Sonderwettbewerb Soziale Natur

Lernort Natur

Lernort Natur ist die Initiative der Natur- und Umweltbildung des Deutschen Jagdverbandes e. V. Das Engagement findet ehrenamtlich auf lokaler und regionaler Ebene bundesweit in den Kreisjägerschaften statt.
Die Initiative existiert seit 1991. Mittlerweile sind über 7.000 Jägerinnen und Jäger ehrenamtlich als Naturpädagogen tätig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Bereich der Grundschule. Es werden darüber hinaus Menschen aller Altersgruppen angesprochen. Die Zahl der erreichten Personen beläuft sich incl. der Besucher öffentlicher Veranstaltungen mittlerweile auf weit über 800.000 Menschen (Zahlen auf Basis der letzten Umfrage aus dem Jahr 2018).

Die auf ehrenamtlichem Engagement basierende Initiative wird vorwiegend aus den Mitteln der Jägerschaften finanziert. Teilweise werden auch Sponsorengelder, Spenden oder Fördermittel eingesetzt.

Der Verband unterhält ein eigenes Weiterbildungsprogramm zur pädagogischen Qualifizierung der Aktiven. Des Weiteren produzieren der DJV und die Landesjagdverbände eigene Materialien der Natur- und Umweltbildung, die im Schulunterricht Verwendung finden.

Es bestehen Kontakte zu anderen Naturschutzorganisationen und zur Landwirtschaft, mit denen Veranstaltungen durchgeführt werden, wie z. B. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dem Deutschen Bauernverband und dem Naturschutzbund. Die Initiative Lernort Natur wurde zwei mal als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 ausgezeichnet.

Die Initiative Lernort Natur des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der deutschen Landesjagdverbände vermittelt seit fast 30 Jahren Wissen über die heimische Flora und Fauna und zeigt mit einer Vielfalt pädagogischer Methoden wie Themen der nachhaltigen Nutzung und der biologischen Vielfalt der Gesellschaft vermittelt werden können. Die Initiative ist anerkanntes Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014.
Die Akteure wirken auch mit anderen Bildungspartnern aus den Bereichen der Landwirtschaft und des Naturschutzes zusammen. Zahlreiche Lernort-Natur-Aktive verfügen über Zusatzqualifikationen als Kräuterpädagogen, Natur- und Landschaftsführer, Heilpädagogen etc. Die Natur ist nicht nur Kulisse für Darbietungen, sondern wird als Basis allen Handelns verstanden. Die Rolle der Jagd und ihre Bedeutung zum Erhalt der Biodiversität wird dabei ebenfalls vermittelt, doch ist sie nicht Hauptgegenstand jagdlicher Naturpädagogik.
Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung 1991 zu einer anerkannten außerschulischen Bildungsmaßnahme entwickelt. Das Angebot erfolgt auf ehrenamtlicher Grundlage durch die Kreisgruppen der Jägerschaften. Die Landesjagdverbände und der Deutsche Jagdverband (DJV) betreiben die Öffentlichkeitsarbeit für die Initiative, bilden die ehrenamtlich Aktiven pädagogisch weiter und entwickeln alters- und lehrplanbezogene Materialien für die Natur- und Umweltbildung.
Lernort Natur ist eine bundesweite Initiative. Die Zahl der erreichten Personen liegt, auf Basis der jüngsten Umfrage, bei über 800.000 Menschen. Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen, wobei der Schwerpunkt weiterhin im Grundschulbereich liegt. Über 7000 Jägerinnen und Jäger sind mittlerweile pädagogisch tätig. Der DJV bietet zudem eine Weiterbildung an, mit der das Zertifikat „DJV-Naturpädagoge“ erworben werden kann.
Lernort Natur macht mit den Methoden der Wald- und Erlebnispädagogik einen fächerübergreifenden und fachspezifischen Unterricht möglich: Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten, Boden- und Gewässeruntersuchungen, Spiele zur Verdeutlichung von Populationsdynamiken, zur Sinnesschulung und zur Vertrauensbildung, praktische Arbeiten mit Naturmaterialien, Verarbeitung regionaler Nahrungsmittel, teambildende Maßnahmen, Bewegungs- und Beruhigungsspiele, spielerische Erfahrung der Entstehung und von Ungleichgewichten in der Natur.
Deutlich zugenommen haben in den letzten Jahren Aktivitäten mit Erwachsenen und älteren Menschen, mit Menschen mit Behinderungen sowie im Bereich der Erforschung alternativer Lernmethoden in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Forschungseinrichtungen. Beispielsweise wurde im Jahre 2010 gemeinsam mit dem Fachbereich Heilpädagogik der Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Nordrhein-Westfalen sowie der Lernort-Natur-Walderlebnisschule Bochum die Studie „Wald statt Ritalin“ durchgeführt. Des Weiteren hat sich der DJV an Forschungsprojekten beteiligt, wie dem Jugendreport Natur des Natursoziologen Dr. Rainer Brämer, der seit 1994 in regelmäßigen Abständen erschienen ist und das zwiespältige Verhältnis von Naturkenntnis und Naturschutz in den Blick nahm sowie der Studie Fokus Naturbildung in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und information.medien.agrar des Deutschen Bauenrverbandes aus dem Jahr 2018. Jedes Jahr beteiligt sich der DJV mit der Initiative Lernort Natur an der Bildungsmesse didacta.
Die Initiative zeigt sehr anschaulich, wie Natur und soziales Engagement zusammen wirken können. Ausgehend von den Erkenntnissen der zunehmenden negativen Auswirkungen einer Naturentfremdung – nicht nur bei Kindern und Jugendlichen – hat sich die Initiative als eine Maßnahme im sozialen Bereich etabliert. Es gelingt nicht nur, die Faszination für ein unmittelbares Naturerleben (wieder) zu wecken, sondern darüber hinaus nahezu alle Gruppen der Gesellschaft damit anzusprechen und Angebote für den Bildungs- und Sozialbereich zu machen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Es hat vielfach den Anschein, dass das Thema der biologischen Vielfalt vorwiegend auf exotische Regionen bezogen wird. Die Initiative Lernort Natur zeigt sehr praktisch und konkret, das biologische Vielfalt vor der eigenen Haustüre, in der heimischen Natur und Umwelt zu finden ist. In Verbindung mit den sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist die Lernort-Natur-Initiative an den Zielsetzungen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) orientiert.
Die zahlreichen jagdlichen Aktivitäten zum Erhalt der Artenvielfalt, wie z. B. Blühstreifenprogramme in Kooperation mit der Landwirtschaft, Wiederansiedlungsprojekte bedrohter Arten (Rebhuhn und Auerwild) und Prädatorenmanagement (Beispiel Bremer Blockland in Kooperation mit dem BUND), sind dabei Beleg für inhaltlichen Hintergrund der Initiative.
Biologische Vielfalt wird dabei als ganzheitlicher Begriff verstanden, der soziale Aspekte mit einbezieht, was die Vermittlung des ökologischen Themas an die breite Bevölkerung betrifft. Nachhaltige Nutzung der Natur unter Berücksichtigung komplexer Ökosystemzusammenhänge kann mit den naturpädagogischen Mitteln der Initiative Lernort Natur vermittelt werden.



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