Alleskönner Moor

Mit "Alleskönner Moor" spüren wir in 54 Veranstaltungen über 3 Jahre mit Erwachsenen und Kindern Brandenburger Feuchtgebiete auf, nehmen sie unter die Lupe, bringen Schwingrasen zum schwingen und zeigen die Bedeutung der faszinierenden biologischen Vielfalt auf.

„Schaurig ist’s über’s Moor zu gehen“ schrieb Anette von Droste Hülshoff in ihrem Gedicht. Wir lüften mit unserem dreijährigen Projekt „Alleskönner Moor – Klimaschützer und Arche Noah der Biodiversität“ gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen die Geheimnisse dieser Landschaften mit ihrer besonderen biologischen Vielfalt, gehen Mythen auf den Grund und bringen Schwingrasen zum Schwingen.

Das Ökosystem Moor hat viele bedeutende Funktionen für uns Menschen. Als Barriere für Schadstoffe wirkt das Moor wie ein Filter und garantiert uns sauberes Trinkwasser. Auch vor Hochwasser schützen Moore. Vor allem für das Klima ist das Moor von Bedeutung, da es viele klimarelevante Gase, wie CO2 aufnimmt und speichert.
Moore werden auch als die letzten Widlnisgebiete bezeichnet, da sie durch den hohen Wasserstand schon immer schwer zu bewirtschaften waren. Sie sind wertvolle Trittsteinbiotope, bieten wertvollen Lebensraum für viele speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten und tragen somit zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei.

Die Bedeutung der einzigartigen Moorlebensräume ist in der Gesellschaft kaum bekannt. Aus diesem Grund engagieren wir uns mit “Alleskönner Moor” dafür, dass Kinder und Erwachsene Brandenburger Moore hautnah erleben und so wieder eine Beziehung zu diesem bedeutenden Lebensräumen aufbauen können. So werden Menschen, gemäß dem Rahmenkonzept für die Umweltbildunsgarbeit in Brandenburg, dazu befähigt die Zukunft von Umwelt und Gesellschaft verantwortungsbewusst mitzugestalten. Moore können ihre angemessene Bekanntheit wieder erlangen und die biologische Vielfalt ihrer seltenen Tier- und Pflanzenarten kann geschützt werden.

Gemäß dem Bildungskonzept für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden in 54 Veranstaltungen gezielt Teilkompetenzen gefördert, worin die Teilnehmenden nachhaltiges Handeln von nicht nachhaltigem Handeln unterscheiden lernen. „Moortage“ für Schul- und Kitagruppen, Ferienlager für Jugendliche, Familienwochenenden, Fahrradtouren oder Ausstellungen werden zu erkenntnisreichen und einprägsamen Erlebnissen, die den Wert der biologischen Vielfalt erfahrbar machen. Dabei setzen wir oftmals auf die Methode des entdeckenden Lernens: Mit Bitte auf Rücksicht der seltenen Tier- und Pflanzenarten wird das Biotop auf Grundlage des vorhandenen Wissens und Erfahrung gezielt erforscht. So wird nicht nur bei Kindern die Neugier und das Staunen über Naturphänomene zum leitenden Motiv vieler Veranstaltungen. Neben dem direkten Kontakt am “Lernort Natur” wird im Klassenzimmer das bedeutungsvolle Torfmoos analysiert. Mit Mikroskopen wird dann nochmal ganz genau hingeschaut. Auch sind Messungen beispielsweise des pH-Wertes für ältere Zielgruppen höchst aufschlussreich.

Auf den Familienwochenenden im Naturpark Schlaubetal können sich Familien in entspannter Atmosphäre dem wertvollen Lebensraum Moor widmen und diesen unter fachlicher Führung hautnah erkunden. Mit Experimenten, Spielen und einer Prise Abenteuer wird die Faszination für die beeindruckenden Überlebensstrategien der Moorpflanzen- und tiere geweckt.

Es wird auch Wert auf eine fortwährende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gelegt, um weiteren Zielgruppen die Bedeutung von Mooren und deren wertvolle biologische Vielfalt aufzuzeigen. Soziale Medien, die Verbandswebseite, Projektnewsletter, Projekt- und Veranstaltungsflyer bilden dabei ein kontinuierliches Element. Darüber hinaus werden eine Broschüre für Jugendliche, eine Wanderausstellung und ein animierter Filmclip über das Projekt erstellt.

Neben den Veranstaltungen und Medien können Moorinteressierte als Moorpaten für den Schutz der Moore in der Heimat langfristig aktiv werden. Moorpaten beobachten regelmäßig ein Moor und liefern so Daten und Argumente für Stellungnahmen um Moore in der Landschafts- und Raumplanung zu schützen. Im Sinn eines Generationennetzwerks können so Erfahrungen und Wissen geteilt werden.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Da Moore in der Vergangenheit die letzten Landschaften waren die vom Menschen “nutzbar” gemacht wurden, sind viele Moore heutzutage die letzten Wildnisgebiete. Sie sind wertvolle Trittsteinbiotope, bieten selten gewordenen Lebensraum für viele speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten und tragen somit zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei.
Mit “Alleskönner Moor” tragen wir dazu bei, dass der biologischen Vielfalt von Moortypen und der biologischen Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten angemessene Aufmerksamkeit zukommt. Bei unterschiedlichsten Veranstaltungen werden die Teilnehmenden auf die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Gebiete hingewiesen. Somit entwickelt sich ein gesellschaftliches Bewusstsein und Engagement für den Schutz dieser besonderen Ökosysteme, wodurch die Vielfalt der Landschaftstypen und somit auch Tier- und Pflanzenarten gefördert wird.

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