Die Naturwerkstatt- Arbeiten in der Natur, für die Natur

Die Naturwerkstatt der Schlosspark und Lippesee GmbH entstand nach der Landesgartenschau 1994, um das "Kruggelfeld" mit altem Streuobstbestand und natürlichen Biotopen erhalten und weiterentwickeln zu können.
Mit seinen verschiedenen Naturerfahrungsfeldern und Kleinstlebensräumen soll hier gezeigt werden, wie man sein persönliches Umfeld oder den eigenen Garten für sich selbst und die heimische Tier- und Pflanzenwelt umweltgerechter und lebenswerter gestalten kann.
Durch Projektpartner wie Schulen, Vereine, Firmen und Privatpersonen entstanden im Laufe der Jahre vielfältige Projekte zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Seit dem Jahre 2000 wird die Naturwerkstatt in Kooperation mit dem Jobcenter Paderborn durch eine AGH-Maßnahme betreut. Jedes Jahr vom Frühjahr bis in den Herbst arbeitet eine Gruppe Langzeitarbeitsloser über 50 Jahren unter fachlicher Betreuung im Gelände an neuen Projekten und dem Erhalt bestehender Naturerfahrungsfelder. Zu sehen und zu erfahren gibt es zurzeit diverse Staudenbeete, eine Kräuterspirale, eine Gartenarche, ein Bienenhaus, ein Insektenhotel, einen Barfußpfad, Trockenmauern, Heilkräuterbeete, einen Bauerngarten und vieles mehr.
Jeder Besucher kann im öffentlichen Gelände die Natur mit allen Sinnen erleben und viel Interessantes lernen. Seit 2017 informiert ein kleiner Naturlehrpfad unter anderem über Waldameisen, „Lebendiges Totholz" und die Streuobstwiese.
Im "Grünen Klassenzimmer" können Schulklassen zudem in der Natur interessantes lernen.

Raum geben, erhalten, erfreuen, staunen, lernen, fördern …all das tun wir in der Naturwerkstatt.

Wir geben Raum…
- für zahlreiche Kleinstlebewesen, Insekten, Vögel, Amphibien, Fledermäuse, Igel und viele andere, die bei uns Lebensraum finden.
- für Besucher, die im hektischen Alltag einen ruhigen Moment in der Natur genießen möchten.
- für Kinder, die Spaß an unseren Projekten und dem Gelände finden.
- für Menschen, die in unserer Maßnahme wieder eine sinnvolle Aufgabe finden, die Freude bereitet und zielführend ist.
- um ab und zu ein klein wenig Wildnis zu bewahren, die von wenigen Menschen geschätzt, aber von vielen Tieren und Pflanzen benötigt wird.

Wir erhalten…
- ein einmaliges, artenreiches und besonderes Gelände.
- wichtige Biotope, wie die alte Streuobstwiese, artenreiche Blumenwiesen, Benjeshecken, das Temporär-Gewässer und blühende Staudenbeete, um einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten.
- altes Wissen über das Wirtschaften im Bauerngarten oder den Nutzen von Heilkräutern.

Wir erfreuen unsere Besucher…
- mit einem strukturreichen Gelände voller abwechslungsreich gestalteter Beete und vielfältigen Projektflächen.
- mit interessanten Projekten und Informationen zu den Themen Nachhaltigkeit, Recycling, Umweltschutz…
- durch die erlebbare Natur, die unzählige spannende Beobachtungen bereithält.

Wir staunen…
- über die Freude der Kinder am Aufenthalt und Lernen in der Natur und im "Grünen Klassenzimmer"
- über unsere unzähligen Untermieter, wie Stare, Rebhühner und Waldameisen, die die angebotenen Lebensräume nur zu gern annehmen.
- immer wieder über das Staunen der Besucher, das unser Gelände hervorruft.

Wir lernen…
- mit Kindern und Schulklassen von und in der Natur zu den Themen Wasser, Wiese, Boden und Bienenvolk.
- in der Maßnahme Interessantes über nachhaltiges, ökologisches Gärtnern und Umweltschutz.
- von Naturbeobachtungen und informieren die Besucher durch unseren kleinen „Naturlehrpfad“ zu den Themen „Lebensraum Streuobstwiese“, „Die Waldameisen - kleine Waldpolizisten mit großen Aufgaben“, „Lebendiges Totholz“, „altes Wissen – neu entdecken; Der Medizinalgarten“.

