Sonderwettbewerb Soziale Natur

Krumme Gurken und lila Kartoffeln, Vielfalt von der Saat bis zur Ernte

Wir bieten den Kindern und Jugendlichen ein soziales und ökologisches Übungsfeld, wo sie Kontakte zu Tieren, Natur und Handwerk erleben können. Der Aktivspielplatz lädt ein zum mit Planen, Experimentieren und Gestalten.

Zentrale Elemente in den Angeboten beziehen sich auf die angewandte Ökologie. Dazu gehören Naturkreisläufe, schonender Umgang mit Ressourcen, Verwendung von (selbst hergestellten)
biologischen Nahrungsmitteln und der Einsatz von regenerativen Energien. Ziel ist es, alle Kinder und Jugendlichen einen selbstbestimmten und gemeinschaftsverantwortlichen
Umgang mit sich, den anderen Menschen, den Tieren und der Natur ausprobieren und erleben zu lassen.

Der ganzheitliche, natur- und tierpädagogische Ansatz bietet ein breites Lern- und Erfahrungsfeld. In Ergänzung zur klassisch schulischen Förderung intellektueller Fähigkeiten werden hier
insbesondere soziale, ökologische, künstlerisch-handwerkliche sowie natur- und tierpflegerische Kompetenzen vermittelt. Hier können originäre Erfahrungen gemacht werden, die vielen
städtischen Kindern heute gänzlich fehlen. Nachhaltige Bildung entsteht durch Erleben im Handeln.

Bei Projekten im Garten sind Kinder bei der Planung und Entwicklung ihrer Beete dabei und erleben die Gartenjahre von der Saat bis zur Verarbeitung. Dabei lernen sie in direkter Naturerfahrung vieles über alte Gemüsesorten, können viele Farben und Formen bestaunen, arbeiten mit ihren Händen in Erde, Mulch, Sand und erleben auf allen Sinnesebenen ein breites Spektrum an Möglichkeiten.
Es gibt Kontakt mit einer Vielzahl von Tieren: Insekten, Bienen, Schnecken, Wühlmäuse oder Igel. Die Tiere können beobachtet werden und im Garten finden sich viele Elemente, die ein Wohlfühlen vieler unterschiedlicher Tiere begünstigt (Trockensteinmauern, Insektenhotels, Benjeshecken).

Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung und der Anschauung von ökologischer Landwirtschaft, Biodiversität und alten Gemüsesorten. Die Kinder sollen biologische Vielfalt schmecken, sehen und erfahren können. Den eigentlichen Wert der Dinge, mit denen wir uns umgeben, soll im eigenen Tun wieder erlebbar werden. Das Selbsttätigwerden in authentischen Situationen hat eine große Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung des Lernens. Die Kinder können mit allen Sinnen in die vielfältigen Erlebnisse beim Versorgen und dem Kontakt mit Pflanzen und Erde eintauchen. Der respektvolle Umgang mit Pflanzen und Tieren stärkt das Verantwortungsbewusstsein für die lokale und globale Umwelt.
Es sollen alternative Anbaupraktiken gezeigt werden (Hochbeet, vertikales Beet, Rollibeet, Hügelbeet), welche u.a eine bessere Nutzung des Wassers und der Bodenbeschaffenheit aufzeigen. Gemeinsam mit den Kindern sollen in dem Projekt Rollibeete entstehen.
Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes gilt dem gemeinsamen Naturerfahrungen von Kindern mit und ohne Behinderungen und dafür die Voraussetzungen der Teilhabe zu schaffen.
Die Kinder werden alle Produkte des Gartens probieren, und wir werden den Überfluss und die Fülle des Sommers für den Winter konservieren lernen (Einlagern, Einkochen, Trocknen, Fermentieren, …). Die Speisen werden auf dem Feuer, dem Solarkocher oder Solarbackofen zubereitet. Auf dem Solardörrer können sich Beeren, Obst und Gemüse zu leckeren Naschereien verwandeln.
Das Umwelt und Nachhaltigkeitsbewusstsein der Kinder soll geschärft und aktiviert werden durch ein intrinsisches Vorleben und ein Nachahmen der Kinder. Die Kinder lernen praktisch ökologischen Gemüseanbau kennen. Neben dem Bestellen der Beete liegt der Schwerpunkt auf der erlebbaren Vermittlung eines nachhaltigen Anbaus in einem Gemeinschaftsgarten.
Dabei wollen wir eine breite Biodiversität aufzeigen, indem alte Gemüsesorten durch Form, Farbe und Geschmack auffallen dürfen. Wir gehen Begriffen wie saisonal und regional auf den Grund und vergleichen unser selbst angebautes Gemüse mit dem aus den Supermärkten.Wie schmecken weiße Karotten oder lila Kartoffeln? Wie kann Gemüse für den Winter konserviert werden? Die Unterschiede werden den Kindern schmackhaft gemacht. Gemüse frisch aus dem Beet direkt auf den Teller. Dabei überzeugt das Gemüse nicht nur an Geschmack, sondern spart auch nicht an Farbe.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Abenteuer Gelbbauchunke,2015 war es Vorhabensziel, an verschiedenen Stellen des Geländes des Abenteuerhofs Lebensräume für die Gelbbauchunke zu schaffen und die Art dauerhaft in das Natur- und Umweltpädagogische Konzept des Abenteuerhofs zu integrieren. Das Projekt wurde unter der Leitung von Dipl. Biologe Holger Mette-Christ in Zusammenarbeit mit Dipl. Sozialarbeiter Joachim Stockmaier durchgeführt. Die Umsetzung erfolgte durch Kinder / Jugendliche des Kinderarbenteuerhofs im Rahmen des offenen Programms sowie an speziellen Aktionstagen unter Mithilfe zahlreicher ehrenamtlich tätiger erwachsener Mitglieder.
Geplant und durchgeführt wurde die Anlage von verschiedenen kleineren temporären, gut besonnten Laichgewässern durch Einbringen von Tonschichten in Bereichen, die aktuell bereits leicht zu Vernässungen neigen (Auestandorte am Dorfbach), bzw. sich aufgrund der Topographie hierfür eignen. Temporär wasserführende Gräben wurden im Konzept für die Laichgewässer berücksichtigt. Im direkten Umfeld der Laichgewässer wurden ergänzend Gehölze und Stauden gepflanzt sowie einzelne Steinriegel errichtet, um geeignete Landlebensräume und Rückzugsmöglichkeiten für die Art zu erschaffen.

Video:


Bild 1

Dokumente

2018 12 Leitbild Kinderabenteuerhof 2.pdf

 

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Kinderabenteuerhof Freiburg am Dorfbach/Vauban

Alfred-Döblin-Platz 1
79100 Freiburg

Öffnungszeiten: Mi. bis Fr. 15:00 bis 18:00 ;jeden 3.Samstag im Monat 12:00 bis 18:00

Herr Joachim Stockmaier
Tel.:0761/45687138
info@kinderabenteuerhof.de
http://www.kinderabenteuerhof.de

 

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Freiburg

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