Fledermausprojekt

Fledermäuse brauchen zum Leben eigentlich nicht viel: hauptsächlich ihre Ruhe und unbelastete Insektennahrung. Eine Kombination, die in unserer Kulturlandschaft selten geworden ist. Im Waldalgesheimer Wald wurden und werden diese Lebensräume mit Weitblick geschaffen. Angehörige und Freunde im Bestattungswald "RuheForst Rheinhessen-Nahe" ermöglichen mit ihren Spenden eine kontinuierliche, nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen für die fliegenden Säugetiere.

Das Waldalgesheimer Fledermausprojekt

Umgangssprachlich werden die Begriffe Biodiversität bzw. biologische Vielfalt häufig mit Artenreichtum gleichgesetzt. Das ist zwar eigentlich nicht ganz richtig, macht aber deutlich, dass es hier nicht um eine einzelnen Tier- oder Pflanzenart geht, sondern um ein Zusammenspiel, ein Netzwerk, ein Gefüge.

Bereits 1999 hat man im Waldalgesheimer Wald die idealen Voraussetzungen hierfür geschaffen, denn seither ist dieser Wald FSC-zertifiziert: Ziel des FSC ist eine natürliche Waldgesellschaft, also eine intakte Lebensgemeinschaft aus Tieren und Pflanzen So werden z.B. einheimische, standortgerechte Baumarten bevorzugt, eine natürliche Verjüngung des Waldes gefördert, Bioptop- und Todholz im Wald belassen, auf Chemieeinsatz verzichte und 5% der Waldfläche nicht bewirtschaftet. Externe Fachleute kartieren die Lebensräume bedrohter Tierarten. Regelmäßig finden sogenannte FSC-Audits zur Überprüfung der hohen Standards statt.

Unser Fledermaus-Projekt:

Hätten Fledermäuse tatsächlich das Talent, gebissene Tiere zu ihresgleichen zu machen, wären nicht einige Arten vom Aussterben bedroht. Dabei brauchen Fledermäuse zum Leben eigentlich nicht viel: hauptsächlich ihre Ruhe und unbelastete Insektennahrung. Passenderweise wurde das erste Waldrefugium im Waldalgesheimer Wald unmittelbar am Waldalgesheimer Bestattungswald „RuheForst Rheinhessen-Nahe“ ausgewiesen.

Im RuheForst bleiben durch das besondere Konzept der Waldbestattung alte Bäume großflächig (momentan auf einem Areal von 14 Hektar) erhalten. Die Waldbesucher werden hier überwiegend auf ausgewiesenen, markierte Wege kanalisiert.

Im 2015 ausgewiesenen, angrenzenden Waldrefugium hingegen ist das Betreten nicht erwünscht. In diesem, nach dem BAT Konzept von Landesforsten ausgewiesenen, schützenswerten Waldteil, entwickelt sich der Wald ungestört.

Durch die Kombination aus Bestattungswald und Waldrefugium im FSC- zertifizierten Wald entstehen ideale Jagdreviere mit unbelasteter Insektennahrung und ruhigen Sommerquartieren in alten Bäumen für die Fledermäuse.

Ein Zeichen hat die Gemeinde Waldalgesheim mit der aufwendigen Pflege ihres Wahrzeichens, der Kaltwassereiche, am Eingang des RuheForstes, gesetzt: Der rund 400-jährige Baum bleibt erhalten.

Ein weiterer Schritt war die Pflege der 300-jährigen Fledermauseiche an der östlichen Feld-Wald-Grenze des RuheForstes aus Spendengeldern für das Fledermausprojekt.

Der nächste Schritt soll nun eine Beobachtungskanzel sein, die es den Besuchern ermöglicht einen Überblick über Waldrefugium und RuheForst zu bekommen, ohne die Tiere zu stören: Denn nur was man kennt kann man lieben und möchte man schützen.

Das Fledermausprojekt ist bewusst langfristig angelegt und baut nicht auf publikumswirksame Sofortmaßnahmen. Bewusst werden keine künstlichen Nisthilfen errichtet oder spezielle Lebensräume für eine einzelne Tierart geschaffen, sondern Wert auf den Artenreichtum, der Teil und Voraussetzung der Biodiversität ist, gelegt.

Das Fledermausprojekt rückt eine Tierart in den Fokus, der nahezu unbemerkt in unseren Wäldern lebt, keine Schäden anrichtet und auch nicht viel zum Leben braucht und für die es dennoch zunehmend eng wird in unserer Kulturlandschaft. Helfen kann man hier nur mit langfristigen Aktionen, die das große Ganze, das Gefüge Wald, im Blick haben.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Fledermausprojekt ist bewusst langfristig angelegt und baut nicht auf publikumswirksame Sofortmaßnahmen. Bewusst werden keine künstlichen Nisthilfen errichtet oder spezielle Lebensräume für eine einzelne Tierart geschaffen, sondern Wert auf den Artenreichtum, der Teil und Voraussetzung der Biodiversität ist, gelegt. Umgangssprachlich werden die Begriffe Biodiversität bzw. biologische Vielfalt häufig mit Artenreichtum gleichgesetzt. Das ist zwar eigentlich nicht ganz richtig, macht aber deutlich, dass es hier nicht um eine einzelnen Tier- oder Pflanzenart geht, sondert um ein Zusammenspiel, ein Netzwerk, ein Gefüge.


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RuheForst Rheinhessen-Nahe

Waldstraße (Büro: Kreuzstr. 2)
55425 Waldalgesheim

Öffnungszeiten: solange es hell ist

Frau Simone Naujack

 

Weitere Infos

RuheForst Rheinhessen-Nahe in Waldalgesheim
Waldalgesheim

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