Sonderwettbewerb Soziale Natur

Inklusionsgarten

zusammen
arbeiten
zusammen
ernten
zusammen
genießen

Projektbeschreibung
Psychische Erkrankungen sind in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Die davon betroffenen Personen leiden sehr unter ihrer Erkrankung. Oft fällt es ihnen schwer, soziale Kontakte zu knüpfen oder zu pflegen. In den meisten Fällen ziehen sich diese Menschen aus der Gesellschaft zurück und verlieren jegliche Anbindung an ihr Umfeld.
Mit dem Inklusionsgarten haben wir einen Bereich geschaffen, in dem psychisch belastete und interessierte Menschen gemeinsam arbeiten und sich begegnen können.
Die Teilnehmer des Inklusionsgartens können entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen verschiedene Tätigkeiten übernehmen. Das gemeinsame Erleben und Arbeiten im Garten fördert und bildet die Gemeinschaft in einer Gruppe.
Entsprechend dem Jahreskreislauf erleben die Teilnehmer verschiedene Tätigkeiten die im Garten anfallen:
- Gemeinsame Planung und Auswahl der Pflanzen für die kommende Saison
- Aussaat und Anzucht von Gemüse und Zierpflanzen im Gewächshaus
- Kulturführung, pikieren und topfen
- Pflanzflächen vorbereiten
- Aussaat im Freiland und Auspflanzen der Jungpflanzen
- Kulturpflege wie z.B. wässern, zurückschneiden, jäten
- Ernten von Nutz- und Zierpflanzen zum Eigengebrauch der Teilnehmer
- Verwertung der Obst- und Gemüseernte bei gemeinsamem Kochen und Essen
- Gemüse- und Blumensamen ernten und aufbereiten für die nächste Gartensaison
- Aktionen wie z.B. Wildkräuter sammeln, Salbenherstellung, Kräutersalzherstellung, basteln mit selbst gesammelten Naturmaterialien, Hochbeete bauen, bereichern das Projektangebot.



Durch die Auswahl der kultivierten Pflanzen und durch Einbeziehung der großen Wildblumenwiese des Stiftungsgartens versuchen wir die biologische Vielfalt stetig zu erweitern.
Dieses niederschwellige, kostenlose Angebot steht für jeden offen. Einmal wöchentlich treffen sich die Teilnehmer für ca. zwei Stunden. In einer Begrüßungsrunde wird das Tagesprogramm besprochen und entsprechend der Interessen eingeteilt. Dabei besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit entweder für sich alleine oder in der Gruppe zu gärtnern. Am Schluss wird die die Ernte unter den Teilnehmern verteilt.
Das Projekt „Inklusionsgarten“ besteht seit Frühjahr 2017 und findet ganzjährig, bei jedem Wetter, statt. Im Durchschnitt nehmen zwischen 8 und 15 Interessierte regelmäßig teil. Die Arbeitsgeräte, das Saatgut und die Pflanzen werden von der Stoll VITA Stiftung kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Räumlichkeiten stehen ein Gewächshaus, ein überdachter Arbeitsbereich und eine Gartenwerkstatt zur Verfügung. Die gesamte Gartenfläche beträgt ca. 6000 m2 davon werden ca. 360 m2 als Nutzgarten bewirtschaftet.
Das Projekt wird unter fachlicher Anleitung des Gärtnermeisters und Wildkräuterpädagoge der Stoll VITA Stiftung und einer Diplom-Sozialpädagogin des Caritasverbandes Hochrhein e.V. begleitet.




Bezug zur biologischen Vielfalt:

Bezug zur Biologischen Vielfalt
Der Stoll Garten entstand auf dem ehemaligen Werksgelände der Sedus Stoll AG in Waldshut. Das Ergebnis der Rekultivierung ist eine grüne Oase im Herzen von Waldshut. Im Stoll Garten finden regelmäßig Projekte mit Kindern, Jugendliche und Erwachsene statt, um Natur erlebbar zu machen.
Durch verschiedene Maßnahmen wird auch im Inklusionsgarten die biologische Vielfalt kontinuierlich und stetig erweitert:
- Sämereien werden von spezialisierten Lieferanten bezogen (möglichst biozertifiziert).
- Salat Versuchsanbau im Projekt „Mit vereinten Gärten“ für den Biosaatgutzüchter „Sativa“ in Kooperation mit der Stiftung „ProSpeciaRara“.
- Eigene geerntete Sämereien werden aufbereitet, eingelagert und dokumentiert für die Aussaat im kommenden Jahr.
- Teilnehmer des Inklusionsgartens können eigene Sämereien und Pflanzen mitbringen.
- Alte und fast vergessene Arten und Sorten finden Platz in unserem Garten.
- Durch stetige Ergänzung im Sortiment der Kulturpflanzen wird die Vielfalt im gesamten Garten erweitert.
- Im Teichbiotop finden zahlreiche Pflanzen und Tiere vielfältige Lebensräume.
- Verschiedene Nistmöglichkeiten für Vögel fördern die Artenvielfalt und helfen bei der Schädlingsbekämpfung.
- Seltene Hühnerrassen bereichern den Garten.
- Hühnermist und die Verwendung von eigenem Kompost tragen zur Verbesserung der Bodenqualität bei.



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Besuchen Sie uns

Inklusiongarten

Brückenstraße 15
79761 Waldshut-Tiengen

Öffnungszeiten: mittwochs 13:00- 15:00 Uhr

Frau Angela Bäumle
Tel.:07751 8011-35
angela.baeumle@caritas-hochrhein.de
https://www.caritas-hochrhein.de/gemeindepsychiatrie/region-mitte/inklusionsgarten/

 

Weitere Infos

Caritasverband Hochrhein e.V. und Stoll VITA Stiftung
Waldshut-Tiengen

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