Treffpunkt Vielfalt - PikoPark

Die Artenvielfalt fördern und das Wohlbefinden der Menschen im Wohnviertel steigern, das sind die Anliegen des Modellprojektes "Treffpunkt Vielfalt - Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren". Der Wissenschaftsladen Bonn e. V. koordiniert das Teilprojekt "Treffpunkt Vielfalt - PikoPark" und kooperiert mit Wohnungsunternehmen, die gemeinsam mit Mieterinnen und Mietern einen kleinen naturnahen Park anlegen möchten.

In dem bundesweiten Modellprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“ arbeitet der Wissenschaftsladen Bonn e. V. mit Wohnungsunternehmen zusammen, die Teile ihrer verwalteten Flächen für die Umgestaltung zu dem neuen naturnahen Grünflächentyp 'PikoPark' zur Verfügung stellen. ('Piko' abgeleitet von 'piccolo' soll anzeigen, dass es sich um einen kleinen Park handelt). Im Laufe des vierjährigen Projektes entstehen fünf PikoParks, und zwar in den Städten Bonn, Dortmund, Erfurt, Remscheid und Speyer.
Das Projekt zur Stärkung der Artenvielfalt ist partizipativ aufgestellt und setzt von Beginn an auf die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner des betreffenden Wohnquartiers. Die Gestaltung der PikoParks wird gemeinsam mit Mieterinnen und Mietern des Wohnungsunternehmens entwickelt und umgesetzt. So entsteht aus einer meist grünen Abstandsfläche ein naturnaher Park, der den Bewohnerinnen und Bewohnern wohnungsnah einen Orte der Begegnung, Erholung und Integration bietet und der Tier- und Pflanzenwelt einen Lebensraum schafft.
Für die Erstellung des PikoParks stellt das jeweilige Wohnungsunternehmen eine Fläche von ca. 300 qm in einer (halb)öffentlich zugänglichen Lage zur Verfügung.

Zielsetzung im Projekt

Mit dem aktuellen Projekt engagieren sich die Wohnungsunternehmen für Mieter und Natur. Neben dem Schutz der biologischen Vielfalt steht das Wohlbefinden der Mieterinnen und Mieter im Vordergrund. Es geht darum, die Vielfalt heimischer Natur zu fördern und „vor der eigenen Haustür“ genießen zu können.
Mit der Planung, Anlage und Pflege von naturnahen PikoParks wird der Aufbau lokaler Strukturen in den Wohnquartieren erprobt, mit denen die Identifikation der Mieterinnen und Mieter und Quartiersbewohner mit ihrem Wohnviertel langfristig verbessert werden kann. Gleichzeitig soll ihnen durch die aktive Einbeziehung und Mitwirkung von Anfang an auch die naturnahe Gestaltung nahe gebracht und der Hintergrund und Nutzen vermittelt werden und sie letztlich für den Schutz der biologischen Vielfalt gewonnen werden.

Schritte bis zum PikoPark im Quartier

Unter fachlicher Anleitung erarbeiten die Interessierten während eines Gestaltungsworkshops Modelle, wie sie sich ihren PikoPark vorstellen und wie sie dort Natur erleben möchten. Eine Naturgärtnerin erstellt auf dieser Grundlage einen Gestaltungsplan, der unter Beteiligung der interessierten Bewohner des Wohnquartiers unter fachlicher Anleitung umgesetzt wird. Die Aktiven bauen die Trockenmauer und bepflanzen die Fläche in Gemeinschaftsaktionen und erleben, wie der kleine naturnahe Park entsteht und was „naturnahe Gestaltung“ und die Stärkung der Vielfalt der heimischen Natur bedeutet. Auch bei der Pflege werden die Mieterinnen und Mieter des Wohnungsunternehmens angeleitet und einbezogen.

Mit der Gestaltung eines PikoParks tragen die Wohnungsunternehmen auf den von ihnen verwalteten Flächen maßgeblich dazu bei, die städtische Lebens- und Wohnqualität zu verbessern. Sie können insbesondere grüne Abstandsflächen in blühende und attraktiv gestaltete Außenflächen verwandeln und sie nach ökologischen Gesichtspunkten pflegen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Jedem steht die Möglichkeit offen, den PikoPark nach der Anlage für eine ruhige Erholung (Natur sehen, riechen, hören) zu nutzen.
Mit der Beteiligung an dem Projekt „Treffpunkt Vielfalt“ erproben die Wohnungsunternehmen den neuen Grünflächentyp ‚PikoPark‘ , der zum einen die Stärkung der biologischen Vielfalt unterstützt und zum anderen auch die Anwohner für das Thema sensibilisiert. Auf den knapp 300 Quadratmetern finden sich unterschiedliche naturnahe Gestaltungselemente und heimischen Pflanzen zum Beispiel auf mageren Kalkschotterhügeln, Blumenschotterrasen oder in Gehölzsäumen. Kurz nach der Bepflanzung dauert es nicht lange und blühenden Pflanzen locken Insekten, Vögel und Kleintiere an, die von den Besucherinnen und Besuchern des Parks beobachtet werden können.

Video:
https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-das-grosse-brummen-100.html


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Besuchen Sie uns

z. B. der PikoPark in Bonn-Pennenfeld

Max-Planck-Str. 17
53177 Bonn

Öffnungszeiten: öffentlich zugängliche Fläche ohne zeitliche Beschränkung zu besichtigen.

Frau Michaela Shields
Tel.:0228/20161-48
michaela.shields@wilabonn.de
http://www.pikopark.de

 

Weitere Infos

Wissenschaftsladen Bonn e V.
Bonn

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