Die Vielfaltsforscher

Mit dem Projekt „Die Vielfaltsforscher“ richten wir den Blick mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die umgebende biologische Vielfalt, thematisieren ihren Wert und auch ihre Bedrohung. Als Umweltstation, die wir sowohl aufsuchende Bildungsarbeit als auch Programme vor Ort an unserer Umweltstation anbieten, verfolgen wir zwei Ansätze: Zum einen zielen wir auf die unmittelbare Naturbegegnung im Wald oder auf dem Wasser. Wo das nicht geht, ermöglichen wir die Begegnung mit biologischer Vielfalt anhand von Bildungsmaterialien im Klassenzimmer oder auf dem Zeltlager. Hierfür erstellten wir Walderlebnis-Programme für Schulklassen, 3stündige Freizeiten und Zeltlagerprogramme sowie Multiplikatorenschulungen, veranstalteten ein Eat-in und erstellten eine Broschüre zum Thema Biodiversität. Im Jahr 2018 erreichten wir 1.700 Teilnehmer*innen aller Altersstufen.

Mit dem Projekt „Die Vielfaltsforscher“ richten wir den Blick mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die umgebende biologische Vielfalt, thematisieren ihren Wert und auch ihre Bedrohung. Als Umweltstation, die wir sowohl aufsuchende Bildungsarbeit als auch Programme vor Ort an unserer Umweltstation anbieten, verfolgen wir zwei Ansätze: Zum einen zielen wir auf die unmittelbare Naturbegegnung im Wald oder auf dem Wasser. Wo das nicht geht, ermöglichen wir die Begegnung mit biologischer Vielfalt anhand von Bildungsmaterialien im Klassenzimmer oder auf dem Zeltlager.

Ziele:
Durch die unmittelbare Naturbegegnung im Wald / auf dem Wasser erkennen Kinder und Jugendlichen Natur- und Waldgebiete als Orte, an denen sie spielen, erforschen, gestalten und ihre Fantasie ausleben können. Dadurch schätzen sie die Natur als einen Lebensraum, den es zu schützen lohnt.
Die Kinder und Jugendlichen erkennen den Wert besonders ausgewählter Tierarten (Wolf / Insekten) für die biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Bedenken bzgl. der Anwesenheit des Wolfs in unseren Naturräumen werden reflektiert; Vorurteile werden abgebaut bzw. deren Entstehung vorgebeugt. Ursachen und Folgen des Insektensterbens für Mensch und Umwelt werden thematisiert; die Kinder und Jugendlichen erkennen, wie sie selbst Einfluss nehmen können. Darüber hinaus werden die Kinder und Jugendlichen in ihren sozialen und persönlichen Kompetenzen gestärkt. Sie erkennen ihre Selbstwirksamkeit, lernen, in der Gruppe ihre Meinung zu vertreten und Verantwortung für sich, andere und die Umwelt zu übernehmen.

Maßnahmen
„Die Vielfaltsforscher“ für Freizeiten und Zeltlager : Hier erstellten wir ein dreistündiges Programm mit vier Stationen: An der Wolf-Station galt es, einen kleinen Radiobeitrag zur Wiedereinwanderung der Wölfe in Deutschland zu erstellen. Bei der Tierspur-Station wurden Tierspuren von verschiedenen Säugetieren bestimmt und Gipsabdrücke gemacht. Weitere Stationen gab es zum Insektensterben und Naturerlebnisspielen.
Die Wildnisforscher für Schulen: Der Wald wurde zu einem Erfahrungsort für Naturerleben und Gemeinschaft. Je nach Altersgruppe nutzten wir verschiedene Methoden der Naturerlebnispädagogik und der Wildnispädagogik. Durch Teamaufgaben wurden persönliche und soziale Kompetenzen gefördert und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.
Mainerkundung per Floß: Bei Floßbauaktionen stärkten wir die sozialen und persönlichen Kompetenzen unserer Teilnehmer*innen beim Gemeinsamen Bau des Floßes und der anschließenden Floßfahrt. Des Weiteren ermöglichte die Floßfahrt intensive Naturerfahrung: Sie führte durch einen naturnahen Lebensraum in der Schonunger Bucht mit natürlichen Uferzonen und Wasservögel- wie Bibervorkommen.
Weitere Vorhaben:
Fortbildung für Multiplikatoren zur Naturerlebnispädagogik
eine Begleitbroschüre zum Thema Biodiversität, die in Schulen und bei anderen Durchführungen verteilt wird
ein Eat-in mit Wild-Fleisch und Wild-Kräutern

