Schlaraffenburger Streuobstprojekt

Das Schlaraffenburger Streuobstprojekt hat das Ziel, die Streuobstwiesen am Bayerischen Untermain durch eine wirtschaftliche Nutzung zu erhalten. Die ökologische Bewirtschaftung sichert die biologische Vielfalt und eine abwechslungsreiche Landschaft. Aus dem knackigen Obst entsteht ein urgesundes Lebensmittel. Flankiert wird das Projekt durch eine Reihe von Bildungsmaßnahmen von der Obsternte mit Kindern bis zu Baumwartausbildungen. Der "Schlaraffenburger Streuobstprojekt" steht für mehr Lebensqualität in der Region.

Das Streuobstprojekt ist eine Kooperation von Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Stadt Alzenau, der Initiative Bayerischer Untermain und vier regionalen Keltereien. Träger ist der Landesbund für Vogelschutz (LBV). Ziel ist es, die landschaftsprägenden Streuobstwiesen mit ihrer biologischen Vielfalt am Bayerischen Untermain durch eine Bündelung der Energien und eine wirtschaftliche Nutzung zu erhalten. 160 Teilnehmer aus der Region bringen ihr Streuobst ein. Für die Vermarktung wurde Schlaraffenburger als regionale Bio-Marke aufgebaut.
Mit den Bewirtschaftern von Streuobstwiesen werden Verträge geschlossen, in denen sie sich zur Bewirtschaftung ihrer Flächen nach Bioland- und Naturschutzkriterien verpflichten. Im Gegenzug erhalten sie bei Anlieferung ihres Obstes an die Kelterei einen Preis, der deutlich über dem Marktpreis liegt. Das so gesammelte Obst wird getrennt zu einem hochwertigen, naturtrüben Bioland Apfelsaft verarbeitet, oder zu Apfelwein, Apfelessig, Cidre oder Apfelsekt veredelt. Die Produkte werden unter der Regionalmarke „Schlaraffenburger“ ausschließlich in der Region vermarktet.
Der Start erfolgte 2002 in Aschaffenburg. Kooperationspartner im Projekt sind die Keltereien Rothenbücher in Schöllkrippen, Stenger in Goldbach und die Erdbeerranch Höfler in Alzenau. Weitere enge Partner sind der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg und die Obst- und Gartenbauvereine in den Gemeinden sowie die Kelterei Kuhn im Landkreis Miltenberg. Tragende Säule des Projektes sind ca. 160 Vertragsnehmer, die ihre Streuobstwiesen mit ca. 12.000 Obstbäumen nach Naturschutzkriterien bewirtschaften.
Im Rahmen des Projektes finden regelmäßig folgende Aktivitäten statt:
Die zentrale Aufgabe ist die Aufpreisvermarktung des Streuobstes der Teilnehmer. Dafür werden jährlich ca. 15 Annahmetermine angeboten, bei denen die Lieferanten einen deutlich höheren Preis für ihr Mostobst bekommen. Außerdem kümmert sich das Projekt um mittlerweile über 2.000 Streuobstbäume in Stadt und Landkreis Aschaffenburg. Dabei handelt es sich sowohl um kommunale Flächen, als auch um Privatflächen, die von ihren Besitzern nicht mehr gepflegt werden können.
Es gibt eine Reihe von flankierenden Maßnahmen zur Unterstützung der Projektteilnehmer wie z.B. Streuobst- Schnittkurse, Baumwartausbildungen, Obstbaum-Sammelbestellungen, Ausleih von Erntemaschinen, sowie Beratung bei Anlage, Pflege und Förderung der Flächen. Im Bereich der Umweltbildung: Apfelernte mit Familien und Jugendgruppen, Apfelernte mit Flüchtlingen, Apfelsaftpressen mit Schulklassen, Streuobstexkursionen, Vorträge, Info-Stände auf Messen und Märkten

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Am Bayerischen Untermain brütet der Hauptbestand des seltenen Steinkauzes in Bayern. Der Erhalt dieses Lebensraumes ist für die Biodiversität und das typische Landschaftsbild der Region von besonderer Bedeutung.


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Dokumente

Schlaraffenburger Jahresbericht 2016.pdf

 

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Schlaraffenburger Streuobstagentur Mömbris

Heimbach 8
63776 Mömbris

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

Herr Alexander Vorbeck
Tel.:06029/995644
alex.vorbeck@schlaraffenburger.de
http://www.schlaraffenburger.de

 

Weitere Infos

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
Mömbris

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