NaturErlebnisSTätte Riepenbach (NEST)

Entstehung der Anlage:
Die Anlage wurde 1951 gegründet. Seit dem Jahre 1984 besteht sie aus
60 Kleingartenparzellen.
2017 verpflichtet sich der Eigentümer den Erhalt des Biotopes für 20 Jahre zu akzeptieren.
Gesamtgröße der bewirtschafteten Fläche 32072 m², Grünflächen, Wege 11025 m² und 21047 m² Gartenfläche
Als Kleingartenanlage hat die Stadt Hameln die Fläche in den Bebauungsplan aufgenommen. Pächter ist der Bezirksverband Hameln.
Ziele und Aufgaben vom Nest:
Die Natur und Umwelt verstehen und erleben( biologische Vielfalt)
Für eine bessere Zukunft: Förderung, Planung, Integration und Umsetzung sog. „Mach mit – Projekte“
Weiterentwicklung zur Natur- und Umweltstätte Riepenbach:
Mittelfristig wollen wir eine Lehr-, Weiterbildungs- und Schulungsstätte zu vielen Fragen und Themen des Natur- und Umweltschutzes und der Kleingärtnerei werden, die für alle Interessierten geöffnet ist – als eine Art regionale Anlaufstelle für Hameln und Umgebung.
Zielgruppen sind generell alle Altersstufen und Gruppen, z.B in Wangelist und Klein Berkel, Kindergärten, Schulen und interessierte Bürger der Stadt Hameln und Gäste aus nah und fern.
Das Nest soll den Besucher anregen, mit den menschlichen Sinnen alles wahr zunehmen.

Der KGV- Riepenbach e. V. hat die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung in Zusammenarbeit mit der NABU-Ortsgruppe und dem Taubblindenwerk Fischbeck im Jahr 2015 mit dem besonderen Projekt NaturErlebnisSTätte überzeugt. Seitdem fördert die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung die weitere Öffnung der Gartenanlage zu einer öffentlichen Bildungseinrichtung für viele Fragen rund um Natur, Umweltschutz, Garten, Biotop- und Artenschutz sowie Biodiversität. Die inzwischen an dem Nest beteiligten Partner sind:
- NABU Ortsgruppe Hameln/Hess Oldendorf/ Aerzen
- Grundschule Hameln-Wangelist
- Bezirksverband Hameln der Kleingärtner
- Kreisimkerverein Hameln-Pyrmont
- Jobcenter Hameln (Projekt „Soziale Teilhabe“ und Integration)
- Landkreis Hameln-Pyrmont, vertreten durch die „Impuls GmbH“ AGH Stellen
-Taubblindenwerk Fischbeck

