Unsere Stadt deckt den Bienen den Tisch. Jede Bluete zaehlt!

Das Insektensterben hat alle wach gerüttelt. Mit den Insekten verschwinden auch viele Vogelarten, Fledermäuse und Igel. Wir Imker vom Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach wollen etwas für Wildbienen und Schmetterlinge tun. Helfen Sie uns mit, dass möglichst viele Grasflächen in blühende Wiesen voller Artenvielfalt verwandelt werden. Mit Ihrer Spende kaufen wir lokales Saatgut und andere Pflanzen, die als Bienenweide dienen. Diese werden in privaten Gärten und auf öffentlichen Flächen eingesät. So wollen wir die Lebensgrundlage von zum Teil vom Aussterben bedrohter Insekten verbessern. Jeder Bürger der Stadt kann das Saatgut für seinen Garten über uns beziehen. In Lückerath hat die Stadt eine große Wiese zur Verfügung gestellt, die wir integrativ zusammen mit Menschen der Lebenshilfe in einen Wildbienenpark umwandeln wollen. Dort sollen nach der Einsaat eines Schmetterlings- und Wildbienensaumes auch Büsche und Bäume als Bienenweide gepflanzt werden. Es soll ein Lehrpfad für Kinder dort entstehen. Weitere Aktionen werden folgen.

Im Herbst des Jahres 2017 hat das renommierte Wissenschaftsjournal PIOS ONE eine Studie veröffentlicht, die erstmals den Insektenschwund in Deutschland um mehr als 75% bestätigt hat. Der Entomologische Verein in Krefeld hatte an den immer gleichen Messstellen in Naturschutzgebieten mit identischen Messmethoden seit 1989 diesen dramatischen Rückgang nicht nur an der Masse der Insekten, sondern auch am Artenschwund dokumentiert.

Diese Studie über das Insektensterben hat uns wachgerüttelt. Seit Jahren mit dem Verlust von Bienenvölkern konfrontiert, hat diese Studie uns ImkerInnen im Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach besonders betroffen gemacht und unseren Fokus auf Wildbienen und Schmetterlinge erweitert. Weil es zu wenig Blühstreifen und Blütenvielfalt gibt, verändert sich die biologische Vielfalt. Es verschwinden die Insekten und in der Folge Vögel, Igel und Fledermäuse, denen diese Insekten als Nahrung fehlen.

Für die Honigbienen sind wir als ImkerInnen im Verein verantwortlich. ImkerInnen pflegen ihre Bienenvölker und retten schwache Völker, indem sie diese auflösen und mit starken Völkern vereinigen. Für die Wildbienen und Schmetterlinge gab es in der Vergangenheit offensichtlich keine Lobby. Bei ihnen merkt man diese Schwäche erst, wenn es zu spät ist, wenn Sie ausgestorben sind. Deshalb wollen sich die ImkerInnen im Bienenzuchtverein Verein Bergisch Gladbach für mehr biologische Vielfalt einsetzen.

Die Aktion „Blühendes GL Unsere Stadt deckt den Bienen den Tisch. Jede Blüte zählt!“ ist im November 2017 auf Initiative von Markus Bollen (Stellvertretender Vorsitzender im Verein) gestartet. Ein großes Bündnis von Mitstreitern aus Politik und Wirtschaft der Stadt Bergisch Gladbach sowie Sponsoren hat sich zusammengefunden, um in Bergisch Gladbach die biologische Vielfalt zu fördern.

Von Spendengeldern wird regionales Saatgut gekauft und an BürgerInnen der Stadt verteilt werden, die über Gärten oder Wiesenflächen verfügen. Aber auch Unternehmen, Kirchengemeinden und Einrichtungen, die über geeignete Freiflächen verfügen, können sich melden. ImkerInnen des Bienenzuchtvereins bestellen die Samentüten, verteilen sie direkt an interessierte BürgerInnen und bringen sie zu Geschäften und Institutionen, von wo aus sie weitergegeben werden. Auch auf Marktständen wie beispielsweise am Sozialstand des Bergisch Gladbacher Weihnachtsmarktes wurden Samentüten verteilt.

