Sonderwettbewerb Soziale Natur

Ein vielfältiger, barrierefreier und naturnaher Schulhof für alle Kinder

Unser Pausenhof wurde 2014 mit Eltern, Lehrern und Schülern naturnah umgestaltet. Schwerpunkte waren: Nachhaltige und vielfältige Bepflanzung und Bebauung sowie Spiel-, Lern- und Rückzugsmöglichkeiten für Kinder an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Der alte Schulhof des Primarbereiches war baufällig geworden. Zudem bestand Unzufriedenheit über Nutzungsmöglichkeiten für behinderte und nicht behinderte Kinder. Platz zum Klettern und Toben war kaum vorhanden, die Sandkiste war veraltet und konnte von Rollstuhlfahrern nicht genutzt werden. Rückzugsräume waren nicht vorhanden. Zum Versteck-Spielen, Lager bauen und Klettern wurde der Hang genutzt, doch aufgrund des Bewuchses mit Efeu und Bodendeckern gab es zahlreiche Stolperfallen und dieser Bereich war für motorisch eingeschränkte Kinder nicht zugänglich. Ziel war es Kindern im Grundschulalter mit zum Teil motorischen Einschränkungen einen Schulhof zu bieten, in denen sie vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln können, Erfahrungen mit der Natur machen können und sich spielerisch von dem anstrengenden Anforderungen einer Ganztagsschule erholen können. Ausgehend von Beobachtungen, welche Bereiche des Geländes die Kinder auf welche Weise bespielen, sollte das Gelände naturnah umgestaltet werden. Es sollten verschiedene Nutzungsbereiche gestaltet werden (Klettern, Wasserspielplatz, Ruhebereich, Naturbeobachtung). Als Baustoffe sollten natürliche und nachhaltige Materialien aus der Umgebung eingesetzt werden. Die biozertifizierte Bepflanzung erfolgte mit heimischen Stauden, Gehölzen und Blumen aus einer Bio-Gärtnerei. Es entstanden verschiedene Beeren- und Blumenbeete und am Rande des Schulhofes bietet ein Wasserspielplatz die Möglichkeit einen Flusslauf mit einer Pumpe zu füllen. Für Insekten haben Schüler ein Insektenhotel gebaut. Der Verlauf der Jahreszeiten lässt sich am Beerenbeet und an den weiteren vielfältigen Blumenbeeten exemplarisch nachvollziehen. Heimische Pflanzen sollen eine Vielzahl von Tieren anlocken, um den Kindern zahlreiche Entdeckungen in der Natur zu ermöglichen.
Biologische Vielfalt kann hier er- und gelebt werden. So ergänzen sich der neu angelegte Schulhof und der angrenzende Schulgarten (Beete, Biotop) wunderbar. Eine Vielzahl der Flächen wurde entsiegelt, um dem Anspruch des naturnahen Gestaltens Rechnung zu tragen. So ist eine große wassergebundene Wegedecke entstanden, lediglich die Flächen an den Ausgängen des Gebäudes sind gepflastert.

Zahlreiche Naturmauern laden ein, sich zu setzen, die Natur zu beobachten oder miteinander zu reden. Ein Atrium aus Natursteinen bietet eine Sitzmöglichkeit für alle Kinder des Primarbereichs oder einzelne Schulklassen. So wurden schon Chorveranstaltungen draußen gefeiert oder Informationen an alle im Freien überbracht.

Der Schulhof trägt zur Identifikation aller mit der Schule bei, denn Klassen übernehmen einzelne Verantwortungsbereiche in Patenschaft. Auch Eltern, Mitarbeiter und Kinder pflegen und kümmern sich um den Schulhof an sogenannten Pflegetagen unter der Leitung des Planungsteam des Schulhofes.
In Projektwochen kümmern sich Kinder um Besonderheiten des Schulhofes (Insektenhotel, Beeren-Beet, Beschilderung des Schulhofs etc.). Verantwortung übernehmen kann hier direkt gelernt und geübt werden.

Im Unterricht wird der Schulhof häufig miteinbezogen:
• Sachunterricht: Lehrgänge zur Beobachtung von Insekten und Pflanzenwelt, Pflanzenpflege
• Klassenrat: Übernahme von Verantwortung in Patenschaften von Teilbereichen der einzelnen Klassen
• Deutsch: Beschilderung der Patenschaften
• Entwicklungsförderung: Bewegungsparcours, Entspannungsinseln, Bauen und Konstruieren
• Projektwoche: Bau eines Insektenhotels

Der Schulhof wird in der großen Pause täglich von 10:10 bis 10:40 Uhr genutzt. Zudem findet die Außenpause nach dem Mittagessen (13:30 - 14:00 Uhr) hier statt. Besonders die Klassen der jüngeren Schüler nutzen das vielfältige Bewegungsangebot des Schulhofes in der 6.Schulstunde, um den Bewegungsdrang besonders dieser Schüler nachzugehen.

Der Schulhof ist geöffnet und kann von den Nachbarkindern genutzt werden. Der angrenzende Schulgarten ist geschlossen und steht vorrangig den Schülern der Stephen-Hawking-Schule zur Verfügung.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

- Bepflanzung mit heimischen Pflanzen und Materialien
- Schaffen von Lebensräumen für Insekten
- Naturschonende Pflege
- hohe Diversität von Pflanzen und Tieren


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Stephen-Hawking-Schule

Im Spitzerfeld 25
69151 Neckargemünd

Öffnungszeiten: 8-15 Uhr

Herr Florian Dold
Tel.:06223/81-3027
Florian.Dold@srh.de
http://stephenhawkingschule.de/

 

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