Sonderwettbewerb Soziale Natur

Kleingärtner tun was fürs Klima und die Biologische Vielfalt

Wir als sozial ökologisch engagierter Kleingärtnerverein, möchten unseren Beitrag zum Erhalt und Verbesserung des Klimas und der biologischen Vielfalt im Ruhrgebiet leisten. Hierzu planen wir zusätzlich zu unseren sozialen Projekten einen Garten der Naturvielfalt einzurichten, in dem verdeutlicht werden soll, wie wichtig es ist mit kleinen Schritten etwas Großes zu erreichen. Dieses Projekt wird jedermann zugänglich sein und in seiner Wirkung helfen, unsere Gesellschaft mitzureißen und zu ermuntern, über den Tellerrand hinaus zu schauen.

In unserer Kleingartenanlage Lunemannsiepen, betreiben wir seit 2013 einen Schulgarten. Dazu kam 2017 ein Inklusionsgarten. Sieben geistig behinderte Menschen, einer ambulanten Wohngruppe des Franz-Sales Hauses, teilweise Familien mit Kindern und ihren Betreuern, können sich hier in einem eigenen Kleingarten einbringen und nutzen diesen auch sehr aktiv. Im Jahr 2019 fällt der Startschuss, in dem Projekt der GBS SOZIAL, dem Stadtverband Essen der Kleingärtnervereine e.V. und dem KGV Essen-Kray e.V., für einen Therapiegarten, in dem Menschen mit besonderem Schutzbedürfnis, die wieder zurück ins Leben finden wollen, sich entsprechend einfügen können und so die Hilfe finden, sich in einen normalen Lebensalltag wieder zurecht zu finden. Mit großem Erfolg haben wir im Jahr 2018, im Volksgarten in Essen-Kray eine kleine Streuobstwiese angelegt, die frei für alle Essener Bürger zugänglich ist und in der sich jeder nach Herzenslust an den Früchten bedienen kann.
Wichtig sind uns hier die Umwelterziehung und die ökologische Lebensmittelgewinnung. Die Nachhaltigkeit, spielt hier eine entscheidende Rolle. Hier lernen unsere Kleinsten, wo der Apfel tatsächlich wächst und dass eine Kartoffel nicht im Supermarktregal gedeiht. Das selbst geerntete Obst und Gemüse wird von den KITA`s anschließend selbst zubereitet. So unterstützen wir eine optimale und gesunde Ernährung unserer Kinder.
Unser Vereinsheim wurde in den letzten 2 Jahren mit fleißiger Unterstützung unserer Mitglieder und verschiedene Sponsoren renoviert und zu einer Begegnungsstätte umgestaltet. Hier ist es uns wichtig, dass Menschen egal welcher Glaubensrichtung, ob mit Handicap oder ohne, arm oder reich, klein oder groß, mit dem gemeinsamen Gedanken zusammen finden. Wir möchten uns hier ökologisch und sozial auf einander einstellen, uns weiter entwickeln, Erfahrungen austauschen und mit einander ein Stück des Lebens gehen.
Für diese Sozialprojekte, besonders für den Schulgarten und Inklusionsgarten, wollen wir im Jahr 2019 gemeinschaftlich einen Garten zur biologischen Vielfalt anlegen. Dieser wird genau wie unsere Gartenanlagen, für jedermann frei zugänglich sein. Die biologische Vielfalt steht auch hier im Mittelpunkt. Mitmachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Besonders möchten wir hier unsere Kinder in die ökologische Bildung mit einbeziehen. Sie können hier z.B. das Verhalten der verschiedenen Insekten auf einer Wildblumenwiese, einem Insektenhotel oder einem Bienenstock beobachten. Auch das Entstehen von Humus, die idealen ressourcenschonenden Bewässerungsmöglichkeiten und das Verhalten in Feuchtbiotopen soll hier anschaulich demonstriert werden.
Der Klimawandel ist bereits da, darüber gibt es keine Diskussion und wir merken es bereits alle.
