Blumiges Melle

Das Ziel des Projekts „Blumiges-Melle.de“ ist es, in Melle (Osnabrücker Land) und Umgebung verstärkt Nahrungs- und Überwinterungshilfen für Insekten zu schaffen, um dadurch eine biologische Vielfalt zu unterstützen. Zu diesem Zweck werden auf verschiedenen Flächen, welche teilweise eigens gepachtet werden, Blühwiesen angelegt. Bei dem Saatgut handelt es sich um qualitativ hochwertiges, regionales Saatgut mit bis zu 80 Arten (fördert eine Biodiversität). Eine Besonderheit des Projekts ist ein kollaborativ-nachbarschaftlicher Ansatz. Unterschiedliche Gruppierungen (z.B. Vereine, Firmen, Kirchengemeinden) sowie Bürgerinnen und Bürger werden animiert, Flächen zur Verfügung zu stellen. In gemeinschaftlichen Aktivitäten (z.B. mit Schulklassen, Vereinen oder Kindergärten) werden diese Flächen dann bearbeitet.

Aktuell haben Meller Bürgerinnen und Bürger, die Stadt Melle, Firmen, Vereine etc. 80.000 m² auf insgesamt 38 Flächen zur Verfügung gestellt, welche im Frühjahr 2017 gemeinsam und ehrenamtlich für eine Aussaat bearbeitet wurden (gepflügt, gefräst, eingesät, teilweise unterstützt durch Landwirte).
Bereits jetzt liegen Angebote für weitere 50.000 m² (2018) vor, welche dann ebenfalls gemeinschaftlich umgesetzt werden. Das projekt ist langfristig angelegt (das Saatgut ist mehrjähring und kann bei guter Flächenpflege mindestens 5 Jahre für Blühwiesen sorgen)

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet (Fragestellung: Wie entwickelt sich der Bestand der Wildbienen auf ausgewählten Blühwiesen? Leisten Blühwiesen einen signifikanten Beitrag zur Biodiversität?).
Aus dem Projekt heraus hat sich das landkreisweite Portal http://blumiger-lkos.de entwickelt. Der aktuelle Pressespiegel ist unter http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/presse/ einsehbar.
Das vorrangige Ziel ist zunächst ein Ziel des Artenschutzes. Wesentlich sollen die Lebensbedingungen von Insekten (insbesondere Bienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge) verbessert werden, um eine biologische Vielfalt zu sichern. Dieses betrifft insbesondere die Versorgung mit Pollen und Nektar. Auch werden Überwinterungs- und Brutangebote geschaffen, da die Nachzucht von Wildbienen teilweise in Pflanzenstängeln nistet.
Ein sekundäres Ziel ist es, durch einen steigenden Bestand von Insekten verschiedene Nahrungsketten in der Natur zu stabilisieren
(z.B. für Singvögel, Frösche etc.), was sich ebenfalls auf die Biodiversität auswirkt.
Auch eine Umweltbildung stellt ein explizites Projektziel dar. Durch ein gemeinsames Einsäen mit Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern (insbesondere Kinder aus verschiedenen Grundschu-
len) wird verdeutlicht, wie einfach es ist, etwas für den Arten- und Naturschutz zu leisten. Biologische Zusammenhänge werden durch das Projekt hervorgehoben. Diese Aspekte werden auch durch das Aufstellen der Informationstafeln berücksichtigt (Was ist eine Blühwiese? Wieso ist diese wichtig? Wer profitiert davon? Wie können Bürgerinnen und Bürger diese anlegen? Etc.).
Zudem geht es darum, eine nachhaltige Kommunal-, Stadt und Regionalentwicklung zu erreichen. Die Thema „Insektenschutz“, "biologische Vielfalt" und „natürliche Wildheit in der Natur“ soll in den Fokus von Bürgerinnen und Bürgern, Entscheidungsträgern der Stadt Melle (und mittelfristig auch darüber hinaus) und kommunalen Akteuren gestellt werden. Gemeinsam wird demonstriert, mittels welcher Wege etwas für den Artenschutz und auch „die kleinsten Tiere“ geleistet werden kann. Die Hoffnung ist, dass sich die Aktivitäten nach einer „Anschubphase“ verselbtständigen und Akteure eigenständig etwas gegen das Artensterben unternehmen.
Eine Besonderheit ist der Ansatz, Prominente „mit ins Boot“ zu holen. Diese haben individuelle Zeichnungen erstellt, welche für das Insektenschutzprojekt versteigert werden. Siehe: http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/blumiges-melle-unterstuetzung-durch-prominente/

