Na Schau! - Naturschaugarten Lindenmühle Lokale Agenda-Projekt von Bürgern für Bürger!

Projekt:
Das Projekt Naturschaugarten Lindenmühle zeigt Möglichkeiten auf, wie man Flächen naturnah gestalten und nutzen kann, um die heimische Vielfalt der Wildpflanzen und seltener alter Kulturpflanzen zu bewahren. Das Projekt berücksichtigt dabei auch die Schaffung von Lebensräumen für die von diesen Pflanzen abhängigen Tiere.

Ziele:
Anfang 2001 wurde der Arbeitskreis Naturnahes Grün der Lokalen Agenda 21 Mainz gegründet. Eine Reihe von Mainzer Bürgerinnen und Bürger mit den verschiedensten Berufen und Erfahrungen haben sich vorgenommen, brauchbare Ergebnisse im Bereich Artenschutz von heimischen Wildpflanzen und denen davon abhängigen Tieren zu erreichen.
Dieses Handlungsfeld der Lokalen Agenda war bis dahin in Mainz nicht besetzt. Insbesondere im Bereich der Landeshauptstadt Mainz wollen die Ehrenamtlichen naturnahes Grün fördern, wo es nur geht. Die Arbeit der Ehrenamtlichen soll vor allem greifbar sein. Der Arbeitskreis soll offen sein für alle Interessierten und Spaß machen. Nicht endlose trockene Sitzungen, sondern ganz praktische Vorhaben anpacken.
Die Artenschutzarbeit der Ehrenamtlichen bezieht sich dabei im Wesentlichen auf heimische Wildpflanzen und alte Kulturpflanzensorten.


Öffentlichkeitsarbeit:
Der Schaugarten ist nicht als isolierte Artenschutzarbeit zu verstehen. Durch seine ständige Begehbarkeit, durch Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt, durch umweltpädagogische Veranstaltungen für Schüler und Kinder, durch Kurse, Aktionstage, und Führungen wird die Anlage genutzt, heimische Wildpflanzen wieder bekannter zu machen. Welchen Nutzen haben Wildpflanzen, wie kann man sie nutzen, welche Tiere sind von ihnen abhängig? Dieses Wissen und unsere Verantwortung dazu will der Arbeitskreis vermitteln. Und er möchte für Natur begeistern, möchte Natur „begreifbar“, riechbar, schmeckbar, fühlbar, tastbar machen. Alle Sinne sollen angesprochen werden.

Multiplikation:
Für viele „Stadtmenschen“ ist Natur oft nur „erfahrbar“, in dem man irgendwo hin „fährt“. Natur sollte aber für jeden erreichbar sein. So ist es das Ziel des Arbeitskreises, außer dem Naturschaugarten für mehr naturnahes Grün in der Stadt zu sorgen. Der Schaugarten soll zu Umgestaltung von Gärten, Grünflächen, Ausgleichsflächen und Straßenbegleitgrün anregen und begeistern. Dies könnte wesentlich zur Sicherung der biologischen Vielfalt beitragen und zusätzlich die Lebensqualität des Wohnumfeldes erhöhen.
Das Projekt Naturschaugarten soll Vorbild sein für ähnliche Projekte. Dieses Konzept lässt sich auch in anderen Kommunen umsetzen. Es ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt und bindet verschiedene Akteure mit ein.

Unterstützer:
Hier ein paar Beispiele: Stadt Mainz (Besitzer der Fläche), Wirtschaftsbetrieb Mainz (Versickerungsflächen), Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen/Koblenz (Lehrlingsarbeiten in der Anlage), Kooperation mit einer Naturgartenfirma (Pflanzenbeschaffung), Kooperation mit dem „Ausschuss für naturnahen Gartenbau“ (Unterstützung b. Planung, Pflanzungen, Aktionstagen, Führungen). Weitere über http://www.mainz-naturnah.de/sponsoren/sponsoren.htm

Beschreibung des Naturschaugartens:
Auf einem sonnigen bis halbschattigen Gelände im Stadtgebiet liegt „Na Schau!“ – der Naturschaugarten Lindenmühle. Gut erreichbar (z.B. mit der Straßenbahn, Haltestelle Lindenmühle/Naturschaugarten) und uneingeschränkt geöffnet dient diese Anlage der Erholung und der Information.
-Barrierefreie, geschwungene wassergebundene Wege und ein Mulchpfad führen durch den Naturgarten und geben Ein- und Aussichten auf die Flächen.
-Mehrere Trockenmauern aus rheinhessischem Kalk-Bruchstein sind als Wärmeinseln mit trockenheitsverträglichen Pflanzen bewachsen. In die Mauern integrierte Steinbänke laden zum Verweilen ein.
-Das Gelände ist z.T. hügelig gestaltetet. Ein Duftpfad lädt zum Entdecken von Laub- und Blütendüften ein und eine Wildobsthecke verlockt zum Naschen.
-Mit einer Urobsthecke werden seltene Gehölze gezeigt und kleinkronige Bäume, die auch in kleinere Gärten passen. Drei Infotafel erklären das Projekt.
-Ein „Wildbienenhotel“ für solitär lebende Bienen ist ein spannendes Beobachtungsobjekt.
-Auf einem Sandhügel wird typisch heimische Flora für Gärten mit Sandboden gezeigt.
-Ein Bachlauf wurde angelegt, durch den Quellwasser in den Teich fließt und in die Versickerungsbereiche überläuft.
-Eine große Wiese mit eingesäten Wildblumen und Wildgräsern wird zum Teil als Versickerungsbereich verwendet. Dieser Teil wird sich in eine Feuchtwiese wandeln.
-Ein Totholzhaufen für Igel und andere Tiere zeigt, wie sich mit einfachen Mitteln etwas für die Natur tun lässt.
-Als jüngstes Projekt soll ein „Insektenparadies“ entstehen. Dazu werden zurzeit Baumstümpfe aus einer Kompostieranlage auf das Naturschaugelände gebracht. Dort sollen sie in einem schattigen Bereich mit weiterem Totholz, mit Farnen und mit schattenverträglichen Pflanzen die richtigen Bedingungen schaffen für Mikroorganismen und Insekten.

Video:


Bild 1
Bild 2

Bild 3
Bild 4

Dokumente

´Tiere im NaSchau´ zeigt Fotos von Tieren im Naturschaugarten. Alle Bilder wurden dort gemacht und belegen, dass heimische Wildpflanzen ein Paradies für Tiere sind.

Hier wird die Entstehung des Naturschaugartens beschrieben.

 

Besuchen Sie uns

Na Schau! - Naturschaugarten Lindenmühle

Mühlweg
55128 Mainz

Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet

Herr Karlheinz Endres
Tel.:01773143495
karlheinzendres@web.de
http://www.naturschaugarten.de

 

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Mainz

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