Berliner Stadtwildtiere

Die weltweit zunehmende Verstädterung führt zur Besiedlung urbaner Räume durch viele Wildtierarten. In der Folge kommt es immer häufiger zu Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Für viele Menschen ist das eine schöne Erfahrung, es kann aber auch zu Konflikten kommen. Wildtiere in der Stadt sind ein wichtiger Teil der biologischen Vielfalt. Die Erforschung ihrer artspezifischen Bedürfnisse und ihrer Ökologie sind Voraussetzung für den richtigen Umgang mit ihnen und für das Erarbeiten von Empfehlungen für ein gelungenes Wildtiermanagement.
Die Berliner Internetseite „http://berlin.stadtwildtiere.de“ bündelt Informationen und Angebote rund um Wildtiere in der Stadt. Sie wird vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und dem Verein „StadtNatur“ in Zürich betreut. Auf dieser Seite kann man Tiersichtungen melden und Citizen Science-Projekte zum Thema Stadtwildtiere finden. Außerdem bietet die Seite Informationen zu allen Wildtieren, die uns in der Stadt begegnen können, Antworten auf oft gestellte Fragen und Tipps für ein gutes Miteinander zwischen Mensch und Tier.

Besonders spannend sind die interaktiven Optionen: Interessierte können Tiersichtungen und Spuren oder Nester melden und sich diese auf einer interaktiven Karte anzeigen lassen. Sie können sich über Forschung zu Stadtökologie informieren und Forschungsprojekte finden, die zum Mitmachen einladen. In Berlin zum Beispiel stehen Fuchs, Hase, Igel, Waschbär und mehr ab sofort unter Beobachtung. Die an den Projekten beteiligten WissenschafterInnen nutzen die aus verschiedenen Städten gemeldeten Informationen, um zum Beispiel herausfinden, ob es in Berlin mehr Igel als in Freiburg gibt. Oder warum es möglicherweise manche Tierarten vom Land in die Stadt zieht, während andere Arten die Stadt meiden.
Solche Projekte werden gerne mit „Citizen Science“ (Bürgerwissenschaften) bezeichnet: Teilnehmende aus der Öffentlichkeit bereichern mit ihrem persönlichen Wissen das Projekt, sammeln Daten, übernehmen Aufgaben oder helfen bei der Entwicklung der Fragestellungen der Forschungsprojekte. Dabei lernen die Beteiligten nebenbei, wie Forschung heutzutage funktioniert. Die WissenschaftlerInnen profitieren ebenfalls: Sie lernen von ihren Mitforschenden viel Interessantes aus deren persönlichem Erfahrungssschatz und erhalten Daten, die sie aus Kapazitätsgründen nie alleine erheben könnten. Deswegen ist die gemeinsame Forschung ein perfekter Ansatz - auch zum Verstehen der Bedeutung der biologischen Vielfalt und im nächsten Schritt zur Umsetzung ihres Schutzes.

Die Bürgerwissenschaften-Projekte „Stadtwildtiere“ und „Wilde Nachbarn“ wurden in Zürich entwickelt und gestartet. Inzwischen gibt es diese Projekte auch in anderen Städten und Regionen. Die Internetseite „berlin.stadtwildtiere.de“ wird vom Leibniz-IZW und dem Züricher Verein „StadtNatur“ betreut. Die beteiligten WissenschaftlerInnen erhoffen sich, dass in Zukunft immer mehr Städte und Regionen an dem Projekt teilnehmen. Neben Berlin wurde für Deutschland jetzt das Projekt „Wilde Nachbarn Baden-Württemberg“ (http://bw.wildenachbarn.de) eingeführt.
Die Bürgerwissenschaften-Projekte „Stadtwildtiere“ und „Wilde Nachbarn“ wurden vom dem Züricher Verein „StadtNatur“ entwickelt und gestartet. Inzwischen gibt es diese Projekte auch in anderen Städten und Regionen. Die Internetseite „berlin.stadtwildtiere.de“ wird vom Leibniz-IZW und „StadtNatur“ betreut. Die beteiligten WissenschaftlerInnen erhoffen sich, dass in Zukunft immer mehr Städte und Regionen an dem Projekt teilnehmen. Neben Berlin wurde für Deutschland jetzt das Projekt „Wilde Nachbarn Baden-Württemberg“ (http://bw.wildenachbarn.de) eingeführt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Durch die Urbanisierung und die fortschreitende Agrarindustrialisierung der ländlichen Gebiete kommen immer mehr Wildtiere in die Städte. Sie sind ein wichtiger Teil der biologischen Vielfalt. Durch die Erforschung ihrer Ökologie können idealerweise Empfehlungen für ein gelungenes Wildtiermanagement herausgegeben werden. Citizen Science-Projekte sind ein geeignetes Werkzeug, um den Teilnehmenden biologische Vielfalt zum Anfassen nahezubringen.


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Besuchen Sie uns

Online: http://berlin.stadtwildtiere.de/

Alfred-Kowalke-Str.17
10315 Berlin

Öffnungszeiten: online - immer

Frau Dr Sarah Kiefer
Tel.:0305168128
citizenscience@izw-berlin.de
http://berlin.stadtwildtiere.de/

 

Weitere Infos

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung; BIBS
Berlin

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