Die Welt ist groß, die Welt ist klein

Eine Oase für Nashorn, Zebra und Kamel – nein, eine STADTOASE für Nashornkäfer, Zebraspringspinne, Kamelhalsfliege und für alle, die inmitten der Stadt Kronach Naturneugierig auf Entdeckungsreise gehen wollen. Umgeben von Parkplatz, Straßen, Gehwegen, Häuserreihen und dicht an dicht Asphalt, Pflastersteine und Bebauung gibt es eine grüne Insel mit uralten Obstbäumen, Holunder- und Heckenrosensträuchern, Grashalm hoher Wiese und so mancher Klette und Wegdistel – mit erhaltener und ausgehaltener Wildnis. Das ist die STADTOASE. Ein bunt bemalter Bauwagen hält in seinem Inneren Mikroskope und Forschungsausrüstung bereit, lädt ein, Ein und Aus zu gehen, auszuschwärmen und zu erkunden vielleicht in 60 Minuten 60 Pflanzen- und Tierarten. Darunter sind gewiss auch Brennnessel und Blattlaus. Sie alle einmal einzeln zu betrachten, kennen zu lernen und zu erfahren, was sie können und leisten, lässt ein Stück weit das logisch aufgebaute, sensible Netzwerk Natur erahnen. Alles hat klar seinen Platz und seine Wichtigkeit. STADTOASE hat über den Zeitraum von 16 Jahren auch einen festen Platz in der Stadt und im gesellschaftlichen Leben – als besonderer Ort der Artenvielfalt und Naturbegegnung mit Schutzstatus vor Nichtbebauung.
STADTOASE geht von seinem Standort in Kronach hinaus in den Landkreis hinein, kommt vor Ort mit Rucksack, 10 Ausrüstungskisten, einer Werkstatt oder Küche open Air und einem vielfältigen Umweltbildungsprogramm für Kinder, Jugendliche, Erwachsene–für alle gemeinsam.

Natur beginnt vor jeder Haustüre. Treten wir heraus, finden wir Pflanzen, Tiere, Boden, Wasser, Luft vor. Wir brauchen sie doch, die biologische Vielfalt und die funktionierenden Kreisläufe – sie alle zusammen sind der Garant für unsere Existenz. Mit allen technischen Raffinessen und Knowhow ausgerüstet, können wir nichts in der Natur künstlich nachbauen und ersetzen – ist nichts ersetzbar. Deshalb ist es das Anliegen von STADTOASE, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit für unsere natürlichen Umwelt zu wecken, dabei wahrzunehmen, was passiert, was sich verändert, kleine und große Zusammenhänge zu erkennen und Mut zu machen, irgendwo und irgendwie mitzuhelfen, bei der großen gemeinsamen Aufgabe – dem Schutz und Erhalt der Natur und Umwelt.
Bei STADTOASE beginnt dies vielleicht mit vier Eimern Erde, die ein ganzes Gewimmel von Winzlingen ausschütten, die an ständiger Nährstoffbereitstellung im Boden arbeiten, oder es wird mit Gummistiefeln an den Füßen der Einstieg in Bach oder Fluss und unter Flusssteine verstecktes Unterwasserleben gesucht., oder ist Erntezeit auf Feldern, in der STADTOASE und im Gemüsegarten auf Zeit, kommen viele Getreide-, Gemüse- und Obstsorten auf den Tisch, heißt es erneut Ärmel hochkrempeln, einen Backofen bauen, heizen, Getreide mahlen, Roggenknäckebrot, Haferkekse, Dinkelbrötchen und Obstkuchen backen, oder wie zu Urgroßmutter Zeiten, Kraut stampfen zu Sauerkraut und Falläpfel zu Apfelmus. Mit Sägen und Hämmer werden Wasseramselnistkästen für Brücken, Wildbienenhotels für Hauswände und für den Eigenbedarf Terrassenmöbel und eine Hängematte aus Haselnussholz gebaut. STADTOASE Umweltbildung soll den Weg gehen von der Hand zum Herz und Kopf – sich in Ideen und Vorhaben verwirklichen, die Natur nachhaltig zu nutzen. Das möchte STADTOASE ihren Besuchern und Aktiven mitgeben – dafür ist STADTOASE aktiv – immer wieder und immer weiter. 120mal im Jahr geht STADTOASE mit Schulklassen und Gruppen mit insgesamt über 2500 Kinder und Jugendlichen aus allen Schulen des Landkreises hinaus in die Natur in alltägliche oder besondere Naturlebensräume. Immer ganze Vormittage lang, sind es 10.000 Stunden mit kleinen Entdeckungen für sich selbst, aber großen Momente in der Natur: „„Der Aurorafalter hat gerade Eier auf das Wiesenschaumkraut geheftet“ „Oh, der Erdläufer frisst ja den Fadenwurm!“, „Was macht die Eintagsfliegenlarve - sie kommt aus ihrer Haut heraus. Sie packt ihre Flügel aus!“

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Wohin geht es geht es heute mit STADTOASE, fragen sich die Kinder, die Größeren? Wo finden wir biologische Vielfalt? In der STADTOASE, im Gemüsegarten auf Zeit, auf der verlassenen Baustelle, am Wegrand, in der Wiese, auf dem abgeernteten Getreidefeld, in der Hecke, auf der Brache, am Flussufer, unter Wasser, in Fichten-, Laub- oder Mischwäldern, auf den Spuren von Wildkatze und Luchs? Mit STADTOASE losziehen, gespannt hinschauen, unterscheiden, vergleichen, Informationen und Wissen austauschen und aufnehmen und mitnehmen in den eigenen Verantwortungsbereich.
Vielfalt braucht ein gutes Netzwerk – Vielfalt erleben braucht ein gutes Netzwerk. STADTOASE hat als Umweltbildungseinrichtung viele Partner: die Stadt Kronach, die das Areal zur Verfügung stellt und den Landkreis Kronach, der die Umweltbildungsarbeit unterstützt, STADTOASE ist aktiv im Netzwerk „Umweltbildung. Bayern“, für BayerntourNatur, für den Naturpark Frankenwald, für Schulen, Kindereinrichtungen, Schullandheime, Kreisjugendring und die VHS im Landkreis Kronach, bei "Forum für Demokratie" und . "Bildungsregion".


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Besuchen Sie uns

Umweltbildungseinrichtung STADTOASE

Kaulanger Kronach
96317 Kronach

Öffnungszeiten: nach Absprache

Frau Susanne Meier
Tel.:priv. 09261 / 9652569 oder dienstl. 0160 / 9978923
susanne.meier.stadtoase@gmx.net
http://www.kronach.bund-naturschutz.de

 

Weitere Infos

Umweltbildungseinrichtung STADTOASE, BUND Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Kronach Leitung der Umweltbildungseinrichtung Susanne Meier
Kronach

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