Chance in Zeiten des Klimawandels. Unsere Erfahrungen tragen wir wo immer möglich weiter und versuchen Gartenfreunde zu mehr „Unkraut“ und der Abkehr vom Thuja-Golfrasen-Garten zu inspirieren. Interessierte erhalten ausführliche Führungen, Ratschläge, Tipps, Pflanzen und/oder Saatgut. Die CityFarm dient daher als Begegnung- und Austauschsort der „Gartenrebellen“, Menschen, die einen Wandel der Gartenkultur hin zu naturfreundlichen, artenreichen Gärten wünschen und umsetzen.
Unser Projekt ist einen Ort für Naturerfahrung und -beobachtung, für Selbermachen und Experimentieren mit den eigenen Fähigkeiten, für Miteinander und Gemeinschaft, für Weiterbildung und Erfahrungsaustausch. Über Workshops, Umweltbildung und Veranstaltungen, sowie dem monatlichen Tag der offenen Gartentür, bieten wir Interessierten die Möglichkeit die CityFarm zu erfahren, mitzumachen oder als Ort der Entspannung und Besinnung im hektischen Stadtleben zu nutzen. Der Einzugsbereich erstreckt sich über den ganzen Stadtraum und beschränkt sich nicht auf einen Stadtteil.
Auch unsere CityFarmer, die das Projekt seit Gründung am Leben erhalten, kommen aus dem gesamten Stadtgebiet. Mittlerweile gibt es auch „CityFarm-Kinder“, deren Eltern sich im Projekt kennenlernten. Diese wachsen mit der Farm als festen Bestandteil ihres Lebens auf und tragen ihren natürlichem Umgang mit Pflanzen und Tieren an andere Kinder weiter. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des sozialen Miteinanders, denn sie nehmen Besucherkinder wie selbstverständlich auf und binden sie in das Leben auf der Farm ein.
Das Projekt ist eine grüne Oase in der Stadt, an der gemeinschaftlich an einer langfristig lebenserhaltenden Umwelt gearbeitet wird und gesammelten Erfahrungen weitergetragen werden. Eine feste Zielgruppe gibt es dabei nicht, da das Interesse an den Themen generell gefördert werden soll.
Finanziell trägt sich das Projekt mittels Spenden, Tierpatenschaften und kleinen Förderungen verschiedener Einrichtungen. Ein starkes Netzwerk aus nachhaltigen Projekten bietet zusätzlichen Rückhalt und gegenseitige Hilfe.
Die CityFarm kommuniziert das Thema Biologische Vielfalt digital über die Homepage und soziale Medien. Aber auch auf Vorträgen, Märkten und Festen ist das Thema ein tragender Schwerpunkt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Cityfarm ist ein ökologisch bewirtschaftetes Projekt, in den mit der Natur und nicht gegen diese gearbeitet wird. Nicht nur der Gemüsegarten zeichnet sich durch eine hohe natürliche und kulturpflanzliche Vielfalt aus. So wurden z.B. im 500m² großen Hühnergehege zahlreiche heimische Sträucher gepflanzt, Totholzhaufen und Benjeshecken errichtet, um nicht nur den Hühnern Versteckmöglichkeiten zu bieten, sondern auch heimischen Vogelarten Nist- und Futtermöglichkeiten zu schaffen.
Weiterhin ist die Arbeit mit den Schafen und Ziegen direkter Artenschutz. In Augsburg spielt Beweidung für die Pflege von Biotopflächen eine wichtige Rolle. Beweidung fördert die biologische Vielfalt, sie ist nachhaltig und Weidetiere sind Sympathieträger. Daher arbeiten unsere Tiere im Projekt „Weidestadt Augsburg“ des Landschaftspflegeverbands Augsburg e.V. mit und pflegt diverse Biotopflächen.
Eine besonders hohe Biodiversität ist aber im Gemüsegarten zu finden. Das Konzept ist ein Garten, der kleinräumig und mosaikartig verschiedene Lebensräume für Flora und Fauna bietet und versucht ein gesundes Ökosystem Garten zu schaffen. Dies hat auch den praktischen Vorteil, dass für eventuelle Schädlinge zeitnah entsprechende Nützlinge auftreten. Zudem spielt die Vielfalt an alten und seltenen Gemüsesorten eine wichtige Rolle. Mit dem Anbau und der Vermehrung dieser, fördern wir die Nutzpflanzenvielfalt und damit die genetische Vielfalt im Nutzgarten.

Video:


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Besuchen Sie uns

CityFarm Augsburg

Gablinger Weg 36, (Postadresse: Schönbachstraße 2a)
86154 Augsburg

Öffnungszeiten: siehe Homepage, in der Saison 1x im Monat

Frau Ildikó Reményi-Vogt
Tel.:0176/34159449
cityfarmaugsburg@gmx.de
http://www.cityfarm-augsburg.de

 

Weitere Infos

Transition Town Augsburg e.V., Ildikó Reményi-Vogt, Benjamin Vogt
Augsburg

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