Blumiger Landkreis Osnabrück, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Das Projekt "Blumiger Landkreis Osnabrück" ist ein ehrenamtliches Projekt, welches sich wesentlich der Förderung der Artenvielfalt durch die Anlage von Blühwiesen sowie die Schaffung von Nisthilfen verschrieben hat. Das Hauptziel ist es, einen Blühwiesen-Flug-Korridor von Melle nach Hagen a.T.W. bis zum 20, Mai 2020 2020 zu schaffen. Das Projekt bezieht sich Wesentlich auf die Städte Melle, Georgsmarienhütte und die Gemeinden Hagen a.T.W. sowie Bissendorf. Eine Besonderheit ist eine schonende Pflege von Blühwiesen durch Gnadenhoftiere (Schafe, Ziegen, Ponys), da hierdurch nur wenige "Mahdverluste" entstehen und durch die Hinterlassenschaften der Weidetiere koprophage Insekten gefördert werden. Insgesamt haben sich mittlerweile über 1200 Personen im "Blumiger Landkreis Osnabrück"-Projekt beteiligt.

Abgrenzung vom bereits ausgezeichneten Projekt "Blumiges Melle":
Das Projekt "Blumiges Melle" ist im August 2018 beendet worden.
Unter http://blumiges-melle.de bzw. hier: https://umweltschutz-und-lebenshilfe.de/endbericht_blumiges_melle_08_2018.pdf finden Sie den Endbericht bzw. entsprechende Nachweise.

Blumiger Landkreis Osnabrück "dockt" zwar an Projektergebnisse von "Blumiges Melle" an, stellt jedoch sowohl eine räumliche als auch eine wesentliche gestalterisch-inhaltliche Erweiterung dar.
Hauptzielgebiet ist im "Blumiger Landkreis Osnabrück"-Projekt der südliche Landkreis Osnabrück (Melle, Bissendorf, Kloster Oesede, Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W.). Inhaltlich geht es hier nicht mehr um die Schaffung punktueller Blühwiesen sondern um eine ganz gezielte Vernetzung der Flächen, um einen regionalen genetischen Austausch der Insekten zu ermöglichen (wesentlich für eine Arterhaltung). Das bislang Geschaffene (den aktuellen Blühwiesenkorridor im südlichen Landkreis Osnabrück) sehen Sie unter folgendem Link: http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12

Das Ziel ist die Schaffung des Bundesweit ersten Blühwiesenkorridores (Basis-Gerüst) zwischen mehreren Gemeinden (35 Kilometer), der es auch Fluginsekten mit geringen Flugradien ermöglicht, "von Blühwiese zu Blühwiese" zu fliegen. Die Flugentfernung der unterschiedlichen Blühwiesen wurde von uns "in Stufe 1" auf 1700 Meter festgelegt. Somit haben auch diverse Wildbienenarten nun die Möglichkeit, sich regional genetisch auszutauschen. Die feierliche Eröffnung ist mit viel Prominenz für den 20. Mai 2020 vorgesehen. In Stufe 2 (2021) ist die Schaffung eines engmaschigeren Netzes geplant.

Der Unterschied zu "Blumiges Melle" wird durch folgenden Film deutlich: https://www.youtube.com/watch?v=of0hXheiCnc

Eine weitere klare Erweiterung im Vergleich zum "Blumiges Melle-Projekt" ist die Schaffung von Totholz-Nisthilfen, insbesondere jedoch eine zielgerichtete schonende Beweidung von verschiedenen Blühwiesen zwei Mal im Jahr durch Gnadenhoftiere.
Durch eine Beweidung entstehen durch den Verbiss der Tiere Offenstellen. Davon profitieren insbesondere Heuschrecken und Tagfalter-Arten. Beweidete Sandrasen sind zudem deutlich blütenreicher als unbeweidete Flächen, sodass auch das Blütenangebot für Wildbienen langfristig scheint. Eine hohe Wildbienen-Diversität korreliert mit geringer Vegetationsdeckung, und trockenen, offenen Bodenverhältnissen.
Damit jedoch kontinuierlich den Flächen Nährstoffe entzogen werden, so werden die "Hinterlassenschaften" der Weidetiere regelmässig "abgeäppelt" und entfernt.

Die umfassende Erweiterung und Abgrenzung zum "Blumiges Melle"-Projekt wird durch den entsprechenden Projektantrag "Blumiger Landkreis Osnabrück" deutlich, siehe dazu folgenden Bericht: http://blumiger-lkos.de/blkos_plus.pdf

Auf http://blumiger-lkos.de finden Sie eine kontinuierliche Berichterstattung über all unsere Fortschritte.

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Das ehrenamtliche Projekt "Blumiger Landkreis Osnabrück" verfolgt das Ziel, insbesondere im südlichen Landkreis Osnabrück die biologische Vielfalt durch die Anlage artenreicher Blühwiesen auf der Basis regionalen Saatgutes zu steigern. Ein wichtiger Baustein ist dabei eine praktische Umweltbildung (praktische Anlage von Blühwiesen) gemeinsam mit Schulklassen. Initiiert durch soziale Netzwerke und die regionale Presse wurden von Kommunen, BürgerInnen, Firmen, Vereinen, Kirchengemeinden etc. (Stand 2. Juni 2019) insgesamt ca. 500 Flächen angeboten. Aus zeitlichen/arbeitstechnischen Gründen (das Team besteht nur aus 4 Personen) wurden bislang etwa 130 Blühwiesen (Mindestgröße: 100 m², Maximalgröße: 25.000 m²) mit einer Gesamtfläche von ca. 275.000 m² angelegt. Das Projekt ist im Frühjahr 2018 gestartet und läuft bis zum Sommer 2021. Ein Bestandteil des Projektes ist natürlich auch die Mahd und Pflege der Blühwiesen ( nur so kann sich das mehrjährige Saatgut entfalten und einen Nutzen für die Insektenvielfalt erzielen).

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die biologische Vielfalt wird durch die Anlage regionaler, artenreicher Blühwiesen maßgeblich gefördert. Nicht nur wird artenreiches, regionales Saatgut eingesät, von den entsprechenden Blüh-Pflanzen profitieren die Insekten und damit auch entsprechende Folgenutzer (z.B. Fische, Vögel, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger etc.). Zudem werden Totholznisthilfen als Bruthilfe für Insekten zur Verfügung gestellt. Um "Mahd-Verluste" bei Kleintieren zu vermeiden werden diverse Blühwiesen gezielt durch Schafe, Ziegen und 2 Ponys abgeweidet.

Video:
https://www.youtube.com/watch?v=of0hXheiCnc


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Am Wulberg 15
49324 Melle

Öffnungszeiten: Jederzeit

Herr Dr Kai Behncke
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
http://blumiger-lkos.de

 

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