Bislang wurde folgendes erreicht:

März bis Mitte September 2017

* Ehrenamtliche Bearbeitung von 38 Flächen (über 80.000 m²) (Pflügen, Grubbern, Einsäen) und dadurch maßgebliche Unterstützung der biolgischen Vielfalt

* Zusammenarbeit mit 5 Meller Schulen (Integration von über 200 SchülerInnen in das Projekt)

* Zusammenarbeit mit diversen Firmen, Vereinen, Kirchenkreisen etc. (Integration weiterer 250 Personen)

* Erhalt des „Meller innogy-Klimaschutzpreises 2017“

* Insgesamt 5 Auszeichnungen bei dem bundesweiten Wettbewerb der Initiative „Deutschland summt“ (https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html)

* Durchführung eines Infostandes sowie einer Blühwiesenparty (ausschließlich mit Bio-Nahrungsmitteln und Bio-Getränken)

* Intensive Berichterstattung in der Lokalpresse

* Kontinuierliche Berichterstattung in einem Blog (http://blumiges-melle.de)

* Kostenlose Verteilung von 5000 Saatgutpäckchen

* Aufstellung von 40 Lehr- und Lernschildern

* Ableistung von über 500 Stunden im Ehrenamt

* Beginn einer Kooperation mit dem BUND (Bienenbündnis Landkreis Osnabrück SÜD) und Bearbeitung von Flächen in Hilter a.T.W.

* Verteilung von insgesamt 1000 Honiggläsern und Flyern mit Informationen zu Handlungsmöglichkeiten zum Insektenschutz

* Vereinbarung einer gemeinsamen Aktion mit dem VFL Osnabrück im Frühjahr 2018 („Rote Karte dem Insektensterben“)

* Aufbau einer landkreisweiten Plattform zum Insektenschutz mit Blühflächenkataster als Instrument der nachhaltigen Regionalentwicklung (http://blumiger-lkos.de)

Weitere Informationen und Eindrücke: Siehe auch: http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/zwischenbericht_blumiges_melle_11_9.pdf

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Durch das eingesetzte regionale Saatgut (siehe: http://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/08-schmetterlings-und-wildbienensaum.html bzw. http://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/mischungen-fuer-die-land-und-forstwirtschaft/23-bluehende-landschaft-mehrjaehrig.html) wird das Vorkommen einzelner bedrohter Arten stabilisiert und gefördert. Dieses gilt nicht nur für die Vielfalt von Wildblumen bzw. Wildkräutern sondern insbesondere für das Artenspektrum unterschiedlicher Insektenarten (insbesondere Schmetterlinge und Wildbienen). Dadurch werden zudem Nahrungsketten stabilisiert (z.B. für Kleinsäuger, Vögel, Amphibien), was sich ebenfalls positiv auf eine Artenvielfalt auswirken wird.

Video:
https://www.youtube.com/watch?v=D5GL0lcwU8s


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Dokumente

Zwischenbericht

 

Besuchen Sie uns

Diverse Flächen in Melle: http://blumiger-lkos.de/karte/lkos/blueh.html

Am Wulberg 15
49324 Melle

Öffnungszeiten: Auf Anfrage

Herr Dr Kai Behncke
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
http://blumiges-melle.de

 

Weitere Infos

gemeinnützige UG Behncke Umweltschutz und Lebenshilfe
Melle

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