Sonderwettbewerb Soziale Natur

Ferien im Jurameer

In den Sommerferien erleben junge Forscher an drei aufeinanderfolgenden Tagen die geologische und biologische Vielfalt in ihrem Landkreis. Die spielerische Verbindung von Fossiliensuche und dem Erforschen von Kleinlebewesen in alten Steinbrüchen, Bächen, Wiesen und Wäldern sensibilisiert Kinder für Landschaftsveränderungen und Landschaftsentwicklungen durch Rohstoffabbau. Verknüpft mit kreativen handwerklichen Arbeiten und einer Prise Abenteuer ist das Ferienprojekt für alle Beteiligten ein ganz besonderes Erlebnis.

Seit 2014 lernen rund 20 Kindern an drei aufeinanderfolgenden Tagen im August verschiedene prägnante und typische Lebensräume des Zollernalbkreises kennen. Jedes Jahr werden neue Exkursionsziele ausgesucht. Die Veranstalter Alexandra Kischkel- Bahlo und Hannes Schurr von der Sparkassenstiftung Umwelt+Natur und Dr. Annette Schmid-Röhl vom Fossilienmuseum der Holcim (Süddeutschland) GmbH öffnen viele Türen und stehen an allen Tagen den Kindern mit Wissen und Erfahrung zur Seite. Besonderer Wert wird dabei auf ganzheitliche, vielfältige und nachhaltige Naturerfahrung gelegt. Fossiliensuche, Bestimmung von Kleinlebewesen, handwerkliche Arbeiten, Wanderungen und viele Gemeinschaftserlebnisse mit Spiel und Spaß sind die wesentlichen Bausteine des Programms "Ferien im Jurameer". Die beeindruckend hohe Nachfrage nach freien Plätzen spricht für den großen Projekterfolg der Veranstaltung.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Für die Landschaftsentstehung der Schwäbischen Alb und ihres Vorlandes sind die vor 200 bis 145 Millionen Jahren abgelagerten Gesteine des Schwarzen, Braunen und Weißen Juras charakteristisch. Manche dieser Gesteine werden für den Abbau von Rohstoffen verwendet. Die ehemaligen Abbauflächen sind heute Fundorte für viele Fossilien und stehen für die Entwicklung von artenreichen Biotopen. Diese Tümpel, Fließgewässer, Magerrasen und Wälder werden von den Kindern in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit intensiv erlebt: Mit allen Sinnen spüren Kinder die Auswirkungen des geologischen Untergrundes auf das heutige Landschaftsbild: Die heiße Sommerluft über trockenem Magerrasen auf den Gesteinen des Weißen Juras, kühlender Wald und feuchte Tümpel auf dem lehmigen Braunen Jura und wild fließende Bäche im Schwarzen Jura. Die biologische Vielfalt lässt sich nicht nur in der gegenwärtigen Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch in dem Fossilienreichtum der geologischen Vergangenheit erleben. So lernen Kinder auf den Exkursionen außer neuzeitlichen Amphibien, Reptilien und Insekten wie Gelbbauchunke, Blindschleiche und Wespen auch "lebende Fossilien" wie Libellen und Eintagsfliegen kennen und erfahren die Lebewelt der Jurazeit hautnah bei der Suche nach Versteinerungen.

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Pressebericht

 

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Naturerlebniszentrum der Sparkassenstiftung Umwelt+Natur

Widumstr. 39
72469 Meßstetten

Öffnungszeiten: auf Anfrage

Frau Alexandra Kischkel-Bahlo
Tel.:07436 901760
info@stiftung-umwelt-natur.de
http://www.stiftung-umwelt-natur.de

 

Weitere Infos

Sparkassenstiftung Umwelt+Natur; Fossilienmuseum der Holcim (Süddeutschland) GmbH
Meßstetten

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