Umso wichtiger ist es, sich der Bedeutung der Kleingärten für eine Stadt im Klimawandel bewusst zu machen: Kleingärten verbessern des innerstädtischen Klima durch Verdunstungskühle. Sie liegen in Kaltluftschneisen, die kühlere Luft in die immer heißer werdenden Innenstädte bringen. Gartenböden speichern Niederschlagswasser und dienen zusammen mit den Bäumen als CO²-Speicher. Die lokale Produktion von Obst und Gemüse leistet einen Beitrag zum Klimaschutz durch den Wegfall von Transportwegen. Dies alles und noch viel mehr leisten die Kleingärten als Beitrag zu einer lebenswerten Stadt.
Die richtigen Schritte sind nur durch biologische Vielfalt erreichbar.
Der Klimawandel wirkt sich aber auch auf unsere Gärten aus. In Zukunft werden sich bestimmte Wetterereignisse und deren Folgen häufen:
- Starkregenereignisse mit der Gefahr von Überschwemmung
- Erosion und Auswaschung von Nährstoffen ins Grundwasser.
- Trockenperioden und Hitzewellen mit extrem niedrigen Bodenfeuchtesituationen
- zunehmender Schädlingsdruck durch milde Winter und geschwächte Pflanzen
Einige diese Veränderungen bergen auch Chancen:
- Längere Vegetationsperioden, höhere Temperaturen und veränderte Kohlenstoffdioxidgehalte in der Atmosphäre können wir mit klimaangepassten Gärten produktiv nutzbar machen.
Wie sieht ein klimaangepasster Garten aus, der nicht nur die Produktivität erhöht sondern auch die Auswirkungen des Klimawandels für die Allgemeinheit abmildert? Im Folgenden sind einige Maßnahmen, die jeder ergreifen kann und sollte, aufgelistet:
- Mulchen offener Flächen (z.B. mit Heu, Stroh, Gras)
- ganzjährige (!) Bodenabdeckung aller Flächen durch Pflanzen, Mulch oder Gründüngung nach der Ernte
- effiziente Bewässerung (frühmorgens, Tröpfchen Bewässerung direkt an die Pflanze)
- Nutzung von Regenwasser
- naturnahe Bewirtschaftung z.B. durch den Einsatz und Förderung von Nützlingen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Wir verdeutlichen unseren Nachbarn im Stadtteil, unseren Kindern im Schulgarten, unseren hilfebedürftigen und natürlich allen Interessierten, wie wichtig eine nachhaltige ökologische Bewirtschaftung von Flächen gerade im Stadtgebiet ist. Auch soll hier gezeigt werden und jeder soll es hautnah mitbekommen, dass eine Versiegelung der letzten Flächen in der Stadt, durch Bebauung mit Gebäuden oder Industrie oder Bürokomplexen, keine Alternative darstellt. Die so geschaffenen ökologischen Frischluftschneisen, Versickerungsflächen und grüne Lunge der Stadt, sind hier nicht ersetzbar. Der Unterschied zu Städten mit vergleichsmäßig weniger Grünflächen, in Bezug auf die Temperaturen im Sommer, den Abfluss von Wassermengen bei Starkregen, ist heute schon nachweisbar. Wir als Vorreiter im Ruhrgebiet möchten zeigen, was Chancen und Lösungen sein können, als Folge des Bergbaues als Projekte, die wiederum erfolgreich in die Welt getragen werden und als Verbesserung dienen. Uns ist es wichtig unsere Kinder, Jugendlichen und benachteiligten Menschen mit zu nehmen und eine Chance aufzuzeigen, an der jeder wirklich mitwirken kann.
Die biologische Vielfalt wird hier dargestellt, in dem Menschen (selbst im Kleinkindesalter), Natur und die Umwelt sich gegenseitig achten und aufzuzeigen, das ein Miteinander so einfach sein kann.


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Besuchen Sie uns

Lunemannsiepen 23, 45307 Essen

Arendahls Hang 5
45141 Essen

Öffnungszeiten: Rund um die Uhr

Herr Henrik Wolf
Tel.:015234350732
info@kgv-essen-kray.com
http://www.kgv-essen-kray.com

 

Weitere Infos

Kleingärtnerverein Essen-Kray e.V.
Essen

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