Artenschutzwald - 50 Hektar für biologische Vielfalt

Ein rund 50 Hektar großer Forst, nördlich des Quarzsandtagebaus der Quarzwerke Frechen, wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu einem vielfältigen Lebensraum für waldbewohnende Tiere entwickeln. In einem einzigartigen Public-Privat-Partnership-Projekt zwischen dem Landesbetrieb Wald und Holz und Quarzwerke Frechen sind 18 Maßnahmen festgelegt worden, die die biologische Vielfalt in dem Forst fördern werden. Die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft war nicht nur Impulsgeber, sie begleitet das Projekt auch.

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und die Quarzwerke GmbH haben am 12. Mai 2014 einen langfristigen Vertrag besiegelt, nach dem ein Waldbereich nördlich des Tagebaus Frechen der Quarzwerke GmbH zu einem Artenschutzwald entwickelt werden soll. Das Artenschutzwald-Projekt ist freiwillig und keine gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahme.
Quarzwerke haben mit Unterstützung von regionalen Umweltschützern Maßnahmen erarbeitet, die die Attraktivität dieses Waldbereichs für seltene Tierarten als „Waldbewohner“ deutlich erhöhen. Grundlage ist ein langfristiger Vertrag mit dem Landesbetrieb Wald und Holz. Danach wird der Landesbetrieb das Waldstück in den nächsten Jahrzehnten nicht in „klassischer Weise“ forstwirtschaftlich nutzen, sondern gezielt Altwaldstrukturen entwickeln. Quarzwerke gehören zudem östlich des Artenschutzwaldes eigene Waldflächen, die nach den gleichen Aspekten gepflegt werden.
Insgesamt 18 Maßnahmen wurden individuell auf die jetzige Struktur des Waldes zugeschnitten und in den ersten Jahren umgesetzt. Beispielsweise werden einige Hektar sehr alten Waldes komplett aus der Nutzung herausgenommen, um für Spechte und Fledermäuse Totholzstrukturen zu schaffen. In einem anderen Waldbereich werden „Biotopbäume“ gezielt gepflegt und in ihrer Entwicklung gefördert. An drei Stellen wurden Stillgewässer angelegt, die einerseits Insekten - als Nahrung für Fledermäuse – aber auch waldbewohnenden Amphibien, wie z. B. Salamandern, einen Lebensraum bieten werden. Abgerundet werden die Maßnahmen im Wald durch die Schaffung von Waldrandstrukturen und das Anlegen von angrenzenden Wildwiesen. Die Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt in dem 50 ha großen Forst werden durch ein umfangreiches Monitoring begleitet.

„Ein großes und spannendes Projekt, für das die Vorbereitungsmaßnahmen lange gedauert haben. Jetzt aber steht ein Maßnahmenkatalog, der genau auf diesen Wald und die heimischen Tierarten zugeschnitten ist“, so Robert Lindemann-Berk, geschäftsführender Gesellschafter der Quarzwerke. „Für den Landesbetrieb Wald und Holz ist es ein neuer Weg, den wir eingeschlagen haben. Durch das Anbieten von Ökodienstleistungen können wir den Waldnaturschutz noch weiter voranbringen“, erklärt Regionalforstamtsleiter Uwe Schölmerich.

2014 lief ein umfangreiches Monitoring, um die Arten in dem Waldbereich zu erfassen. Zeitgleich wurden zukünftige Artenschutzbäume ausgesucht, die in den kommenden Jahrzehnten zu einem neuen Lebensraum z. B. für Spechte und Fledermäuse werden sollen. In den kommenden Jahren werden Untersuchungen zeigen, wie erfolgreich die Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt waren - wir sind gespannt!

Bezug zur biologischen Vielfalt:

In dem eher artenarmen Forst werden durch die Förderung von Biotopbäumen, Wiesen, Waldrandstrukturen und Stillgewässern ein so vielfältiger Lebensraum geschaffen, dass sich in den kommenden Jahren die biologische Vielfalt erhöhen wird. Zum einen werden bereits vorkommende Arten unterstützt, zum anderen werden aber auch neue Lebensräume für bisher nicht dort vorkommende Tiere und Pflanzen geschaffen.


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Besuchen Sie uns

Artenschutzwald

Kaskadenweg 40
50226 Frechen

Öffnungszeiten: Der Artenschutzwald ist rund um die Uhr begehbar.

Frau Britta Franzheim
Tel.: 02234 101121
franzheim@quarzwerke.com
http://buschbellerwald.de

 

Weitere Infos

Quarzwerke GmbH und Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Frechen

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