Sonderwettbewerb Soziale Natur

Ehrenamt im Naturschutz stärken

Das Projekt „Ehrenamt im Naturschutz stärken“ bildet ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuer aus und möchte Naturinteressierte motivieren und bestärken, sich aktiv in die Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit vor Ort einzubringen.
Dabei soll langfristig ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen, regionalen Naturschutzgruppen und der Biologischen Station Haus Bürgel aufgebaut werden, dass sich in seinen Aufgabenfeldern und Schutzgebieten ergänzt und gegenseitig stärkt.

Während der Ausbildung lernen die Teilnehmenden die ökologischen Grundlagen und die biologische Vielfalt ihrer Schutzgebiete kennen. Durch praktische Landespflegemaßnahmen wird die Biodiversität in den verschiedenen Lebensräumen gefördert.

Über die Arbeit und den Fortschritt der Teilnehmenden wird regelmäßig auf der Internetseite der Biologischen Station sowie in der regionalen Presse und Fachzeitschriften berichtet. Zudem tragen die Teilnehmenden durch ihre Multiplikatorfunktion das Thema biologische Vielfalt in die Öffentlichkeit.

Das Projekt „Ehrenamt im Naturschutz stärken“ möchte Naturinteressierte motivieren und befähigen, sich aktiv in Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit vor Ort einzubringen. Dies geschieht über die Ausbildung ehrenamtlicher Schutzgebietsbetreuer, die sowohl bei der praktischen Umsetzung von Maßnahmen und Kartierung von Schlüsselarten als auch bei der Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten können.

Das Ehrenamt ist ein wichtiges Fundament im deutschen Naturschutz, dass mit Engagement und Einsatz seit den 1960er Jahren unzählige Stunden in der Kartierung von Flora und Fauna, Landschaftspflege- und Entwicklungsmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung geleistet hat. In den letzten 10 Jahren ist dieses Engagement in Deutschland deutlich zurückgegangen und der „Nachwuchs“ im Ehrenamt fehlt in den örtlichen Naturschutzgruppen wie z. B. NABU und BUND. Dabei ist das Interesse sich für Natur zu engagieren durchaus vorhanden, aber es fehlt das Wissen, wo sich Interessierte aktiv einbringen können.
Der ehrenamtliche Naturschutz ist ein wichtiges Umweltbildungsinstrument, das den Naturschutzgedanken in die Gesellschaft trägt und den Menschen sowohl einen kognitiven als auch praktisch emotionalen Zugang zur Natur ermöglicht. Der Rückgang der ehrenamtlichen Akteure geht mit einem Rückgang der wichtigen Multiplikatorfunktion für den Naturschutzgedanken einher. Zudem fehlen im praktischen Naturschutz wertvolle Arbeitsstunden, die auch heute noch neben dem Hauptamt eine wichtige und notwendige Unterstützung sind.
Um dem entgegen zu wirken, zielt die Ausbildung zum ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer darauf ab, den ehrenamtlichen Naturschutz zu stärken und sowohl seine Unterstützungs- als auch seine Multiplikatorfunktion zu (re-)aktivieren.

Die Ausbildung erfolgt in vier Modulen, in denen ökologische Grundlagen und Artenkenntnisse vermittelt werden. Dabei steht die biologische Vielfalt sowohl der Tier- und Pflanzenarten, aber auch der Lebensräume und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten im Vordergrund. Um die Biodiversität vor Ort zu erhalten und zu fördern werden Maßnahmen zur Landespflege in Theorie und Praxis erlernt. Den Teilnehmenden werden die rechtlichen Grundlagen und politischen Rahmenbedingungen im Naturschutz vermittelt. Um der Multiplikatorfunktion gerecht zu werden, sind Umweltbildung sowie Kommunikation weitere Inhalte der Ausbildung.
Zusätzlich zu den vermittelten Fachkenntnissen und Praxiserfahrungen führen die Teilnehmenden eine individuelle Projektarbeit zu selbstgewählten Themen durch, die Teil des Zertifikats ist. So wird ein langfristiges Engagement der Teilnehmer erreicht und eine kontinuierliche, ergänzende Einbindung des ehrenamtlichen Naturschutzes zum hauptamtlichen Naturschutz gefördert.

Berichte über Verlauf und Erfolge des Lehrgangs auf der Internetseite, der regionalen Presse und Fachzeitschriften sorgen für Aufmerksamkeit udn wecken Interesse für das Thema biologische Vielfalt, aber auch ehrenamtliches Engagement in der Region.

Aufgrund der guten Resonanz der Ausbildung 2019 wird der Lehrgang in 2020 erneut für alle Naturinteressierten der Region angeboten.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Projekt „Ehrenamt im Naturschutz stärken“ unterstützt das Motto des Sonderwettbewerbes „Natur für alle“, holt Naturinteressierte aktiv in die Natur und schafft Berührungspunkte mit der Natur, innerhalb der Lehrgangsteilnehmenden sowie auch mit regionalen Naturschutzgruppen und der Biologischen Station. Dabei spricht die Ausbildung bewusst alle Interessierten der Region an.
Während der Ausbildung haben die Teilnehmenden durch praktische Landespflegemaßnahmen in den verschiedenen Lebensräumen sammeln die Teilnehmenden ganz persönliche Naturerfahrungen. Durch das Arbeiten in der Gruppe wird der Zusammenhalt gestärkt und die Grundlage für weitere Zusammenarbeit über die Ausbildung hinaus gelegt.
Die Teilnehmenden werden Teil eines aktiven Netzwerkes für den Naturschutz und knüpfen Kontakte zu vorhandenen Naturschutzgruppen wie NABU und BUND und übernehmen Verantwortung für Naturschutzflächen in ihrer Region. Durch Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit tragen sie den Naturschutzgedanken in die breite Bevölkerung und schaffen Kontaktpunkte mit der Natur.
Die biologische Vielfalt mit all ihren Aspekten in Bezug auf Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, aber auch Lebensräumen und der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten wird während des Lehrgangs theoretisch vermittelt und auch praktisch in regional angepassten Landespflegemaßnahmen wie z. B. in Auen, Kiesgruben, Mooren oder Streuobstwiesen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt.


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Dokumente

Kurzinfo Ausbildung 2019 - Ehrenamt im Naturschutz stärken

 

Besuchen Sie uns

Biologische Station Haus Bürgel

Urdenbacher Weg
40789 Monheim

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Freitag: 9:00–12:00 Uhr und Donnerstag: 14:00–17:00 Uhr

Herr Michael Schoch
Tel.:0211 9961212
michael.schoch@bsdme.de
https://www.biostation-d-me.de/

 

Weitere Infos

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Monheim

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