Das Projekt berücksichtigt zudem den Gedanken der Inklusion. Wir haben als ImkerInnen im Bienenzuchtverein nicht nur die Insekten im Fokus, sondern auch Menschen mit Behinderungen, denen eine Arbeit die Möglichkeit gibt, Selbstbestätigung, Selbständigkeit, soziale Anerkennung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu erreichen.

So ist die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Lebenshilfe in Bergisch Gladbach mit im Boot der Aktion.
Die großen Gebinde der Samenmischungen der Firma Rieger-Hofmann werden von den MitarbeiterInnen der Lebenshilfe in kleinere Mengen abgefüllt und mit den dazu gehörigen Anwender-Informationen verpackt. Der Arbeitsbereich Garten- und Landschaftsbau der Lebenshilfe bereitet mit MitarbeiterInnen Gärten für die Bienenweide vor und sät die gewünschten Samen ein.

Als erster Höhepunkt des Projektes wurde am 16.03.18 der erste Spatenstich für einen Wildbienenpark in Bergisch Gladbach vollzogen. Der Startschuss für die Einrichtung eines Wildbienenparks ist somit gefallen. Eine große Fläche wird mit mehrjährigen Feldblumen gemeinschaftlich von MitarbeiterInnen der WfbM Lebenshilfe und AnwohnerInnen bepflanzt. Auch nach dem Verblühen der Blumenwiese wird nicht gemäht, damit die Stengel der Blumen den Insekten noch zur Überwinterung dienen können. Von der WfbM der Lebenshilfe gebaute Insektenhotels werden aufgestellt, Vogelschutzgehölze und Sträucher gepflanzt. Ein Wandelpfad soll Spaziergängern auf Infotafeln Pflanzen für den eigenen Garten zeigen, die für Insekten und Vögel überlebenswichtige Vorteile bieten. Geplant ist ein Bienenlehrpfad. Dort können Kinder lernen, ihre Umwelt im Kleinen genau zu betrachten und vorher Unbekanntes zu entdecken.

Aktueller Stand 2019: Nach Massgabe der unteren Landschaftsschutzbehörde wurden im Mai 20% der Fläche mit einer von der Biologischen Station Rösrath zusammengestellten regionalen Saatgutmischung „Bergisches Blütenmeer“ von Rieger Hofmann eingesät. 70 Weiden/Büsche/Wildrosen wurden bereits bei regnerischem Wetter im Oktober 2018 eingepflanzt. Die Gesamtfläche beträgt 5500qm, davon 20% mehrjährige Blumenwiese als 4 Streifen in Form eines „E“. Bisher wurden 2000 Saatguttüten mit je 20g regionale Blumenmischung für 20.000qm verteilt. Weitere 8kg Saatgut sind bestellt.

Wir bewerben uns als ImkerInnen des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach für „Die UN-Dekade biologische Vielfalt“, weil wir davon überzeugt sind, einen wichtigen Beitrag für unsere heimische Insekten- und Tierwelt zu leisten, den Gedanken der Inklusion zu unterstützen und würden uns über ein Preisgeld freuen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Im Rahmen des Projektes verteilt der Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach regionale Blühmischungen an BürgerInnen. In diesen Saatgutmischungen sind heimischen Pflanzen enthalten, die Wildbienen und Schmetterlingen Nahrung bieten. Ziel ist eine Umwelt, in der viele verschiedene Insekten wieder Nahrung finden sollen. Die Bedeutung ist die Bewusstmachung auf Zusammenhänge in der Natur, die von den meisten Betrachtern in der Natur oft übersehen werden. Es soll ein bewussterer Umgang mit der Natur und den Vorgängen in ihr erreicht werden. Die Bienenweide soll dazu dienen auch im kleinen Bereich die biologische Vielfalt fördern zu können.


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