Sonderwettbewerb Soziale Natur

PflanzenWelten - Hochbeete für Schulen und Kitas

„PflanzenWelten – Hochbeete für Schulen und Kitas“ ist ein Projekt im Rahmen der seit 2012 bundesweit aktiven Umwelt-Initiative Zukunft Stadt & Natur, das seit Juli 2016 von der Town & Country Stiftung in Kooperation mit der netzwerk natur Projektbüro UG durchgeführt wird. Das Projekt erfolgt in Trägerschaft der Town & Country Stiftung, die ihren Sitz in Behringen hat und die erforderlichen finanziellen Mittel bereitstellt; Konzept und Organisation der PflanzenWelten verantwortet das netzwerk natur Projektbüro UG (haftungsbeschränkt), Potsdam.
Seit diesem Zeitpunkt wurden bislang rund 130 Hochbeete überwiegend an Grundschulen, aber auch an andere Einrichtungen übergeben, darunter auch 15 für Rollstuhlfahrer geeignete, die es seit Januar 2017 im Programm gibt. Viele weitere Hochbeete sollen folgen. Die Schulen erhalten, ohne dass bestimmte Vorgaben für die Nutzung gemacht werden, ein komplett ausgestattetes Hochbeet.
Produziert werden die Hochbeete von zwei Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aus dem Raum Dresden. Um auch dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung zu tragen, werden die Hochbeete aus 5 cm starkem Lärchenholz gefertigt. Teil der Lieferung sind ein Nagergitter, eine Innenfolie, eine Schneckenkante, unterschiedliche Bio-Erden, Werkzeuge, Handschuhe, ein Buch und die finanziellen Mittel für die Erstbepflanzung. Die Hochbeete sind so konzipiert, dass Grundschüler sie eigenständig aufstellen können.
Den Kindergärten und Schulen entstehen keinerlei Kosten.

