Sonderwettbewerb Soziale Natur

Naturtrainer

Die "Ausbildung zum Naturtrainer" qualifiziert Menschen in der nachberuflichen Phase für die Naturbildung von Kindern in KiTas und Kindergärten. So soll möglichst frühzeitig und bei möglichst vielen Kindern das Bewusstsein für unsere Natur und Umwelt nachhaltig verankert werden.

Beim Spielen in der Natur entdecken die Kinder jeden Tag etwas Neues. Die vielfältige und natürliche Umgebung setzt in ihnen Bewegungsenergie frei. In der Gruppe treten neue soziale Situationen auf, die bewältigt werden müssen. Die Wahrnehmung wird gefördert und ständig neue Sachverhalte fördern die sprachliche Ausdrucksfähigkeit.

Hier setzen die generationsübergreifenden Projekte „Ausbildung zum Naturtrainer“ der NABU Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie des NAJU Landesverbandes Baden-Württemberg an. Menschen in der nachberuflichen Phase erlernen im Rahmen der Ausbildung, wie sie Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) für Kinder in Kindertagesstätten (Kitas) erlebbar machen. Durch diesen innovativen Ansatz soll für möglichst viele Kinder Zugang zur Naturbildung geschaffen werden, damit frühzeitig der Nachhaltigkeitsgedanke im Bewusstsein der Kinder verankert wird und sie ihrer Natur und Umwelt Wertschätzung entgegenbringen. Die Ausbildung richtet sich dabei gezielt an Menschen in der nachberuflichen Phase, da lebenserfahrenere Menschen im Umgang mit den Kindern häufig ein hohes Maß an Geduld und Einfühlsamkeit mitbringen, wovon die Kinder beim Lernen profitieren. Im Gegenzug erfreuen sich die Naturtrainerinnen und Naturtrainer an der Möglichkeit, ihr Wissen an die jüngste Generation weiterzugeben.

Im Rahmen von 8 - 12 Workshops über einen Zeitraum von 12 - 16 Monaten lernen die Teilnehmenden die kindgerechte Vermittlung von Umweltthemen (wie Naturerfahrungsspiele, die Lebensweise von Tieren, wie Igeln und Schmetterlingen, das Kochen in der Wildkräuterküche und die Herstellung von Naturkosmetik), praktische Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Kita-Umfeld sowie die Einbringung im Kita-Alltag im Team mit den Erzieherinnen und Erziehern.

Parallel zur Ausbildung starten die angehenden Naturtrainerinnen und Naturtrainer ihre ehrenamtliche Tätigkeit in einer Kita „ihrer Wahl“. So können erlernte Inhalte der Ausbildung direkt in den Kitas erprobt werden und diese praktischen Erfahrungen aus dem Kita-Alltag werden ihrerseits wieder im Rahmen von Erfahrungsaustauschrunden mit der Ausbildungsgruppe geteilt. Dies ermöglicht ein intensives Lernen von und miteinander. Um dieses gemeinsame Lernen nachhaltig und über das Ende der Ausbildung hinaus zu verankern, ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts die Förderung einer positiven und nachhaltigen Gruppendynamik. Durch die gute Vernetzung der Teilnehmenden untereinander und mit Teilnehmenden anderer Ausbildungsjahrgängen unterstützen sich die Naturtrainerinnen und Naturtrainer gegenseitig bei ihrer neuen persönlichen Herausforderung.

Die Projektträger kooperieren bei der Umsetzung der Projekte und stehen in intensivem Wissens- und Erfahrungsaustausch, da insbesondere in Rheinland-Pfalz das Projekt schon seit zehn Jahren läuft. Es haben bereits zwei bundesländerübergreifende Erfahrungsaustauschtreffen stattgefunden, um die wertvollen Erfahrungen aus den drei Bundesländern auszutauschen.

Mit anerkannten Zentren für BNE stehen die Projektträger im Austausch. So unterstützt in Nordrhein-Westfalen beispielsweise die Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW (NUA) das Projekt.

In Nordrhein-Westfalen wurde durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen die Verlängerung des Projekts bis Ende 2019 bewilligt. In Baden-Württemberg wird das Projekt im Rahmen des Programms "Nachhaltigkeit lernen - Kinder gestalten Zukunft" der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Heidehof Stiftung gefördert. Derzeit läuft der dritte Ausbildungszyklus, der im Frühsommer 2019 endet. Auch in Rheinland-Pfalz wird eine Weiterführung des Projekts angestrebt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Initiiert durch die Naturtrainer werden manche KiTas aktiv für den Schutz der Biologischen Vielfalt. Einzelne Projekte wie die Anlage eines Hochbeetes oder eine schmetterlingsfreundliche Begrünung wirken über die Einrichtungen hinaus. Gleichzeitig lernen die Kinder die Bedeutung der biologischen Vielfalt für Mensch und Natur frühzeitig kennen. So können sie sich auch zukünftig für den Erhalt und Schutz der Arten einsetzen.

https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/gesellschaft-politik/umweltbildung/naturtrainer/index.html

https://rlp.nabu.de/wir-ueber-uns/weiterbildung-und-foej/naturtrainerin/index.html

https://www.naju-bw.de/aktionen-projekte-und-angebote/naturtrainerinnen.php


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Dokumente

Westfalenblatt, Freiwillig im Einsatz für Kinder und Natur

Pressebericht NW, Die Farben der Natur

WAZ, Naturtrainerin legt mit Kita-Kindern ein eigenes Hochbeet an

 

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NABU Landesgeschäftsstelle NRW

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Öffnungszeiten: Mo, Do, Fr jeweils 10 - 16 Uhr

Herr Michael Schoch

 

Weitere Infos

Anfragen an den NABU Nordrhein-Westfalen: Michael.Schoch@NABU-NRW.de >>>>>>>>>> Anfragen an den NABU Rheinland-Pfalz Kontakt@NABU-Rheinauen.de >>>>>>>>>> Anfragen an die NAJU Baden-Württemberg: heike.jacob@naju-bw.de >>>>>>>>>>

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