Seit vielen Jahren besteht zwischen dem KGV- Riepenbach und der GS Wangelist und Nabu Ortsgruppe eine Kooperation, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht den eigens dafür zur Verfügung gestellten Schul- und Nabugarten zu bestellen und zu nutzen, sowie den Garten der Kulturen. Für das jüngste Projekt wurde eine Jugendgruppe „Bachstelzen“, im September 2018 gegründet. Mit der Gründung dieser Kinder- und Jugendgruppe soll ein wichtiger Baustein im der NaturErlebnisSTätte geschaffen werden.
Aufgabe und Ziel ist es auch hier, den Kindern zu vermitteln, dass Natur- und Umweltverständnis sowie naturgerechtes Gärtnern die wesentlichen Säulen eines nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen bedeuten.
Die Kinder und Jugendgruppe ist eine eigenständige Gruppe in der NaturErlebnisSTätte Riepenbach und hat ein breitgefächertes Aufgabengebiet.
Sie wird nicht der Naju oder Schrebergartengruppe angegliedert, denn der Trägerverein ist der Kleingartenverein Riepenbach e.V. mit dem „Projekt NaturErlebnisSTätte Riepenbach“.
Durch den Gang in Natur, und Garten mit Hilfe von pädagogischen Methoden können auch Kinder von Migranten die Umwelt um sich herum entdecken und erforschen. Sie können Tier- und Pflanzenarten kennenlernen und beobachten, gleichzeitig ihren deutschen Wortschatz erweitern und ihre Ausdrucksweise stärken, sich sprachlich und persönlich weiter entwickeln und somit aktiv und spielerisch zu ihrer eigenen Integration beitragen. Die Sensibilisierung der Kinder für so wichtige Aspekte wie Artenschutz, Nachhaltigkeit und Biodiversität in altersgerechter Form sind das A und O für einen lebenslangen bewussten Umgang mit Natur und Umwelt.
Das Projekt der sozialen Teilhabe in der Kolonie am Riepenbach:
Die Förderung im Rahmen der sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt konzentrierte sich auf zwei Gruppen mit besonderen Problemlagen und langem Arbeitslosengeld II- Bezug. Ein Förderschwerpunkt lag auf Leistungsberechtigten, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen sowie auf Familien mit Kindern. Die Förderung sollte hier auch die im Haushalt lebenden Kinder erreichen und sie erfahren lassen, dass Arbeit eine wichtige Rolle im Leben erfüllt. Wichtig war dabei die Gewöhnung von Personen an feste Tagesstrukturen und körperliche und geistige Bewegung, die lange nicht mehr am Berufsleben teilgenommen haben.
Dazu sollte durch interkulturellen Kontakt Kompetenz geschult werden und durch die Förderung der persönlichen Entwicklung von Menschen - individuell und in der Gemeinschaft - das Erfahren von Teamgeist, Anstrengung, Erfolg und Misserfolg ermöglicht werden. Zusätzlich zu der Arbeit am Arbeitsplatz, die eine Erfahrung von körperliche Betätigung, Erfolg, Misserfolg, psychischen Anforderungen und neuen Kontakten ermöglichte, wurden durch das Jobcenter auf die individuellen Problemlagen der Leistungsberechtigten angepasste, flankierende Anstrengungen durchgeführt. Dazu gehörten beispielsweise monatlich beschäftigungsbegleitende Aktivitäten, um die teilnehmenden Personen zu stabilisieren und ihre Chancen auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern.



Bezug zur biologischen Vielfalt:

Hier wird naturnahe Gartengestaltung, Natur in den Lebensräumen Totholzhecken, Blühstreifen, Streuobstwiese, Trockenmauer, Feld, Hecken, Wald, Still- und Fließgewässer ohne großen Aufwand direkt auf dem Gelände sowie in unmittelbarer Nähe am Klüt-Südhang oder am Ufer des angrenzenden Riepenbaches neu geschaffen, geschützt und wiederbelebt.
Darüber hinaus ist der Amphibienschutz im heimischen Garten und in der Anlage ein wichtiger Beitrag zu unserem Verständnis von Umweltschutz. Dies gilt ebenso für besonders bienenfreundliche Gärten und verteilt angelegte Bienenweiden auf Flächen, die zuvor brach lagen oder anderweitig genutzt wurden. Diese vielfältig strukturierten, alles andere als monokulturell gestalteten „Bienen-Gärten“ , Blühstreifen und Hecken sind unersetzlich, denn Vögeln, Bienen, Hummeln und Co. hilft eine gewisse Form von Unordnung, um gesunde Populationen bilden zu können.
Zur didaktischen Unterstützung wird dazu in 26 Stationen anschaulich aufgezeigt, wie es in diesen Bereichen in der freien Natur und Umwelt aussieht und wie dort b.w. schützend eingegriffen werden kann. Das kann man u.a. auf verschiedenen Info-Naturlehrtafeln und in einzelnen Themen-Gärten sehen und erfahren.



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Kleingärtnerverein Riepenbach e.V. Hameln Wangelist

Senator Urbaniak Weg 2
31789 Hameln

Öffnungszeiten: nach Bedarf

Herr Holger Strauß
Tel.:05151 63150
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http://www. riepenbach.de

 

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