Das Konzept der Eh da-Flächen

Das Konzept der Eh da-Flächen beinhaltet eine geodatenbasierte Erfassung von Flächen, die in der Agrarlandschaften und im Siedlungsbereich sowieso vorhanden sind, damit anschließend standortspezifische Aufwertungsmaßnahmen zur gezielten Flächenvernetzung zur Förderung der Artenvielfalt auf Landschaftsebene durchgeführt werden können.

Eh da-Flächen sind in der Agrarlandschaften und im Siedlungsbereich sowieso vorhanden (eh da) und unterliegen weder einer (land-)wirtschaftlichen Nutzung noch einer naturschutzfachlichen Pflege.
Eh da-Projekte werden freiwillig durchgeführt, in der Regel von Kommunen. Bundesweit werden aktuell über 20 Eh da-Projekte wissenschaftlich begleitet. Diese haben das Schutzziel "Biene" im Fokus, um v.a. für Wildbienen adäquate Nist- und Nahrungshabitate (kombinierte Lebensräume) zu schaffen.
Mittels geodatenbasierter Methoden können sie lokalisiert, quanti- und qualifiziert werden. So können gezielte Begehungen erfolgen, um auf Basis des ölokolgischen Ausgangszustands Lebensraumpotenziale für Bienen zu identifizieren und entsprechende Aufwertungsmaßnahmen (z.B. Anlage von Blütenpflanzen, Nisthilfen oder alternierende Mahdregime) zu planen. Um dabei Akzeptanz für die Maßnahmen innerhalb der Kommune zu schaffen, dienen interaktive WebGIS-Plattformen der transparenten Dokumentation und können gleichzeitig einen Beitrag zur Umweltbildung leisten.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

In Abhängigkeit der Landschaftsstruktur beträgt das Eh da-Flächenpotenzial 2-6% einer Gesamtlandschaft (vgl. www.ehda.agroscience.de). Insbesondere vor dem Hintergrund immenser täglicher Flächenversiegelungen nimmt die Konkurrenz um die Ressource Fläche zu. Darunter hat auch die biologische Vielfalt zu leiden.
Beispiele für Eh da-Flächen sind Wegebegleiflächen, Verkehrsböschungen, Dämme, Gemeindegrün oder unbewirtschaftete Eckflächen in der Agrarlandschaft, die i.d.R. in einem monotonen ökologischen Ausgangszustand (v.a. gräserdominiert) sind und ein erhebliches Aufwertungspotenzial bieten. Da viele Eh da-Flächen im Umfeld von Infrastruktureinrichtungen liegen (z.B. Verkehrswege), ist ihre Form häufig longitudinal und bietet die Funktion von Trittsteinbiotopen. So können mit der gezielten Aufwertungen von Eh da-Hot-spots Flächen vernetzt werden.
Besonders durch die Erhöhung des Blütenangebots können dabei blütenbestäubende Insekten (Pollinatoren) im allgemeinen profitieren, die Ökosystemdienstleistung Bestäubung gefördert sowie ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet werden.


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Dokumente

Eh da-Flächen nutzen - Artenvielfalt fördern.Praxisleitfaden für Anlage und Pflege

 

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Eh da-Pilotflächen in der Vorderpfalz

Breitenweg 71
67435 Neustadt

Öffnungszeiten: immer begehbar

Herr Mark Deubert
mark.deubert@agroscience.rlp.de
http://www.ehda.agroscience.de

 

Weitere Infos

RLP AgroScience - Institut für Agrarökologie
Neustadt

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