"Fräulein Brehms Tierleben"

„Fräulein Brehms Tierleben“ ist das weltweit erste und einzige Theaterprojekt, das sich zur Aufgabe gemacht hat, anhand einzelner Wildtierarten komplexe ökologische Zusammenhänge zu veranschaulichen. Basierend auf Alfred Brehms Klassiker „Brehms Tierleben“ transportiert „Fräulein Brehm“ moderne Feldforschung mit den Mitteln des Theaters ins 21. Jh., um nachhaltig Wissen und Sensibilität für die biologische Vielfalt heimischer Fauna und Flora zu stärken.

In den ersten drei Theaterstücken wird das Thema der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt - Konkrete Visionen – B1.2.6 Gebirge mit seinem Ziel „Bis 2020 sind Braunbär, Luchs und Wolf in den bayerischen Alpen wieder heimisch.“ aufgegriffen. Angestrebt ist die Akzeptanz für große Beutegreifer durch gezielte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit deutschlandweit zu erhöhen.
In der nächsten Etappe der Projektreihe (ab 2013) werden bodenökologische Tierarten thematisiert: Regenwurm, Ameise und Wildbiene. So wird gewährleistet, dass anhand der Bandbreite der Tiergruppen komplexe Zusammenhänge von Lebensräumen und Ökosystemen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Handlungskompetenzen erworben werden. Dies gilt sowohl für den schulischen, als auch außerschulischen Bereich.
2014 sind Zugvögel an der Reihe. Thematisch wird der Bereich der Migration von Tieren, als auch Menschen miteinander verwoben.

Jede Wildtierart erhält ihr speziell entwickeltes, mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erarbeitetes Theaterstück. Die Figur des „Fräulein Brehm“ zieht mit ihren spannenden und lebhaften Schilderungen von Beobachtungen und Begegnungen mit den Tieren – ob Wölfe oder Regenwürmer – die Zuschauer unweigerlich in ihren Bann. Dabei wahrt „Fräulein Brehm“ stets wissenschaftliche Neutralität. Besonders bei Tierarten wie großen Beutegreifern, die tief sitzende Ängste und Vorurteile hervorrufen, ist dies von außergewöhnlich wichtiger Bedeutung. Durch die Vermittlung von Kenntnissen über Lebensbedingungen, Verhaltensweisen und Anforderungen an Lebensräume heimischer Wildtierarten – und damit einhergehend auch das von Nutztieren – wird das Bewusstsein und die Toleranz für ein angemessenes Mensch-Tier-Miteinander gesteigert. Die Bildung eines Naturverständnisses, das die sensible Wechselwirkung und Verflechtung zwischen Natur und Mensch als existentielle Lebensgrundlage jetziger und zukünftiger Generationen aufzeigt, ist Stiftungszweck von Fräulein Brehms Tierleben gGmbH.

Die enge - internationale - Kooperation mit konkreten Feldstudienprojekten ermöglicht eine laufende Aktualisierung des Kenntnisstandes auch bei bereits laufenden Theaterprogrammen.
Projektpartner im außerschulischen Bereich: Naturkundemuseen, Nationalparks, Naturparks und andere Umweltbildungsstätten.
Innerhalb des schulischen Bereichs gilt: Für Schulklassen ab der 3. Jahrgangsstufe geeignet.

Die Figur des „Fräulein Brehm“ wird von professionellen Schauspielerinnen gespielt. Sie besitzt Vorbildfunktion und vermittelt ihre Erfahrungen authentisch. Dadurch wird ein hohes Maß an Identifizierung, Nähe und Vertrauen erzielt. Das Anfassen von wissenschaftlichen Exponaten wie Sendehalsbänder oder Knochen, Losungen, das Hören der Tierstimmen und das Sehen von seltenen Tieraufnahmen machen die Reise mit „Fräulein Brehm“ zu einem sinnlichen Erlebnis. Indem die Wertschätzung von Natur und Landschaft gesteigert wird, erhöht sich die gesellschaftliche Kompetenz, Naturnutzung und Tourismus sensibel zu gestalten.

Ergänzt wird die Projektreihe durch professionelle Pressearbeit und Social Media. Die Verlinkung mit den Internetpräsenzen von Kooperationspartnern und Veranstaltern sorgt für eine stetig wachsende Vernetzung der Akteure.

"Fräulein Brehms Tierleben" agiert bundesweit. Länderübergreifende Kooperationen sind durch die internationale Einbeziehung von Wissenschaftlern möglich und wurden im deutschsprachigen Raum bereits in der Schweiz umgesetzt und sollen mit Beginn 2013 fortgesetzt werden (KORA.ch). Weitere Kooperationsanfragen gibt es aus Schweden, Italien, Österreich und Japan. Dabei soll jedes Theaterstück der Reihe "Fräulein Brehms Tierleben" in die jeweilige Sprache übersetzt und auf kulturelle und historische, sowie geologische Besonderheiten maßgeschneidert werden.
Um die internationale Etablierung dieses Theaterkonzeptes zu ermöglichen ist eine finanzielle Stärkung der Stiftungskapazitäten unumgänglich.
Der Fokus der Stiftung muß deshalb in den kommenden Monaten auf der Erweiterung des Repertoires um Lumbricus terrestris, Bombus magnus und Formica rufa liegen.
Die Etablierung eines festen Spielortes in Berlin ermöglicht es ab Frühjahr 2013 die mediale Nutzung dieses innovativen Theaterkonzeptes zu stärken und überregional zu verbreiten.


Video:



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