Vielfalt schmeckt

Mit dem Projekt „Vielfalt schmeckt“ möchten die Initiatoren einige Gemüsesorten von der Roten Liste und weitere bedrohte, traditionelle Sorten retten und erhalten, indem diese wieder, nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus, angebaut und im Bioladen angeboten werden. So wird einerseits ein Beitrag geleistet, die große genetische Vielfalt der Kulturpflanzen als Grundlage unseres heutigen und zukünftigen Ernährungssystems zu erhalten. Andererseits wird den Kunden über die Verfügbarkeit einiger alter Sorten im Handel die Vielfalt der Kulturpflanzen nähergebracht. Durch zahlreiche unterstützende Veranstaltungen und Aktionen sowie zur Verfügung gestelltes Informationsmaterial soll das Thema der bedrohten Kulturpflanzenvielfalt ins Bewusstsein gebracht werden. Die im Rahmen des Projekts bisher angebauten 13 Sorten dienen dabei als Botschafter einer noch viel größeren zu erhaltenden Vielfalt.

Kern des im März 2017 gestarteten Projekts „Vielfalt schmeckt“ ist der Anbau und die Vermarktung von Gemüsesorten von der Roten Liste und anderer bedrohter, traditioneller Sorten. Die Erzeugung findet nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus in der Region rund um Freiburg statt. Die Produkte werden in verschiedenen Bioläden der Region und direkt auf Marktständen und in Hofläden der Erzeuger verkauft. So wird ein Beitrag zum Erhalt der bedrohten biologischen Vielfalt im Bereich der Kulturpflanzen geleistet. Dies ist dringend notwendig, denn nach Schätzungen der FAO ist bereits über 70% der über Jahrhunderte durch klassische Züchtung entstandenen Vielfalt an Gemüsesorten verschwunden. Ziel des Projekts ist es daher, die Sortenvielfalt in der biologischen Wertschöpfungskette zu erhöhen und dafür gefährdete sowie in Vergessenheit geratene Gemüsesorten zu vermarkten. So soll einerseits ein Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt der Kulturpflanzen als Grundlage unseres heutigen und zukünftigen Ernährungssystems geleistet werden, andererseits ein höheres Sortenbewusstsein geschaffen werden und auf die große Zahl an gefährdeten Nutzpflanzen aufmerksam gemacht werden. Um zu einem höheren Bewusstsein für die Kulturpflanzenvielfalt beizutragen werden regelmäßig Veranstaltungen besucht sowie Aktionen und Kurse angeboten. Dazu gehören beispielsweise Vorträge, Informationsstände, Kochkurse in Kooperation mit der Volkshochschule und Mittagstische und Menüs unter Verwendung traditioneller Sorten mit Partnern aus der Gastronomie. Des weiteren wird umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt, beispielsweise Flyer, Rezeptpostkarten und Sorteninfos. Auf der eigenen Internetseite des Projekts können sich Interessierte detailliert informieren über die Erzeuger, die Bioläden, die Veranstaltungen und Aktionen etc. (www.vielfaltschmeckt.de). Ein Kurzfilm zum Projekt bringt die wichtigsten Inhalte auf den Punkt (https://www.youtube.com/watch?v=KdgftKf1f8k&feature=youtu.be) .
Die beiden Initiatoren des Projekts, ProSpecieRara und Rinklin Naturkost, haben bereits einiges an Erfahrungen, die dabei dem Projekt »Vielfalt schmeckt« zugutekommen: ProSpecieRara im Bereich des Erhalts alter Kulturpflanzen und Rinklin Naturkost bei der Vermarktung biologischer Produkte.
Kurzinfos zu den beiden Initiatoren:
ProSpecieRara ist eine gemeinnützige Organisation, die gegründet wurde, um die biologische Vielfalt zu erhalten und möglichst viele der noch vorhandenen traditionellen Kulturpflanzen zu retten. ProSpecieRara stöbert vergessene Garten- und Ackerpflanzen sowie Beeren- und Obstsorten wieder auf, sichert sie zusammen mit Partnern in Sammlungen ab und vermehrt sie. ProSpecieRara sammelt Wissen rund um die alten Sorten, die als kulturhistorisches Erbe ein Stück Landschaftsgeschichte erzählen und gibt dieses Wissen in Kursen und auf Veranstaltungen weiter.
Die Rinklin Naturkost GmbH in Eichstetten am Kaiserstuhl gehört zu den Pionieren der Biobewegung und wurde 1975 gegründet. Rinklin Naturkost GmbH ist ein Familienunternehmen das von 4 Mitgliedern der Familie geführt wird. Das Liefergebiet des Bio-Großhändlers liegt im Südwesten Deutschlands und im Elsass. Der Kundenstamm liegt bei über 800 Kunden aus der Naturkostbranche, die regelmäßig beliefert werden.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Projekt hat die biologische Vielfalt im Kulturpflanzenbereich im Fokus. Zur Erhaltung der Arten- und Sortenvielfalt von Gemüsepflanzen trägt das Projekt unmittelbar durch den Anbau und die Vermarktung verschiedener Gemüsesorten bei. Da die Sorten im Rahmen des Projekts nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus angebaut werden wird zum Ökosystemschutz beigetragen, da der Anbau verschiedenster Sorten unter ökologischen Gesichtspunkten die Artenvielfalt, beispielsweise von Insekten, auf den angebauten Flächen fördert. Die genetische Vielfalt der Kulturpflanzen soll dadurch erhalten bleiben, dass die im Rahmen des Projekts angebauten Sorten wieder verbreitet werden. Da es sich ausschließlich um samenfeste Sorten handelt, können diese von Kundinnen und Kunden auch selbst angebaut werden, wenn sie z.B. aus Tomaten das Saatgut gewinnen.

Video:


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Dokumente

Flyer zum Projekt ´Vielfalt schmeckt´

 

Besuchen Sie uns

Internetseite "Vielfalt schmeckt"

Kartäuserstr.49
79102 Freiburg

Öffnungszeiten: Internetseite rund um die Uhr verfügbar

Frau Ann-Kathrin Söllner
ann-kathrin.soellner@prospecierara.de
https://vielfaltschmeckt.de

 

Weitere Infos

ProSpecieRara, Rinklin Naturkost
Freiburg

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