Ergebnisse
Das Zeltlager-Programm "Die Vielfaltsforscher" wurde Anfang des Jahres von einem 4-köpfigen, ehrenamtlichen Konzeptionsteam ausgearbeitet. Insgesamt besuchten wir 10 Zeltlager/Freizeiten mit 381 Teilnehmern*innen in ganz Unterfranken.
"Die Widnisforscher" für Schulklassen: hier erfanden wir kein festes Programm, sondern nutzten ein Methodenpool, den wir je nach Wald und Wünschen der Gruppe zusammensetzen. Insgesamt gab es 9 Durchführungen mit 230 Teilnehmer*innen.
Weitere Programme fanden in Form von Workshops oder Standprogrammen mit anderen Gruppenformen statt.
Die Mainerkundung per Floß konnten wir mit 103 Teilnehmern*innen verwirklichen; Menschen ganz unterschiedlicher Altersklassen von Montessori-Schulen, Bundesfreiwilligendienst-Seminaren, Azubi-Trainings und Arbeitsteams bauten in Schonungen Flöße und konnten anschließend die Natur der Schonunger Bucht vom Floß aus erkunden.
Für unsere Multiplikatorenschulungen im Bereich Biodiversität gewannen wir 48 TN. Knapp 80 TN ließen es sich beim Eat-in im KjG-Haus Schonungen schmecken, hier gab es Wildschweinburger von einem Metzger aus der Region. Die Broschüre „Im Blick“ zur Biodiversität wurde über 600mal an Ehrenamtliche aus der Verband und Verein sowie einige Politiker versandt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Insbesondere beim Zeltlagerprogramm beschäftigten wir uns mit der Vielfalt der einheimischen Tiere. So bestimmten die Kinder und Jugendlichen Pfoten und Hufabdrücke verschiedener Säugetiere und fanden heraus, worin sie sich unterscheiden. Sie erfuhren vom Insektensterben in unserer Agrarlandschaft und erkannten eine Ursache in der Nutzung von Insektenvernichtungsmitteln wie Neonikotinoiden. Dabei war uns besonders wichtig, die Kinder und Jugendlichen dafür zu sensibilisieren, dass die Insektvielfalt unverzichtbar für uns ist, und ihnen gleichzeitig Handlungsoptionen mit an die Hand zu geben, um etwas gegen das Insektensterben zu tun; sei es durch das Pflanzen von Wildblumen oder ein umweltbewußtes Einkaufsverhalten.
Der Wolf als alter neuer Wiederwanderer in Deutschland wird in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert. Um den Kindern und Jugendlichen im Vorfeld Ängste zu nehmen, verdeutlichten wir, wie man sich bei einer Wolfsbegegnung zu verhalten hat und stellten vielen falschen kursierenden Behauptungen wissenschaftliche Erkenntnisse entgegen. Bei den Programmen zur unmittelbarer Naturerfahrung ging es vor allem um den Aufenthalt in Naturräumen und das Erfahren dieser Orte mit ihrem Spiel- Erfahrungs- und Erholungswert.


Bild 1

Dokumente

Die Dokumentation gibt einen detaillierten Einblick in einige Programme unseres Projektes Die ´Vielfaltsforscher´

Ein Radiobeitrag der KjG Elsenfeld über die Vielfaltsforscher

Programmangebot 2019

 

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Schrotberg 3
97453 Schonungen

Öffnungszeiten: nach Absprache telefonisch

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Tel.:0931 38663162
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