Sonderwettbewerb Soziale Natur

Kinder brauchen Matsch

Es ist für Kinder nicht mehr selbstverständlich, nach Lust und Laune Brachen, Wälder und Wiesen zu erforschen. Doch die Gegenwart der Natur, das Spiel in ihr ist relevant für die Befriedigung der emotionalen, aber auch der kognitiven und körperlichen Bedürfnissen von Kindern. Wird ihnen die Freiheit verwehrt, unkontrolliert von Erwachsenen in einer von selbst gewordenen - nicht in einer künstlich gefertigten - Welt Erfahrungen zu machen, können Kinder zentrale Fähigkeiten nun schwer entfalten. Ohne die Nähe zu Pflanzen und Tieren verkümmert ihre emotionale Bindungsfähigkeit, schwinden Empathie, Fantasie, Kreativität und Lebensfreude.
Die Natur ist so vielgestaltig, dass für jeden das Richtige dabei ist. Zudem erleben sich Kinder in der Natur ständig neu. Das ist besonders für die wichtig, die es in der Schule schwer haben, oft kritisiert werden und/oder Diskriminierungen ausgesetzt sind. Die Natur wertet nicht. Dort sind elementare Erfahrungen möglich. Der Einzelne erlebt sich ganz unmittelbar mit seinen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen.
Die Aktion "Kinder brauchen Matsch" bietet Freizeitfahrten für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung im Alter von 7 bis 17 Jahren.
Der gefühlsintensive Zugang in der Natur mit den dort möglichen Elementarerfahrungen bietet die Grundlage für diesen modellhaften Ansatz von Inklusion. Die Vermittlung eines ökologischen Bewusstseins ist dabei ein wichtiger Bestandteil, der implizit erfolgt. Denn man kann nur schützen, was man kennt.

Kinder brauchen Matsch" führt landesweite außerschulische Bildungsmaßnahmen durch. Die Angebote sind schwerpunktmäßig auf Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung sowie in belasteten Lebenslagen ausgerichtet und umfassen zuallererst Gruppenfreizeiten, thematisch gebundene Gruppenangebote und Einzelbetreuungen.
Alle Angebote profilieren sich durch einen natur- und erlebnis- pädagogischen Ansatz und sind dem Anspruch einer vorurteilssensiblen Pädagogik und dem Paradigma des Empowerments verpflichtet.
Mit dieser inklusiven Ausrichtung weist die Aktion im außerschulischen Bereich Modellcharakter auf. Dementsprechend wird ein besonderer Wert auf die öffentlichkeitswirksame Darstellung der Aktivitäten gelegt, um Vernetzung und Nachahmung zu befördern. Ein umfangreiches institutionen- und fachübergreifendes Partnernetzwerk bildet die Grundlage des Austauschs und der Weiterentwicklung.
Inklusion wird mit der Aktion konsequent umgesetzt. Dem Leitgedanken folgend, dass Inklusion besonders dann erfolgreich beschritten werden kann, wenn ein dritter Raum zugängig gemacht wird, in dem neue Erfahrungen mit sich und dem Gegenüber möglich werden. Der Rahmen des "normalen" wird neu definiert. Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung machen dazu gleichermaßen neue Erfahrungen, die sie miteinander verbinden. Gemeinsam und gleichberechtigt stehen sie vor Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Die Gegenwart in der Natur hat dabei eine besondere Bedeutung für die Befriedigung der emotionalen, kognitiven und körperlichen Bedürfnissen. Die Kinder und Jugendlichen erleben sich ständig neu und machen elementare Erfahrungen. Vieles, was in der fremddefinierten Welt der Kinder natürlich erscheint, wird nachrangig. Ein Merkmal wie "behindert" tritt in den Hintergrund und kann seine beschränkende Wirkung verlieren.

In der Auseinandersetzung mit der menschlicher Vielfalt wird auch schnell der Blick für die biologische Vielfalt geweckt. Wird am ersten Tag einer Freizeit manchmal von "langweilig" gesproche, offenbart sich schon kurz danach die Faszination für die Natur in all ihren Fassetten. Das so geweckte Interesse geht schnell einher mit der Lust am Lernen und dem Drang besser zu verstehen was einen umgibt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Aktion schafft mit ihren Camps ein Lernfeld, in denen das Miteinander jenseits bestehender Klassifikationen und Zuschreibungen neu ausgehandelt wird und ein weiteres Verständnis von Normalität etabliert wird. Inklusion wird besonders dann erfolgreich beschritten, wenn in der Natur alle, ob mit oder ohne Beeinträchtigung neue Erfahrungen mit sich und dem Gegenüber machen und gleichermaßen unbekannte Herausforderungen bewältigen .
Mit dem Leben in der Natur wird neben der menschlichen auch die biologischer Vielfalt als bereichernd erlebt. Das päd. Team nimmt sich Zeit das gewachsene Interesse mit wissenswerten Informationen zu ergänzen und die natürlichen Zusammenhänge mit den Kindern zu ergründen. Insbesondere der Umgang mit natürlichen Ressourcen nimmt eine große Bedeutung ein. Sie ist eine der zentralen Aspekte der Camporganisation. Wenn zum Beispiel täglich das Trinkwasser geholt werden muss, legen alle Wert darauf, dass sorgsam damit umgegangen wird.
So werden die Kinder von Beginn an eines jeden Camps dafür sensibilisiert, dass alle Lebewesen voneinander abhängig sind und wie die Umwelt auch sie selbst beeinflusst. Damit wird es für sie der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen selbstverständlich.

Diese Gefährdung von biologischer Vielfalt, der Reflexion über Zusammenhänge und die Rolle und Perspektiven von unterschiedlichsten Gruppen und deren Verflechtung zu geben (z.B. Verwaltungen, Organisationen, Unternehmen, Verbände).

Video:
https://vimeo.com/202176034


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