Wir fördern…
- die heimische Natur durch nachhaltige Bewirtschaftung der Anlage und ökologisch umgesetzte Projekte.
- gezielt die biologische Vielfalt durch Anlage und Erhalt wichtiger Lebensräume.
- das Verständnis und die Freude am „Gärtnern mit der Natur“.
- die Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Kleinstlebewesen und Insekten.
- das Interesse und die Wahrnehmung an der Umwelt, die uns umgibt.

Hier in unserem strukturreichen Gelände von etwa 4 Hektar geben wir der Natur Raum - und den Besuchern die Möglichkeit, Natur mit allen Sinnen zu erfahren, die Füße in die kalte Lippe zu tauchen, am Barfußpfad verschiedene Naturmaterialien zu erleben, den Duft der Kräuterspirale einzuatmen, frisches Obst zu genießen oder einfach den Grillen in der Wiese oder dem Vogelgesang zu lauschen.
Vielfältige Biotope wie unsere artenreiche Streuobstwiese mit altem Baumbestand, ein temporäres Gewässer, Blühstreifen für Insekten, Trockenmauern und Totholzhecken bieten vielen Arten einen Lebensraum. So sind zu jeder Jahreszeit Naturbeobachtungen unterschiedlichster Art möglich.
Ein Bauerngarten, in dem alte Gemüsesorten ökologisch angebaut werden, führt den Entwicklungszyklus von der Saat zur Ernte vor Augen und soll dazu anregen, auch einmal selbst die Freude am eigenen Gemüseanbau und der eigenen Ernte zu erleben.
Im Medizinalgarten kann man erfahren, welche Wunderwaffen die Natur für uns Menschen bereithält und das tatsächlich „gegen alles ein Kraut gewachsen ist“.

Über einen kleinen Naturlehrpfad können sich Alt und Jung zu unterschiedlichen Themen informieren und einiges über das Leben der verschiedenen Tiere und Pflanzen, aber auch über Naturschutzthematiken lernen. So wollen wir die Besucher inspirieren und aufrufen, auch im eigenen Garten für die Umwelt aktiv zu werden.

All diese kleinen Projekte werden erschaffen und erhalten durch die Maßnahme der Arbeitsgelegenheit in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter der Stadt Paderborn. Zehn Langzeitarbeitslose arbeiten unter Anleitung einer Biologin an der Umsetzung neuer Projektflächen wie den Blühstreifen für Insekten, pflegen die Beete und das gesamte Gelände und schaffen neue Biotope wie Trockenmauern oder Benjes- und Totholzhecken für Vögel und Kleintiere. Die meisten Arbeiten werden hierbei liebevoll und mühselig, aber umweltschonend von Hand durchgeführt.


Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das strukturreiche Gelände der Naturwerkstatt mit den vielen verschiedenen Lebensräumen ist ein Refugium für Insekten und Kleintiere, wie man es nur noch selten findet. Blühende Hecken, dornige Brombeergebüsche, alte Baumbestände und Trockenmagerrasenflächen mit wertvollen Artbeständen bilden ein vielseitiges, lebendiges Landschaftsmosaik.
Durch die ökologisch nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung des Geländes wird Rücksicht genommen auf die Bedürfnisse und Ansprüche vieler, zum Teil auch selten gewordener Arten. Mit Projekten wie der Anlage von Blühstreifen zur Förderung der Insektenvielfalt, dem Bau von Nisthilfen und dem Errichten von Totholzhecken für Kleintiere wird die biologische Diversität zudem gezielt gefördert.
Die Streuobstwiese wird seit einigen Jahren nur noch einmal jährlich gemäht und das Mahtgut von Hand aus der Fläche abgetragen. So wird der Boden abgemagert, was die biologische Vielfalt und Artzusammensetzung der Wiese verbessert. Mohn, Margerite und anderen Wiesenblumen können dadurch wieder Raum zur Entfaltung finden.
Die Biodiversität einer blütenreichen Wiese fördert wiederum die Insektenvielfalt und damit das Nahrungsangebot für Vögel und andere Kleintiere.
Auch Unkrautfluren werden bewusst ins Gelände integriert und ihre Bedeutung für Umwelt und Artenvielfalt in den Fokus gerückt. So soll bei den Besuchern das Bewusstsein für die Bedeutung sowie die Akzeptanz gegenüber „wilden Ecken" gefördert werden.


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Besuchen Sie uns

Naturwerkstatt im Schloss und Auenpark Schloß Neuhaus

Kruggelfeld 1001
33104 Paderborn Schloß Neuhaus

Öffnungszeiten: ganzjährig

Frau Annalena Zacharias

 

Weitere Infos

Schlosspark und Lippesee GmbH
Paderborn Schloß Neuhaus

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