Sonderwettbewerb Soziale Natur

Mit Wasser Natur erleben

Das Regionalzentrum für den Märkischen Kreis betreibt seit 2006 im außerschulischen Lernort "Arche Noah" Umweltbildung zu den Themen Wasser, Wald, Wiese, Energie und Klimawandel. Bei uns hat Natur das ganze Jahr über Konjunktur. Dieses hinterlegen wir immer mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bei verschiedenen großen Projekten konnten wir viele Erfolge sammeln. Herauszuheben ist das Grüne Klassenzimmer auf der Landesgartenschau 2010 in Hemer, die Projekte "Wasser bildet", "Wasser und ich" und das aktuelle Projekt "Schulen ans Gewässer", die alle einen Bezug zum Klimawandel, Energie, und Klimaschutz und zur biologischen Vielfalt haben.


Ein Ziel, die Teilnahme von Kindern mit einer Beeinträchtigung und Migrationshintergrund, an allen Angeboten des Projektes teilnehmen zu lassen, ist aufgegangen.
Während des Projektzeitraumes fanden bis jetzt insgesamt 167 Einzelveranstaltungen mit ca. 4.000 Besuchern statt.
Unsere Programme und Unterrichtseinheiten zu den Wasserthemen wurden auf BNE überarbeitet. Dabei wurde ein einfacher Bestimmungsschlüssel für Kindergarten- und Grundschulkinder entwickelt und entsprechend eingesetzt.
Wir konnten unsere kleine Broschüre zum Thema: Wassermonster, jede Pfütze zählt mit in unser Programm einbauen.

IV. Aktivitäten und Projektverlauf
Es fanden während des Projektverlaufes eine Vielzahl von Aktivitäten statt.
Als erstes seien die Unterrichtseinheiten für Menschen mit Beeinträchtigung und nicht beeinträchtigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene im gemeinsamen Unterricht erwähnt. Daraus entwickelten sich weitere Möglichkeiten Wasser zu erleben.

Einige Schulen in Menden erlebten die Heimischen Gewässer mit ganz neuen Augen. Die Themen behandelten hier das Gewässer als Lebensraum und das Umfeld außerhalb des Gewässers. Andere Schulen forschten und bewerteten die biologische Vielfalt des Gewässers anhand von Lebensraum der Pflanzen und Tiere.

Es fanden auch mehrere Führungen für Erwachsene und eine Fortbildung für Lehrer/innen statt.
Zusätzlich fand ein Workshop und mehrere Arbeitstreffen mit den Schulen, dem Lernort und der Werbeagentur bezüglich der Entwicklung und Baues des Gewässerlehrpfades statt.

Die Bedeutung des Wasserverbrauches und der Wasserqualität wurde durch neu entwickelte Programme entwickelt.

Verschiedene Gymnasien verlegten ihre Leistungskurse der Gewässerökologie in unser Untersuchungsgebiet das in unmittelbarer Nähe unseres Lernortes liegt.

Die Grundlagen sind die Bewertungen der Flussnetzwerke NRW und des Bildungsordners Köcherfliegen lügen nicht. Diese Bewertungen werden von uns regelmäßig auf der Internetseite der Flussnetzwerke eingetragen.

Daneben gab es noch Eltern-Kind-Veranstaltungen wobei Väter mit ihren Kindern das Leben am und im Gewässer kennenlernten.

Die Überarbeitung unserer Programme stand während der gesamten Förderperiode an. Das meist gebuchte Programm war unser Wassermonster, jede Pfütze zählt. Dieses Programm haben wir für die Maxikinder der Kindergärten, Förderschulen sowie Grundschulen überarbeitet. Es ist die Grundlage für die späteren Programme der Gewässerökologie.
In den wärmeren Monaten standen durchweg Außenexkursionen zum Thema Wasser an. Wobei in den Wintermonaten dank unseres Wasserlabors viele
Mint-Programme zum Thema Wasser stattfanden. Hochwasser, Klimawandel und Reccourcenschonung wurde in fast allen Programmen integriert und fand in der Bildungskette der Bildung für nachhaltige Entwicklung einen wichtigen Beitrag.

