Der Wolf macht Schule

Das Projekt „Der Wolf macht Schule“ des Naturschutzbundes (NABU) Nordrhein-Westfalen will die Bürgerinnen und Bürger NRWs sachlich und auf wissenschaftlichen Fakten basierend über die Rückkehr des Wolfes informieren. Dabei ist das Projekt in mehrere Bereiche untergliedert. Ein Teilbereich beschäftigt sich mit Informationen rund um den Wolf und stellt diese in einer interaktiven Wanderausstellung für Jung und Alt verständlich dar. So erfahren die Besucherinnen und Besucher der Wanderausstellung beispielsweise, wie der Wolf lebt, von wo er nach NRW wandert, wie das Monitoring funktioniert und was bei einer Wolfsbegegnung zu beachten ist. Über Vorträge und Podiumsdiskussionen versuchen wir außerdem, mit Interessierten und vom Wolf Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Zentraler Baustein ist in diesem Projekt die Arbeit mit Schulen. Über Multiplikatorenschulungen speziell für Lehrerinnen und Lehrer, Bildungskoffer mit allerlei Infomaterial zum Wolf, Besuche des Jugendumweltmobils (mit speziellem Wolfsprogramm), eine kleine Schulausstellung zum Wolf und Schulbesuche mit einem an den Lehrplan NRWs angepassten Konzept bieten wir Schulen vielfältige Möglichkeiten an, um sich über den Wolf zu informieren.

Warum ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Wildtier Wolf auseinanderzusetzen?
Das Projekt greift die Rückkehr des Wolfes nach NRW auf, um über Schul- und Bildungsangebote, eine Wanderausstellung und Vorträge sachlich und basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Studien über das Wildtier Wolf zu informieren.
Er ist zurück in NRW – der Wolf. Während sich in den vergangenen Jahren die Nachweise einzelner durchziehender Tiere häuften, ist NRW mittlerweile nicht mehr nur „Wolfserwartungsland“, sondern Lebensraum dieser seltenen Wildtiere. Je eine Wölfin im „Wolfsgebiet Schermbeck“ sowie im „Wolfsgebiet Senne“ und ein männliches Tier im zuletzt ausgewiesenen Wolfsgebiet „Eifel – Hohes Venn“ sind als standorttreue Einzeltiere nachgewiesen. Ebenso reicht das Wolfsgebiet „Stegskopf“ in Rheinland Pfalz mit seiner Pufferzone bis nach NRW hinein.
Der NABU NRW hat sich bereits vor rund vier Jahren dazu entschlossen, unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt mittels einer Wanderausstellung über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Auch in dem neuen, ebenfalls von der Stiftung geförderten Projekt „Der Wolf macht Schule“ wird das erfolgreiche Ausstellungsmodell fortgeführt und durch das Land reisen.
Über die Ausstellung und die Kooperation mit den NRW-Partnerzoos hatten in den letzten Jahren mehrere Millionen Menschen die Möglichkeit, sich über den Wolf zu informieren.
Untergliedert ist das neue Projekt in drei Teilbereiche. Während der erste Teilbereich den Projektnamen aufgreift und sich gezielt an Schulen richtet, wenden sich die anderen Teilbereiche, vergleichbar mit dem vorherigen Projekt, an eine breitere Öffentlichkeit.
So konzentriert sich das neue Bildungsprojekt insbesondere auf die junge Generation. Dabei ist der Titel „Der Wolf macht Schule“ fast schon wörtlich zu nehmen. Ein an den Lehrplan der verschiedenen Jahrgangsstufen (5–8) angepasstes, zweistündiges Programm zum Wolf greift unter anderem Themen der Abstammung des „besten Freundes des Menschen“, Sinnesleistungen von Wölfen und die Rolle des Wolfes im Ökosystem im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und Vernetzungen in Ökosystemen auf. Neben den spielerisch und interaktiv gestalteten Unterrichtsstunden steht der konstruktiv-kritische Wissenserwerb im Vordergrund.
Durch die Kooperation mit der Naturschutzjugend (NAJU) NRW kann auch das Jugendumweltmobil mit einem erweiterten Programm zum Wolf gebucht werden. Ebenso bietet der NABU NRW an, Pädagoginnen und Pädagogen im Rahmen einer Multiplikatorenschulung zum Wolf fortzubilden und ihnen eine Reihe von Ideen für den Unterricht zum Wolf an die Hand zu geben. Eine dieser Möglichkeiten ist ein neu konzipierter Bildungskoffer zum Wolf, in dem allerhand Informationen und Material für interaktiv gestaltete Unterrichtsstunden zu finden sind.
Mit sachlicher, interaktiver und zielgruppenorientierter Aufklärungsarbeit im Rahmen des Projekts „Der Wolf macht Schule“ wird den Ängsten, Vorbehalten und Sorgen der Bevölkerung begegnet. Gelingen soll dies unter anderem über die überarbeitete und erweiterte interaktive Wanderausstellung zum Wolf, die beispielsweise zeigt, wie man den Wölfen NRWs auf der Spur ist, wie man sich bei einer Wolfsbegegnung verhält oder aber auch, wie sich Trittspuren von Wolf und Hund, aber auch von anderen Beutegreifern und Beutetieren unterscheiden. Die Ausstellung wird durch das Land ziehen und kann beim NABU NRW angefordert werden.
In Kombination mit der Ausstellung bietet der NABU NRW an, Vortragsveranstaltungen und Gesprächsrunden zu organisieren, um so ein Begleitprogramm zur Ausstellung mit weiteren Informationen zu ermöglichen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die selbstständige Rückkehr eines vom Menschen ausgerotteten und streng geschützten Beutegreifers mitzuerleben, ist spannend wie herausfordernd zugleich. Der Wolf, vielen nur aus dem Tierpark oder Märchen bekannt, wird den Menschen in diesem Projekt interaktiv und spielerisch, aber dennoch stets auf wissenschaftlichen Fakten basierend und sachlich nähergebracht. Mögliche Einflüsse des Wolfs auf das Ökosystem Wald, die Nahrung des Wolfs, Lebensweise, aber auch beispielsweise Konflikte mit der Weidetierhaltung durch Nutztierrisse, regen sowohl die Betrachterin und den Betrachter der Ausstellung, als auch Kinder und Jugendliche im Rahmen des Schulprogramms dazu an, über den Tellerrand zu blicken und die Vernetzung in Naturräumen wahrzunehmen. Den Wolf, aber auch Schafe, die einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt auf unseren Naturflächen leisten, als schützenswerte Teile der Biodiversität wahrzunehmen, ist hierbei ein wichtiger Aspekt des Projektes. Oftmals beschäftigt das Thema Wolf die Schülerinnen und Schüler so sehr, dass sie sogar eigeninitiativ tätig werden und sich eigene Projekte überlegen. In der Vergangenheit wurden beispielsweise schon Wolfswochen und Podiumsdiskussionen organisiert, aber auch Poster und Plakate gestaltet. Das frühzeitige Kennenlernen der Bedeutung der biologischen Vielfalt für Mensch und Natur bildet eine solide Basis, um sich auch künftig für den Erhalt und Schutz der Arten einzusetzen.


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Besuchen Sie uns

NABU NRW

Völklinger Straße 7-9
40219 Düsseldorf

Öffnungszeiten: abhängig vom jeweiligen Aussteller

Frau Katharina Stenglein

http://www.wolf-macht-schule.de

 

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Düsseldorf

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