Der Köllerholz-Schulgarten – unser grünes Klassenzimmer

Der 3000 Quadratmeter große Garten in südlicher und westlicher Lage hinter dem Hauptgebäude ist der herausragende Lernort unserer Schule. Konzipiert 1993 mit hoher Beteiligungskultur aller, im Besonderen der Schülerinnen und Schüler und mit dem ersten Spatenstich gegründet im April 1994, erfreut er sich nunmehr im 24. Jahr großer Beliebtheit bei Jung und Alt.

Der Schulgarten ist unser Ort der theoretischen und der praktischen Arbeit, der Muße und der Freizeit, der Anstrengung und der Erholung und im Besonderen der Entwicklung biologischer Vielfalt.

Seine 50 Lernstationen für das praktische Lernen sind der Garant dafür, dass unsere Kinder im echten Leben lernen und ausgebildet werden. Der Sachunterricht als Leitfach für fächerübergreifendes Arbeiten und das Schulprofil „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ finden hier ihre Entsprechung.

Im Sinne biologischer Vielfalt gibt es seit 25 Jahren unseren 3000 Quadratmeter großen Schulgarten mit vielfältigen naturnahen Elementen. Hindurch zieht sich der Gartenpfad mit seinen 50 Stationen, unterstützt durch Begleitbuch und Internetpräsenz, die dem fächerübergreifenden Lernen eine fundierte inhaltliche Grundlage verleihen. Die Kompetenzanforderungen aller Fachlehrpläne und die Leitideen der Bildungsgrundsätze können hier thematisch und besonders lebensnah bearbeitet werden.

Die Tätigkeiten werden durch die Kinder dokumentiert. Sie wissen, wie sie die Erlebnisse, Ergebnisse und Beobachtungen festhalten können.

Das Erfahren zeitlicher Abläufe in Prozessen der Natur ist wichtig. Der Garten bietet Möglichkeiten, diese zu beobachten. Biologische Entwicklungen in wachsender Vielfalt benötigen lange Zeiträume, die den Kindern deutlich werden im Heranwachsen von Pflanzen aus den Samenkörnern oder in der Entwicklung eines Biotops.

Auch das Erkennen der Zerbrechlichkeit der biologischen Vielfalt ist eine wichtige Grunderfahrung. Erlebnisse, die emotionale Beziehungen aufbauen, sind dabei unmittelbare Begegnungen mit der Natur, das Erleben jahreszeitlicher Erscheinungsformen, die Freude am Gedeihen der Pflanzen oder die erste eigene Ernte.

Auch Forschung ist wichtig. Das Bewusstsein der Verantwortung für Pflanzen und Tiere entsteht aus beidem, aus der Emotionalität und dem Sachwissen.

Im Schulgarten werden pflegerisches, soziales und handwerkliches Verhalten und Vermögen geübt. Pflegerisches Verhalten meint die Anstrengungen um die Erhaltung der Lebewesen der Umwelt. Bei der Anlage naturnaher Elemente oder von Biotopen werden wiederkehrende Arbeiten, Geduld, Ausdauer und Rücksichtnahme ebenso grundlegend erlernt und gefördert wie die langfristige Übernahme von Verantwortung.

Soziale Verhaltensweisen werden durch die gemeinsame Planung, Arbeit, Beobachtung und Auswertung aller Beteiligten trainiert. Dazu gehören Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsbereitschaft, Rücksichtnahme und das Einbringen individueller Fähigkeiten.

Handwerkliche Fähigkeiten werden durch die Arbeiten gefördert. Neben der Erfahrung im Umgang mit Geräten erlernen die Kinder planmäßiges und exaktes Arbeiten.

Der Garten bietet vielfältige Möglichkeiten der Veranschaulichung. Lebensnahes Arbeiten stützt den Lernprozess und steigert die Motivation. Es wird „begriffen“ in doppelter Bedeutung.

Für den fächerübergreifenden Unterricht gibt es vielfältige Möglichkeiten. Die Kinder können Versuche mit biologischer, ökologischer, wetterkundlicher, physikalischer und chemischer Fragestellung durchführen. So bekommen z.B. Inhalte des Sachunterrichts oder der Mathematik praktischen Bezug. Für den Bereich Kunst bieten sich vielfältige Motive. Obst, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Anbau können in der Ganztagsschulküche für die gesunde Ernährung verwendet werden.

Die Menschen werden im Garten ganzheitlich angesprochen. Das Erleben von Fähigkeiten erhöht dabei die Motivation. Kreativität und handwerklich-gestalterisches Vermögen werden entdeckt und eingesetzt. Die sinnliche Wahrnehmung biologischer Vielfalt wird durch Geruchs-, Tast- und Horcherlebnisse erweitert.

Im gemeinsamen Tun begegnet man sich offener. Gespräche miteinander haben positiven Einfluss auf das Schulklima. Entspannung, Harmonisierung, Erlebnis- und Gesprächsbereitschaft, all dies kann die Arbeit im Schulgarten bewirken. Sie kann darüber hinaus zum Abbau von Störungen, Ängsten und Aggressionen beitragen.

Deshalb ist es notwendig, dass auch Beete vorhanden sind. Gestaltung und Pflege ihres eigenen Stückchens Erde ermöglichen den Kindern entscheidende Identifikationsprozesse.
Ausgehend von individuellen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten können sie eigenbestimmt, erfolgreich und anerkannt arbeiten.

Dies trifft im Besonderen für jene Kinder zu, denen derartige Erfolge im „normalen“ Schulalltag eher verwehrt bleiben. Selbstbewusstsein und Selbständigkeit werden bei der Schulgartenarbeit gefördert.