Seit der Trägerschaft des Projektes durch die Town & Country Stiftung im Juli 2016 wurden ca. 130 PflanzenWelten Hochbeete an Bildungsinstitutionen wie Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit übergeben.
Eine Weiterführung dieses Projektes für 2018 ist vorgesehen. Der Bedarf der Schulen ist offensichtlich, denn das Thema Gartenarbeit/Schulgarten ist von wachsendem Interesse und wird nicht nur von den Schülerinnen und Schülern (manchmal fast erstaunlich) begeistert aufgenommen, sondern auch von den Eltern positiv begleitet. Schulen bestätigen dabei häufig, dass die Etats für derartige zusätzliche und so hochwertige Projekteinrichtungen nicht vorhanden sind und oftmals die Spende „wie gerufen“ kommt (z. B. zum Start eines neuen Schulgartens).
Die Town & Country Stiftung hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, auf dem Gebiet der Jugendbildung als wesentlicher Bestandteil der Volksbildung Akzente zu setzen, aber auch benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern.
Sie ist eine als gemeinnützig anerkannte Stiftung bürgerlichen Rechts, deren Satzungszwecke unmittelbar gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken dienen und hat im Rahmen ihrer Trägerschaft der Umwelt-Initiative Zukunft Stadt & Natur ein umfangreiches Kontingent an finanziellen Mitteln für die insgesamt vier Module – PflanzenWelten, die Wanderausstellung WALDGRÜN – STADTGRÜN, Wir pflanzen Zukunft! (Naschgärten und Grüne Klassenzimmer) und WasserWelten (Aquarien für Kitas) – zur Verfügung gestellt, deren Bruttowert bei rund € 350.000 pro Jahr liegt.
Die zumeist kommunalen Einrichtungen werden über die Fördermöglichkeit durch das netzwerk natur Projektbüro informiert. Sie erhalten Unterlagen zu dem Projekt und können sich auf der eigens eingerichteten Homepage bzw. bei Kollegen, die bereits ein Hochbeet erhalten haben erhalten haben, nach deren Erfahrungen erkundigen. Das Projekt wird zumeist im Kollegenkreis besprochen, denn es bedarf eines verantwortlichen Lehrers bzw. einer Klasse, die sich zum Start um das Hochbeet kümmert. Oftmals wird das Hochbeet auch im Offenen Ganztagsunterricht eingesetzt.
Das Hochbeet wird zu einem mit der Schule abgestimmten Termin geliefert und von der Schule (bzw. den Schülern) aufgebaut. Etwa zwei Wochen danach wird es im Rahmen einer kleinen Übergabe – häufig in Gegenwart eines Bürgermeisters bzw. Vertreters der Kommune und der Presse – übergeben. Auf der Homepage von netzwerk natur sowie dessen Facebook-Präsenz wird über die Übergabe berichtet und es findet Eingang in die laufende Dokumentation.
Hergestellt werden die PflanzenWelten-Hochbeete in zwei Werkstätten für Menschen mit Behinderungen im Raum Dresden. Das bauliche Konzept wurde von dem Lieferanten der Hochbeete, der Firma gartenallerlei.de, entwickelt. Es zeichnet sich nicht nur durch die Art und Stärke des ausgewählten Holzes, sondern auch durch das einzigartige Stecksystem aus. Dieses ermöglicht nicht nur unterschiedliche Höhen (z. B. niedrigere für die Kita-Hochbeete), sondern vor allem den Aufbau des Hochbeetes durch die Schüler. Die besonders logische, einfache und zugleich stabile Art der Konstruktion wurde vielfach durch die Schulen – und hier gerne auch durch die beteiligten Hausmeister – bestätigt. Durch die Auswahl der Holzart (Lärche) und die der Spende beiliegende Innenfolie ist eine maximal lange Lebens- und Nutzungsdauer des PflanzenWelten-Hochbeetes gewährleistet.
Wichtig war schon in der konzeptionellen Phase, dass bereits der eigenständige Aufbau des Hochbeetes durch Schülerinnen und Schüler möglich ist und dass er als ein positives gemeinsames Erlebnis in deren Erinnerung bleibt.
Bedeutsam ist für die Initiatoren und den Träger der PflanzenWelten ebenso, dass für die Schulen keinerlei Vorgaben mit der Annahme des als Spende zur Verfügung gestellten Hochbeetes verbunden sind. Denn die Schulen wissen am besten, was in ihrem Fall und in ihrer Region am sinnvollsten wirkt.
Jedes einzelne der PflanzenWelten-Hochbeete wird intensiv genutzt; dies bezeugen zahlreiche Rückmeldungen der Schulen in Form von Bildern mit bewachsenen Hochbeeten oder des gemeinsamen Verzehrs der Ernteergebnisse, Berichten sowie Dankesschreiben.
Seit Januar 2017 wird Schulen, deren Alltag auch von Inklusion geprägt ist, ein für Rollstuhlfahrer geeignetes PflanzenWelten-Hochbeet angeboten. Dieses gibt es in verschiedenen Höhen, damit für die jeweilige Altersgruppe auch das passende Hochbeet aufgebaut werden kann. Diese Hochbeete sind so konzipiert, das an den Längsseiten Schüler ohne Behinderungen, an den Querseiten Schüler, die an einen Rollstuhl gebunden sind, arbeiten können. Dadurch wird das Thema Inklusion auch im Rahmen des Projektes umgesetzt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Eines der zentralen Ziele des Projektes ist es, den Kindern, die heutzutage – auch und sogar in ländlichen Gebieten – keine Ahnung mehr davon haben, wie eine Tomate oder ein Kohlrabi wachsen, zu zeigen, mit welcher Vielfalt uns die Natur beschenkt, wenn wir es nur wahrnehmen. Was biologische Vielfalt bedeutet, erschließt sich Kindern des digitalen Zeitalters immer weniger: Aus einem Samen wird eine Blume, wird eine Pflanze, aus einer Kartoffel derer viele…
Das PflanzenWelten-Hochbeet gibt den Lehrern die Möglichkeit, die Schüler schon im Vorfeld der Bepflanzung besprechen zu lassen, was denn überhaupt in dem Hochbeet wachsen soll. Schon dieser frühe Zeitpunkt gibt also die Gelegenheit, auf die Vielfältigkeit hinzuweisen. Hier können auch seltene, außergewöhnliche Sorten oder altes, ursprüngliches Saatgut angesprochen werden.
Für die Initiatoren ist es wertvoll zu beobachten, wie Kinder mit dem ihrer Schule gespendeten Hochbeet Erfahrungen mit der Natur, aber auch des sozialen Miteinanders machen. Natur wirkt hier direkt verbindend in einer positiven Form: etwas, das als Klasse, als Garten-AG, als Gruppe geschaffen wurde. Von besonderer Bedeutung sind die PflanzenWelten-Hochbeete an jenen Schulen, deren Kinder zu einem hohen Prozentsatz aus so genannten „Hartz-4-Familien“ kommen.
Auch das Angebot der für Rollstuhlfahrer eingerichteten Hochbeete wird positiv angenommen. Sie sind so konzipiert, dass ein gemeinsames Arbeiten von Schülern mit und ohne Behinderung möglich ist.


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Dokumente

Infos zum Spendenpaket der Pflanzenwelten-Hochbeete

Pressemitteilung zur Hochbeet-Übergabe an die Natur-Erlebnis-Werkstatt

 

Besuchen Sie uns

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14469 Potsdam

Öffnungszeiten: 9 - 17 Uhr

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Weitere Infos

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Potsdam

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