Das Kernstück des Projektes ist die Aquaponic Modellanlage mit Fischen und Gemüseproduktion sein. Sie soll den Kindern ein umwelt- und naturbewusstes Handeln mit dem Umgang von Fisch selbst gezüchteten Gemüse und Kräutern bieten.
Der Besuch der Anlage soll die Wahrnehmung für die Lebendigkeit und Vielfältigkeit von Tieren, Pflanzen und organischen Materialien fördern.
Das Modell Aquaponic ist ein geschlossener Wasser- und Nährstoffkreislauf. Vereinfacht ausgedrückt, Fische geben das was Pflanzen brauchen(Nährstoffe durch Kot usw.) und Pflanzen geben das was Fische brauchen (gereinigtes Wasser). Nutznießer dieser Kombination ist eine biologische und umweltfreundliche Nahrungsmittelproduktion. Hier lernen Schülerinnen und Schüler umwelt- und naturbewusstes Handeln durch den Unterricht vor Ort.
Angesichts der schnell waschsenden Weltbevölkerung und der fortschreitenden Verknappung von fruchtbarem Land, sowie die Überfischung der Gewässer, sind innovative, platzsparende und ökologisch nachhaltige Techniken der Nahrungsmittelproduktion gefragt. Ein vielversprechendes Modell ist die Aquaponic-Anlage. Mit der Aufzucht von Pflanzen und Fischen im geschlossenen System wird ein entsprechender Beitrag zum Klimabezug geleistet. Der Frischwasserverbrauch wird auf ein Minimum gesenkt. Der CO²-Ausstoß der Fische, wird von den Pflanzen aufgenommen und in Sauerstoff umgewandelt. Nährstoffe werden effizient genutzt und ein Einsatz von Antibiotika und Pestiziden in der Anlage gibt es nicht. Je nach Fischart, kann auf Fischmehl verzichtet werden. Somit ist ein starker Bezug zum Klima gegeben. Dieser Klimabezug wird sich auch in den Lerneinheiten für Schülerinnen und Schüler wiederspiegeln.
Das System hat viele Vorteile in der Schonung der Umwelt und in der Anwendung von natürlichen Ressourcen. Angesichts des Konsumsverhaltens der heutigen Gesellschaft ist es für viele schwierig, einen Bezug zwischen den eigenen Bedürfnissen und der Natur zu finden. Deshalb sollten gerade Kinder schon früh auf vielfältige Weise die Natur erleben können, um in ihr einen unschätzbaren Wert zu sehen, der geschützt werden muss.


Bezug zur biologischen Vielfalt:

Biologische Vielfalt oder Biodiversität beschreibt sowohl die Vielfalt einzelner Tiere und Pflanzen, der Arten zu denen sie gezählt werden als auch die Vielgestaltigkeit der Lebensräume in denen sie zu finden sind.
Diese biologische Vielfalt kann man im Umfeld unseres Lernortes an unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten in einem bestimmten Lebensraum finden. Je mehr diese Arten an einem Ort zu finden sind, desto intakter ist das jeweilige Ökosystem. Die biologische Vielfalt gilt auch als Grundlage für unser Leben.
Trotzdem nimmt die Biodiversität in den letzten Jahrzehnten rasant ab. Durch die Abnahme der Biodiversität schadet es letztendlich auch den Menschen selbst. Denn Artenreichtum und vielfältige Lebensräume sind für die Gewinnung unseres Trinkwassers, den Anbau unserer Nahrung und eine gute Luftqualität unentbehrlich.


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Besuchen Sie uns

Regionalzentrum des Märkischen Kreises Naturschutzzentrum Arche Noah

Zur Arche 3
58706 Menden

Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 8.00 Uhr - 16.00 Uhr

Herr Ulrich Hering
Tel.:02373/9170492
post@arche-menden.de
http://www.arche-menden.de

 

Weitere Infos

Förderverein Wasser und Naturschutz Arche Noah e.V.
Menden

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