Der Schulgarten hat als Ort der Umwelterziehung Bedeutung als Erfahrungs- und Erlebnisraum mit individuellen Zugangsmöglichkeiten. Das Erkennen ökologischer Zusammenhänge und Erleben biologischer Vielfalt werden durch die praktische Arbeit im Schulgarten grundlegend gefördert.

Naturgemäße Pflege, Auswahl standortgerechter Pflanzen, Angebot von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen, ökologische Ordnungen sind Bereiche, in denen Kinder und Erwachsene gemeinsam die Vernetzung der Lebewesen untereinander erfahren.

Ein kontinuierlicher Aufbau von Artenkenntnis ist in direktem Zugang möglich. Pflanzen und Tiere können standortgerecht kennengelernt werden. Ökologische Kleinexperimente sind in diesem Zusammenhang sehr sinnvoll. Die Erkenntnis, dass jedes einzelne Lebewesen in die Natur eingebunden ist, wird so zunehmend bewusster und hilft, die Konsequenzen menschlicher Eingriffe in die Natur zu erahnen und vielleicht auch eigene Verhaltensweisen in Frage zu stellen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Klassenebene: Jede der 12 Klassen hat die Patenschaft über einen Bereich im Schulgarten. Dieser wird jeweils gepflegt und in "naturnaher Ordnung" gehalten. Im Klassenbereich befinden sich Biotope und/oder Lernstationen zu Themen biologischer Vielfalt, z.B. "Tiere und Pflanzen des Jahres", "Leben in und am Teich" oder "Leben in und auf der Trockenmauer". Die Stationen sind auch online begehbar und werden laufend aktualisiert.

Schülergruppen: Die Kinder haben die Möglichkeit, besonders in der Ganztagsschule, sich um bestimmte Bereiche intensiv zu kümmern. So pflegt eine Gruppe ("Kräuterhexen") die Kräuterspirale, eine andere ("Teichforscher-AG") den Gartenteich, wieder eine andere ("Die Regenwürmer") den Bauergarten nebst Erdgewächshaus.

50 Lernstationen: Diese sind das Zentrum des Lernens im Garten. Ihre praktische Einrichtung und Ausstattung mit Fotos, Bildern und Texten wurde und wird dauerhaft mit den Kindern hergestellt und in Erweiterung im Internetauftritt "Hexenpost" (Schülermagazin der Köllerholzschule) eingestellt. Hier findet sich alles rund um Bäume, Gehölze, Blumen, Schulimkerei, Wildbienen und Co.

Schülermagazin Hexenpost (https://www.koellerholzwurm.de). Hier finden sich umfangreiche Berichte über die Schulgartenaktivitäten. Hervorzuheben ist z.B. die Rubrik "Der Natur auf der Spur", in der die Kinder über das Jahr hinweg ihre Beobachtungen zu Tieren und Pflanzen mitteilen.


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Dokumente

Dieser Rundgang führt Sie in Wort und Bild vorbei an verschiedenen Lebensräumen und ausgesuchten Lernstationen.

Die Schulkonzeption informiert Sie über unseren Arbeitsschwerpunkt ´Bildung für nachhaltige Entwicklung´ (BNE).

´Gemeinsam gute Schule machen´ heißt die Unterrichtskonzeption der Köllerholzschule: Sie verbindet die Bausteine ´Schulprofil´, ´Ganztagsschule´ und ´Unterricht´ zu einem rhythmisierten Dreiklang

Die Ganztagsschulkonzeption bildet unser ganztägiges Bildungskonzept vor dem Hintergrund des BNE-Schulprofils ab.

Hier berichten die Schulkinder über ihren Garten und dessen große biologische Vielfalt.

Schulgartenstation 1 ´Ginkgo´

Schulgartenstation 2 ´Trockenmauern´

Schulgartenstation 4 ´Obstbäume´

Schulgartenstation 4a ´Der Apfelbaum´

Schulgartenstation 4b ´Der Kirschbaum´

Schulgartenstation 5 ´Hecken´

Schulgartenstation 6 ´Kräuterspirale´

Schulgartenstation 7 ´Lesesteinhaufen´

Schulgartenstation 8 ´Trockenbachlauf´

Schulgartenstation 9 ´Wetterstation´

Schulgartenstation 11 ´Bäume´

Schulgartenstation 11a ´Hainbuche´

Schulgartenstation 11b ´Roteiche´

Schulgartenstation 11c ´Eibe´

Schulgartenstation 11d ´Ahorn´

Schulgartenstation 11e ´Birke´

Schulgartenstation 11f ´Stieleiche´

Schulgartenstation 12 ´Ur-Ruhrkiesel´

Schulgartenstation 14 ´Kompost´

Schulgartenstation 15 ´Wald´

Schulgartenstation 16 ´Rose´

Schulgartenstation 17 ´Teich´

Schulgartenstation 19 ´Tiere und Pflanzen des Jahres´

Schulgartenstation 20 ´Wildblumenwiese´

Schulgartenstation 21 ´Nisthilfen für Insekten´

Schulgartenstation 22 ´Totholzhaufen´

Schulgartenstation 23 ´Beeren und Beeren´

Schulgartenstation 25 ´Nisthilfen für Vögel´

Schulgartenstation 26c ´Schulschwein Rosalie Köllerholz´

 

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Köllerholzweg 61
44879 Bochum

Öffnungszeiten: werktags 7.15 - 16.00 Uhr

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Tel.:0234-9422097
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http://www.koellerholzschule.de

 

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