Garten findet Stadt

Die Ausstellung zeigt, wie jeder grüne Vielfalt ressourcenschonend und insektenfreundlich auf Balkon, Terrasse und kleinen Gartenflächen selbst gestalten kann. 10 Exponate behandeln die Themen Sortenvielfalt, Düngung und Bewässerung. Außerdem werden aktuelle Forschungsarbeiten zum Thema Biodiversität (biologische Vielfalt) erklärt. Organisiert und finanziert wird die Ausstellung vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig.

Grüne Vielfalt erleben, verstehen, machen – im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Wunsch, den Blick für die Bedeutung von biologischer Vielfalt zu schärfen, ihre ökologischen Funktionen und ästhetischen Wert ins Bewusstsein zu rücken. Dabei ist das Hauptinteresse der Ausstellung, klarzumachen, dass man dem Thema Biodiversität überall begegnet – auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon.

So gibt die Ausstellung praktische Tipps, wie ein ressourcenschonendes und die Artenvielfalt förderndes Gärtnern möglich ist. Zwei Exponate präsentieren aktuelle Forschungsprojekte des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig zu diesem Thema. Das internationale Forschungszentrum möchte auf diese Weise seine Arbeit einer größeren Öffentlichkeit vorstellen und die Wichtigkeit biologischen Artenreichtums vermitteln.

Die Ausstellung widmet sich den Möglichkeiten, in der Gestaltung kleinster Grünflächen, wie dem eigenen Garten oder Balkon, aktiv die biologische Artenvielfalt zu fördern. Es werden konventionelle und naturnahe Gartenformen gezeigt, aber auch verschiedene Gemüse- und Kräuterpflanzen, alternative Düngemittel, Bodentypen und Bewässerungstechniken. So stellen die Initiatoren neben den im Supermarkt angebotenen Tomaten- und Paprikahybridpflanzen auch ihre widerstandsfähigeren älteren Verwandten vor. Schautafeln neben den Exponaten erläutern die aufgezeigten Themenkomplexe und geben weiterführende Informationen. Die Website zur Ausstellung (https://garten-findet-stadt.de) stellt mit Bauanleitungen für Pflanztürme und Fenstergärten praktische Tipps zur Verfügung.

Darüber hinaus werden zwei ausgewählte Projekte des Forschungszentrums iDiv vorgestellt:
Ein Exponat zeigt die Veränderungen, die der europäische Regenwurm in den Wäldern Nordamerikas verursacht. Diese Wälder sind seit der letzten Eiszeit regenwurmfrei und damit nicht an diese Tiere angepasst. Das unbedachte Entsorgen der Regenwürmer durch Angler verursacht dort lokal starke Schäden. Schautafeln veranschaulichen die aktuellen Erkenntnisse über die Auswirkungen der Würmer auf den amerikanischen Waldboden und seine Vegetation.
In einem weiteren Exponat wird gezeigt, wie Wissenschaftler von iDiv an Kohlpflanzen die Produktion von Abwehrstoffen (Senföle) gegen Fraßfeinde untersuchen. Dazu werden Raupen des Großen Kohlweißlings (Pieris brassicae) auf die Blätter der Kohlpflanzen gesetzt und die Reaktion der Pflanzen dokumentiert. Die Versuchsabläufe – vom Aussetzen der Schmetterlingsraupen, über die Blattentnahme bis zur Analyse im Labor – werden auf Schautafeln anschaulich dargestellt und informieren über den aktuellen Stand der Forschung.

Durch die Einbindung von Partnern wie dem Tagfalter-Monitoring des Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) oder dem Gemeinschaftsgarten Annalinde gGmbH wird weiteres Wissen vermittelt und zum eigenen Handeln angeregt. Weitere Partner der Ausstellung sind die Stadt Halle sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Ausstellung thematisiert auf vielschichtige Weise die unterschiedlichen Aspekte biologischer Artenvielfalt und macht so auf deren Funktion und Tragweite aufmerksam. Die Präsentationen wissenschaftlicher Untersuchungen der Forscher von iDiv zu Fragen der Artenmigration und der Anpassungsfähigkeit von Pflanzen zeigen anschaulich die Dynamik und Sensibilität komplexer Ökosysteme, im Großen wie im Kleinen. Darüber hinaus werden den Besuchern der Ausstellung praktische Hinweise an die Hand gegeben, den Artenreichtum auch im eigenen Garten zu fördern. Es wird gezeigt, wie Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen in der richtigen Kombination einander nützen können, und wie jeder durch ressourcenschonende Methoden der Düngung und der Bewässerung zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt beitragen kann.


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Besuchen Sie uns

Botanischer Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Am Kirchtor 3
06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten: Mo - Fr: 14 - 18 Uhr; Sa, So, an Feiertagen: 10 - 18 Uhr

Herr Matthias Hoffmann
Tel.:0345 / 552 62 71
garten@idiv.de
https://garten-findet-stadt.de

 

Weitere Infos

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, Botanischer Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Halle (Saale)

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